Michel Platini reicht Klage wegen Verleumdung und Verschwörung ein

Der Ex-UEFA-Boss Michel Platini hat Klage wegen Verleumdung und krimineller Verschwörung eingereicht. Das bestätigte sein Anwalt der Nachrichtenagentur AFP. Neue Ermittlungen sollten beweisen, dass Platini von früheren Fußball-Funktionären "künstlich kriminalisiert" und im Rennen um die Präsidentschaft bei der FIFA "außer Gefecht gesetzt" werden sollte, sagte der Jurist William Bourdon.

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Wegen einer dubiosen Zahlung von 1,8 Millionen Euro von der FIFA an Platini war dieser, parallel zu Ex-Präsident Sepp Blatter, im Dezember 2015 zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden. Der einstige Weltstar will nun herausfinden, wie die Information über die Zahlung zu den Schweizer Strafverfolgern gelangte. Mittlerweile ist Platinis Strafe reduziert und im Oktober 2019 abgegolten.
Wie AFP erfuhr, wird die Klage derzeit bei der Staatsanwaltschaft in Paris überprüft. Dann werde über die Aufnahme von Ermittlungen entschieden.
Platini hatte die Zahlung im Jahr 2011 vom Weltverband für eine Beratertätigkeit erhalten, die rund zehn Jahre zurücklag. Einen schriftlichen Vertrag darüber gab es nicht. Platini stand seit 2007 an der Spitze der Europäischen Fußball-Union.
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