Bundestrainer Julian Nagelsmann schimpft nach spätem Handelfmeter gegen Deutschland: "Ich finde es Wahnsinn"

Der späte Handelfmeter beim 1:1 (0:0) in Ungarn hat bei der deutschen Nationalmannschaft böse EM-Erinnerungen geweckt und für Unverständnis gesorgt - allen voran bei Julian Nagelsmann. "Ich finde es Wahnsinn, dass er rausgeschickt wird. Das ist der Fehler", motzte der Bundestrainer über die Szene in der Nachspielzeit, bei der Robin Koch einen Schuss von Mihaly Kata an die Hand bekommen hatte.

Nagelsmann zum Elfmeter: "Da kann keiner mitkommen"

Quelle: Perform

Schiedsrichter Duje Strukan entschied nach Ansicht der Videobilder auf Elfmeter, Dominik Szoboszlai glich per Panenka tief in der Nachspielzeit aus (90.+9).
"Ich habe ihn gefragt, ob er das Spiel gegen Spanien auch geguckt hat", berichtete Nagelsmann im Anschluss am "ZDF"-Mikrofon in Anspielung auf das bittere Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM gegen Spanien.
Im Sommer war dem DFB-Team nach einem Handspiel von Marc Cucurella ein Elfmeter in der Verlängerung verwehrt worden.
Ein Fehler, wie die Schiedsrichterkommission der UEFA knapp drei Monate später einräumte. "Sind wir mal gespannt, was die UEFA dazu in vier Monaten veröffentlicht", sagte Nagelsmann in Budapest süffisant.

Andrich und Nmecha poltern gegen Elfer

Der Nationaltrainer entschuldigte sich anschließend für seine Kritik am Schiedsrichter: "Ich habe den Schiedsrichter ein bisschen attackiert, das tut mir leid. Er wird rausgeschickt für eine Situation, die er eigentlich richtig bewertet hat. Dadurch schadet man dem Schiedsrichter."
"Er wird durch das Rausschicken total unter Druck gesetzt. Bei einem Heimspiel für uns hätte er das niemals gepfiffen. Das war eine klare Fehlentscheidung", führte der 37-Jährige aus.
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Nagelsmann zieht Bilanz: "Glaube, dass da viel entstehen kann"

Quelle: Perform

Auch die Spieler haderten, wie Robert Andrich: "Da haben wir wieder das Handproblem. Wo soll er hin mit seiner Hand? Er versucht sie wegzuziehen, er kriegt sie von einem Meter mit 100 km/h angeschossen. Am Ende ist es ärgerlich auf jeden Fall." Auch Deutschlands Torschütze Felix Nmecha (76.) polterte: "Boah, die Hand ist an seinem Körper."
Insgesamt blickte Nagelsmann aber zufrieden auf das Länderspieljahr zurück. "Wenn man sieht, wie Ungarn das 1:1 feiert, ist das schon eine kleine Auszeichnung für unsere Mannschaft. Es ist ein guter Weg, ich bin unglaublich zufrieden. Wenn wir 2025 genau so angehen, wie wir 2024 bestritten haben, werden wir 2026 deutlich präparierter sein als wir es 2024 waren", sagte der 37-Jährige.
(SID)
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Quelle: Perform


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