UEFA Supercup: Eintracht Frankfurt verpasst Sensation gegen Real Madrid - SGE verliert Duell in Helsinki

Eintracht Frankfurt hat trotz eines mutigen Auftritts die Sensation verpasst und musste sich im Duell um den UEFA Supercup Real Madrid geschlagen geben. In Helsinki setzten sich die Spanier 2:0 (1:0) durch und feierten ihren nächsten europäischen Titel. David Alaba hatte den Champions-League-Sieger in der 37. Minute in Führung gebracht, Karim Benzema (65.) sorgte für den Endstand.

Real Madrid feiert den Sieg im UEFA Supercup 2022 gegen Eintracht Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

Nach der derben 1:6-Heimniederlage in der Bundesliga zum Auftakt gegen den FC Bayern war das Team von Oliver Glasner in der Anfangsphase um defensive Stabilität bemüht. Der amtierende Europa-League-Sieger überließ dem spanischen Rekordmeister und Champions-League-Sieger aus Madrid das Spiel und verschob kompakt.
Nach einer guten Viertelstunde nahm die Partie in Helsinki dann aber an Fahrt auf: Erst hatte Daichi Kamada - nach feinem Außenristpass von Rafael Borré - die Führung für die Eintracht auf dem Fuß (14.), kurz darauf verpasste Vinicius Junior das erste Tor für Real (17.). Während der Japaner aus 13 Metern mit seinem Flachschuss an Thibaut Courtois scheiterte, grätschte Tuta mit einer spektakulären Klärungsaktion den Schuss des Brasilianers von der Linie. Kevin Trapp war bereits geschlagen.
Mitunter merkte man Real an, dass es das erste Pflichtspiel der Saison für die "Königlichen" war. Hier und da fehlte es im Spiel nach vorne an Kreativität. Ansgar Knauff prüfte Courtois mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel, nachdem sich Djibril Sow zuvor im Zentrum behauptet hatte. Courtois tauchte ab und entschärfte den Schuss (24.).
Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde Real dann stärker – und belohnte sich. Zwar parierte Trapp in der 37. Minute noch einen Schuss von Vinicius Junior glänzend, musste aber nur wenige Momente später trotzdem den Ball aus dem Netz holen: Eine Ecke von Toni Kroos köpfte Karim Benzema in Richtung Grundlinie, wo Casemiro ebenfalls per Kopf zurücklegte auf David Alaba. Der Ex-Münchner hatte leichtes Spiel und traf zum 1:0 ins leere Tor, da Trapp zuvor aus dem Kasten geeilt war (37.).
Kurz vor der Halbzeit verpasste Benzema aus 13 Metern per Dropkick, den ihm Kroos hervorragend aufgelegt hatte, sogar noch das 2:0. Das Leder zischte knapp am linken Pfosten vorbei (41.). Dann war Pause.
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David Alaba trifft für Real Madrid gegen Eintracht Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

Nach dem Seitenwechsel spielte Real weiter nach vorne. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatte Trapp große Mühe mit einem abgefälschten Abschluss von Vinicius Junior, parierte jedoch stark mit dem Fuß (55.).
Nur sechs Minuten später hatte der Schlussmann dann Glück, dass ein Distanzschuss von Casemiro nur an den Querbalken krachte (61.). Knauff versuchte es seinerseits drei Minuten später mit einem Abschluss per Außenrist aufs kurze Eck – Courtois hielt den Versuch aber problemlos fest (64.).
Fast im direkten Gegenzug machte Benzema mit dem 2:0 den Deckel drauf. Nach feiner Vorarbeit von Vinicius Junior zog der Franzose aus 15 Metern aus zentraler Position ab. Trapp sah dabei nicht gut aus, die Kugel schlug zentral ein (65.). Vermutlich wurde dem Keeper die Sicht durch einen Mitspieler verdeckt.
Kurz vor dem 2:0 hatte Glasner noch Mario Götze und Kolo Muani gebracht (58.). Auch die Einwechselung von Lucas Alario (70.) konnte eine Wende nicht mehr herbeiführen. Real spielte die Partie souverän runter und setzte sich schlussendlich verdient mit 2:0 durch.

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es ist zwar schade, dass wir verloren haben aber ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft. Es war ägerlich, dass wir nach einer Ecke in Rückstand geraten sind. Auf diesem Level ist es dann schwer zurück zu kommen, dennoch haben wir alles gegeben. Die Niederlage war schmerzhaft, aber jetzt liegt unser Fokus auf Hertha am Samstag. Wir nehmen auf jeden Fall viele positive Aspekte von heute mit."
Toni Kroos (Real Madrid): "Uns war klar, dass Frankfurt nicht so offen agieren und früh pressen wird wie gegen die Bayern. Frankfurt hatte die erste große Chance, wenn sie die reinmachen, wird es eklig für uns. Zum Glück haben wir dann im Anschluss getroffen und hatten fortan die Kontrolle über das Spiel. Wir wollen in jedem Wettbewerb gewinnen aber es wird nicht einfach werden, alle sechs möglichen Titel zu holen. Für die Eintracht wird die Auslosung in der Champions League entscheidend sein. Natürlich wiegt der Abgang von Kostic schwer für sie, aber wenn sie da nochmal nachlegen können, sind sie für jede Mannschaft ein unangenehmer Gegner."

DER TWEET ZUM SPIEL:

Trotz der Niederlage durfte sich Ansgar Knauff heute noch über einen Titel freuen: Der 20-jährige Außenbahnspieler bekam vor dem Anpfiff seine Auszeichnung als bester junger Spieler der vergangenen Europa-League Saison verliehen und posierte gemeinsam mit den Weltstars Benzema und Vinicius, die ebenfalls ausgezeichnet wurden.

DAS FIEL AUF: Reals Brasilianer überzeugen

Nach verhaltenem Beginn wurde Real im ersten Pflichtspiel der Saison mit andauernder Spieldauer immer besser. Mit hoher Passgenauigkeit ließen die Madrilenen Ball und Gegner laufen – die Eintracht lief viel hinterher und lauerte auf Fehler und Nadelstiche nach vorne. Borré und Jesper Lindström sorgten über die Flügel immer wieder Mal für etwas Unruhe und den ein oder anderen Abschluss, Borré konnte derweil auch als Ballverteiler glänzen.
Dennoch reichte es nicht gegen die einen sicheren Courtois und ein effektives Real. Wie schon in der Vorsaison brauchte Real kaum Chancen, um zum Erfolg zu kommen. Besonders Vinicius war abermals ein Aktivposten. Darüber hinaus war Casemiro herauszuheben. Der brasilianische Routinier bereitete das 1:0 durch Alaba per Kopf vor, traf darüber hinaus die Latte und zeigte sich gewohnt zweikampfstark.

DIE STATISTIK: 5

Durch den 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt darf sich Real Madrid nach den Titeln aus den Spielzeiten 2002/03, 2014/15, 2016/17 und 2017/18 über den insgesamt fünften Supercup-Sieg der Vereinsgeschichte freuen. Somit zieht Real mit dem AC Mailand und dem FC Barcelona (jeweils fünf Siege) gleich.
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Quelle: Perform

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