Filip Kostic wird im UEFA-Supercup gegen Real Madrid nicht spielen - Serbe führt Wechselgespräche mit Juventus

Eintracht Frankfurts Filip Kostic steht kurz vor einem Wechsel zu Juventus Turin. Wie der Bundesliga-Klub am Dienstag verkündete, tritt der 29 Jahre alte Serbe die Reise zum Supercup-Duell gegen Champions-League-Sieger Real Madrid in Helsinki am Mittwoch (21.00 Uhr im Liveticker) schon nicht mehr an. "Der Außenspieler steht in finalen Gesprächen mit einem neuen Klub", twitterte die Eintracht.

Glasner zu Gerüchten um Kostic: "Fit für den Italien-Auftakt"

Quelle: Perform

Es lockt die nächste magische Nacht - doch die Vorfreude auf ein Fußballfest ist bei Eintracht Frankfurt vor dem UEFA-Supercup gegen die Topstars von Real Madrid arg getrübt. Die lange befürchtete Nachricht, dass ihr Europapokal-Held Filip Kostic den Verein verlassen wird, traf viele der 10.000 Fans am Dienstag nach der Landung in Helsinki nicht unerwartet, aber hart.
Aus sportlicher Sicht sei es "eine Schwächung für uns". Kostic verlasse die Eintracht als "Held", der die vergangene Saison mit dem Europacup-Titel mitgeprägt habe, sagte Trainer Oliver Glasner. Torhüter Kevin Trapp aber betonte: "Es ist nichts, was uns aus der Bahn werfen wird oder uns großartig geschockt hat."
Der Serbe, einer der Hauptdarsteller des Siegeszugs zum Europa-League-Triumph, trat die Reise gar nicht mehr mit an. Der Außenspieler stehe "in finalen Gesprächen", twitterte die Eintracht, Kostic wird sich wohl zu Juventus Turin verabschieden.
"Filip hat sich in der abgelaufenen Saison mustergültig verhalten", erklärte Sportvorstand Markus Krösche. "Wir haben immer gesagt, dass wir ihm bei einem guten Angebot keine Steine in den Weg legen." Nun zeichne sich "eine Lösung" ab. "Sky" berichtet, die Ablöse werde bei 17 bis 18 Millionen Euro liegen - eine stolze Summe für ein Jahr Rest-Vertrag.

Trapp: "Besser geht es nicht"

Immerhin: Eines der nervigen Störgeräusche ist damit vor dem Spiel am Mittwoch verstummt. Das Debakel zum Bundesliga-Start gegen Bayern München ist hingegen längst nicht abgehakt - es soll zumindest ausgeblendet werden.
"So früh in der Saison die Möglichkeit auf einen Titel gegen ein solch renommiertes Team zu haben - besser geht es nicht", betonte Nationaltorhüter Trapp: "Das ist die Belohnung für etwas ganz Großes, etwas Historisches." Der Wettbewerb habe einen "hohen Stellenwert".
Glasner sieht darin auch die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Es bestehe die Chance, "es besser zu machen" als gegen die Bayern (1:6), sagte der Österreicher, der die Leidenszeit von 42 Jahren ohne europäischen Pokal beendet hatte: "Wir wollen diesen Titel nach Frankfurt holen."
84 Tage nach dem Sieg in Sevilla warten Toni Kroos, Luka Modric oder Karim Benzema - es ist völlig klar, dass es eine deutliche Steigerung braucht. "Wir sehen uns in der Lage, solche Mannschaften nicht nur zu ärgern, sondern sie besiegen zu können", sagte Trapp, der im Endspiel gegen die Glasgow Rangers zum Matchwinner geworden war. Auch ohne Filip Kostic?

Erstmals seit 1960 gegen Real

Die Partie besitzt für die Eintracht immense Bedeutung. Erstmals seit 62 Jahren spielt die SGE wieder gegen Real. 1960 verlor Frankfurt das Finale im Europapokal der Landesmeister mit 3:7.
Offen ist, in welcher Form Kroos und die anderen auflaufen werden. Die Madrilenen starten am Wochenende in die Liga - aber eine Pleite ist keineswegs vorgesehen. "Wir werden alles tun, um den ersten Titel der Saison zu gewinnen", sagte Vinicius Junior, Siegtorschütze im Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool.
Glasner ist sicher, dass sein Team "die richtigen Lehren" aus der Bayern-Klatsche zieht. Die Eintracht besitzt nicht nur die Chance, nach dem FC Bayern 2020 erneut als deutsche Mannschaft den Supercup zu gewinnen: Es wird zudem eine Standortbestimmung vor der Champions-League-Premiere.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Madrid: Courtois – Carvajal, Eder Militao, Alaba, Mendy – Kroos, Casemiro, Modric – Valverde, Benzema, Vinicius Junior. – Trainer: Ancelotti Frankfurt: Trapp – Toure, Tuta, Ndicka – Knauff, Rode, Sow, Lenz – Götze, Kamada – Lindström. – Trainer: Glasner
(SID)
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Quelle: Perform

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