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Nations League: Frankreich besiegt Österreich und verhindert vorzeitigen Abstieg - Mbappé trifft
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Publiziert 22/09/2022 um 22:40 GMT+2 Uhr
Die französische Nationalmannschaft hat nach zwei Niederlagen und zwei Unentschieden den ersten Sieg in der Nations League gefeiert und damit den vorzeitigen Abstieg in die Liga B verhindert. Die Équipe Tricolore besiegte Österreich in Paris 2:0 (0:0). Kylian Mbappé nutzte einen Patzer von Marcel Sabitzer zum ersten Treffer (56.), Olivier Giroud legte nur kurze Zeit später nach (65.).
Olivier Giroud (l.) und Kylian Mbappé
Fotocredit: Getty Images
Für beide Nationalmannschaften stand viel auf dem Spiel. Während Weltmeister Frankreich den Abstieg aus der Nations League A verhindern wollte, konnte sich Österreich vorzeitig den Klassenerhalt sichern.
Les-Bleus-Trainer Didier Deschamps musste auf den verletzten Stürmer Karim Benzema verzichten. Ihn ersetzte Olivier Giroud, der an der Seite von Kylian Mbappé und Antoine Griezmann stürmte. Im von Ralf Rangnick trainierten österreichischen Aufgebot fanden sich viele bekannte Gesichter aus der Bundesliga wieder. Neben den Verteidigern Christopher Trimmel (Union Berlin) und Philipp Lienhart (SC Freiburg) setzte Rangnick auf Xaver Schlager (RB Leipzig), Marcel Sabitzer (Bayern München) und Karim Onisiwo (Mainz 05).
Frankreich nahm das Zepter von der ersten Spielminute an in die Hand und dominierte die Gäste aus Österreich im ersten Durchgang beinahe nach Belieben. Nach gerade einmal 120 Sekunden klingelte es bereits im Kasten von ÖFB-Keeper Patrick Pentz, doch Mbappé stand bei seinem erfolgreichen Schuss im Abseits, weshalb der Treffer nicht gegeben wurde (2.).
Österreich wehrte sich in den Zweikämpfen, fand aber nicht zu seinem Offensivspiel. Frankreich hingegen machte Dampf nach vorne. Aurelien Tchouameni scheiterte nach Mbappés Ablage aus der Distanz (13.).
Nach kurzer Ruhephase, in der der französische Verteidiger Jules Koundé verletzt vom Platz musste und durch William Saliba (23.) ersetzt wurde, verzeichnete Sabitzer aus der zweiten Reihe Österreichs einzigen Abschluss in der ersten Halbzeit (24.). Kurz darauf verpasst Mbappé innerhalb von zwei Minuten doppelt. Zunächst bekam der auffälligste Akteur auf dem Platz aus kurzer Distanz keinen Druck hinter die Kugel und dann verpasste er das Tor knapp mit einem Schlenzer (26., 27.).
Nachdem Real-Star Tchouameni (35.) die Latte per Fallrückzieher traf, erwischte auch Youssouf Fofana die Kugel nicht richtig, als Mbappé den Torwart bereits überwunden hatte und ihn in Schussposition brachte (45.+2).
Im zweiten Durchgang setzte sich das französische Chancenfestival trotz eines mutigeren Auftakts Österreichs fort. Diesmal münzten Les Bleus diese jedoch in Zählbares um. Nach nur drei Minuten flog Girouds Direktabnahme noch am ersten Pfosten vorbei (48.). Auf der anderen Seite gelang es Schlager in aussichtsreicher Position nicht, eine Flanke von Sabitzer zu kontrollieren (51.).
Nachdem Jonathan Clauss nach toller Kombination mit Mbappé und Griezmann das Tor knapp verpasste, besorgte Mbappé mit einer Einzelaktion nach einem Sabitzer-Patzer im Mittelfeld die verdiente Führung für die Equipe Tricolore (56.). Es war sein 28. Länderspiel-Tor.
Als der Bann aus französischer Sicht endlich gebrochen war, legte die Deschamps-Elf schnell nach und sorgte angesichts des harmlosen Auftritts der Österreicher für die Vorentscheidung. Giroud veredelte eine Griezmann-Flanke am zweiten Pfosten mit dem Kopf (65.). Frankreich stellte anschließend in den Verwaltungsmodus um, während Österreich weiterhin ohne nennenswerte Offensiv-Aktion blieb.
Kurz bevor der Schlusspfiff ertönte, verpasste es nochmals Mbappé, mit einen Doppelpack den Schlusspunkt der Partie zu setzen (90.+1).
In der Gruppe A1 verwies die Equipe Tricolore (fünf Punkte) Österreich (vier Punkte) mit dem Sieg auf den letzten Platz. Die Entscheidung über den Abstieg fällt am kommenden Sonntag (20:45 Uhr), wenn Frankreich nach Dänemark reist und die Österreicher auf Vize-Weltmeister Kroatien treffen.
Für die Kroaten, die durch einen Sieg im direkten Duell in der Tabelle an Dänemark vorbeizogen (2:1), geht es dagegen im Fernduell um den Gruppensieg und damit um den Einzug in die Endrunde.
Die Stimmen zum Spiel:
Didier Deschamps (Trainer Frankreich): "Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir gespielt haben. Der Sieg ist wichtig, wir haben alles getan, was wir tun mussten. Wir haben viele Chancen kreiert und das Spiel mit Spielern kontrolliert, die es nicht gewohnt sind, miteinander zu spielen. Wir hatten sehr wenig Zeit, uns vorzubereiten, alle haben sich Mühe gegeben. Es gibt viel Positives."
Aurelien Tchouameni (Frankreich): "Wir waren entschlossen, ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir wollten alle unseren echten Wert zeigen. Die Bedingungen waren nicht optimal, aber wenn man erst einmal auf dem Platz steht, ist nichts anderes mehr wichtig. Die Dinge liefen sehr gut."
Ralf Rangnick (Trainer Österreich): "Wir hätten schon zur Halbzeit in Rückstand geraten können, aber wie wir das erste Gegentor kassiert haben, war extrem ärgerlich. Bei solchen Spielen geht es immer darum, wer das erste Tor schießt. Am Sonntag werden wir alles geben, um das Spiel zu gewinnen und hoffen, dass Frankreich nicht gegen Dänemark gewinnt."
Marko Arnautovic (Österreich): "Frankreich ist amtierender Weltmeister und wird bei der kommenden Weltmeisterschaft eine Hauptrolle spielen. Man hat gesehen, dass sie Weltklassespieler haben. Wir spielen am Sonntag zu Hause gegen Kroatien und wollen natürlich gewinnen, auch wenn es ein hartes Spiel wird."
Patrick Pentz (Österreich): "Meine Paraden zählen heute leider nichts, weil wir verloren haben. Wir konnten keine Torgefahr kreieren und gegen einen Spieler wie Mbappé ist es schwierig, 90 Minuten lang zu verteidigen. Bei seinem Tor habe ich den Ball erst spät gesehen."
Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Frankreich verfügt über massive Kaderkraft
Auch ohne Top-Stars wie Real Madrids Benzema, Chelseas N‘golo Kanté oder dem zu Juventus Turin gewechselten Paul Pogba verfügt Les-Bleus-Coach Deschamps über einen massiven Kader, der Österreich heute teilweise an die Wand spielte. Trotz Verletzungspech kann Deschamps immer noch Spieler wie Christopher Nkunku, der letztes Jahr zum Bundesliga-Spieler der Saison gewählt wurde, von der Bank bringen. Mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft hat Deschamps in Bezug auf die Spieler-Auswahl die Qual der Wahl.
Die Statistik zum Spiel: 35
Olivier Giroud (35 Jahre und 357 Tage) avancierte mit seinem heutigen Treffer zum ältesten Torschützen der französischen Nationalmannschaft seit Roger Marche (35 Jahre 287 Tage).
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Quelle: SNTV
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