Thomas Tuchel Englands neuer Nationaltrainer - Gary Neville kritisiert englische FA : "Wir schaden uns selbst"
Update 16/10/2024 um 14:59 GMT+2 Uhr
Die Ernennung von Thomas Tuchel zum englischen Nationaltrainer sorgt auf der Insel für reichlich Schlagzeilen. Gary Neville, selbst 85-maliger Nationalspieler der Three Lions, kritisierte vor allem Englands Fußballverband FA für die Entscheidung. "Wir schaden uns selbst, wenn wir akzeptieren, dass Thomas Tuchel besser ist als alle anderen englischen Trainer", sagte der 49-Jährige bei "Sky Sports".
Fußballwelt über Tuchel: "Einer der wenigen, der ..."
Quelle: Perform
Als Kritik am deutschen Coach wollte er seine Aussagen aber nicht verstanden wissen. "Sie haben wahrscheinlich den besten Trainer, den es derzeit auf der Welt gibt", ergänzte Neville.
Er halte Tuchel "für einen großartigen Trainer". "Jeder in unserem Land, einschließlich mir selbst, wird ihm alles Gute wünschen und hoffen, dass wir es schaffen, einen Pokal zu gewinnen", meinte der ehemalige Verteidiger.
Er sei sich aber nicht sicher, "ob es den Kriterien des St. George's Park (Englands nationales Fußballzentrum, Anm. d. Red.) und dem Glauben an die englischen Trainer und der Leistungssteigerung der englischen Mannschaften in den letzten Jahren entspricht".
Man befinde sich in England "in einem Trott, wenn es um englische Trainer geht. Englische Trainer sind eine der am wenigsten respektierten großen Nationen in Europa, wenn es darum geht, eine Fußballmannschaft zu betreuen."
Coaches aus Spanien, Deutschland, Italien oder Portugal seien dagegen "bekannt für ihren Spielstil und ihre Philosophie". Neville legte abschließend nach: "Wir haben als englische Nation keine klare Identität mehr, was wir sind. Wir haben keinen Stil entwickelt, wir haben keinen Trainer, der einen Stil entwickelt hat, der einzigartig für uns ist."
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Quelle: Perform
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