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San Marino nach Sieg in Liechtenstein und Nations-League-Aufstieg im Freudentaumel: "Ich habe mit den Jungs geweint"
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Update 19/11/2024 um 16:41 GMT+1 Uhr
San Marinos Erfolgstrainer kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, der Verbandspräsident wurde gerade so von einer Herzattacke verschont und die Spieler knipsten Sieger-Selfies: San Marino mag Letzter der FIFA-Weltrangliste sein, doch der einstige Prügelknabe des Fußballs ist nun auch offiziell etwas Besseres: Durch das 3:1 in Liechtenstein hat der Zwergstaat den Aufstieg in die C-Liga geschafft.
San Marino jubelt in der UEFA Nations League über den Aufstieg
Fotocredit: Imago
Die Champagnerkorken knallten im Sekundentakt, Kapitän Matteo Vitaioli und sein Sensationsteam führten in der Kabine wilde Tänze auf und stimmten freudetrunken immer wieder "Campeones"-Gesänge an: Als San Marinos neue Helden ihr unwahrscheinliches Meisterstück in der Nations League perfekt gemacht hatten, herrschte völliger Ausnahmezustand beim Fußballzwerg.
"Diesen Sieg teilen wir mit der ganzen Republik", sagte Stürmer Nicola Nanni nach dem 3:1 (0:1)-Triumph in Liechtenstein, der den Aufstieg des 210. und damit Letzten der FIFA-Weltrangliste in die C-Liga der Nations League bedeutete.
Die bis dato schlechteste Nationalmannschaft der Welt, der Prügelknabe des internationalen Fußballs, geht in die Geschichte ein.
"Wir haben viele Rekorde gebrochen, drei Tore in einem Spiel geschossen, das gab es noch nie. Wir haben auch zum ersten Mal auswärts gewonnen", sagte Erfolgscoach Roberto Cevoli überwältigt.
"Heute Abend Geschichte geschrieben"
"Abgesehen davon, ernsthaft in Herzinfarktgefahr gewesen zu sein, kann ich nur sagen, dass diese Jungs heute Abend Geschichte geschrieben haben", jubelte ein sichtlich bewegter Marco Tura, der Präsident der San Marino Football Federation: "Als Menschen, als Sportler, als Männer haben sie gezeigt, was sie wert sind. Ich habe sogar mit den Jungs geweint."
Was sich am Montagabend im Rheinpark von Vaduz abspielte, war in vielerlei Hinsicht besonders für den bei Rimini gelegenen Kleinstaat mit nicht einmal 34.000 Einwohnern.
Es war erst der dritte Sieg für San Marino im 212. Länderspiel überhaupt - alle gegen das rund 39.000 Menschen zählende Fürstentum Liechtenstein. Und er ereignete sich nur zwei Monate nach dem 1:0-Heimsieg im Hinspiel - zuvor war die kleine Republik 20 Jahre und 140 Spiele lang ohne Sieg geblieben. San Marino siegt aktuell also quasi am laufenden Band.
Lorenzo Lazzari (46.), Nanni per Foulelfmeter (66.) und Alessandro Golinucci (77.) drehten die Partie gegen den Gegner auf Augenhöhe, der vom früheren Kaiserslauterer Chefcoach Konrad Fünfstück betreut wird, und sorgten für den Gruppensieg vor Gibraltar, den die mitgereisten Auswärtsfans lautstark bejubelten.
Ihnen steht bei der nächsten Ausgabe der Nations League Spannendes bevor. Mögliche Fahrten könnten beispielsweise nach Zypern oder Estland führen. Sie sind für das kleine Land Reisen in eine neue, größere Fußballwelt.
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(SID)
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