Das Team um Superstar Lionel Messi ging daraufhin zunächst geschlossen in die Kabine.
Knapp 50 Minuten nach dem Vorfall brach der Schiedsrichter Jesus Valenzuela (Venezuela) die Partie schließlich ab. Der Weltverband FIFA wird nun als Ausrichter der Weltmeisterschaft über die nächsten Schritte entscheiden. Die brasilianische Selecao, die während der Unterbrechung den Rasen nicht verlassen hatte, führte nach der Entscheidung noch an Ort und Stelle ein Training durch.
"Es musste soweit kommen, weil die argentinische Delegation von Beginn an die Vorgaben der Anvisa nicht befolgt hatte", sagte Antonio Barra Torres aus dem Vorstand der Gesundheitsbehörde und erklärte weiter: "Die vier Spieler werden jetzt aus Brasilien abgeschoben und wegen einer Reihe von Verstößen gegen sanitäre Regeln mit Geldstrafen belegt."
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Die Gesundheitsbehörde Anvisa hatte schon vor Anstoß erklärt, dass die vier England-Legionäre im Team der Argentinier (Emiliano Buendia und Emiliano Martínez von Aston Villa sowie Cristian Romero und Giovani Lo Celso von Tottenham Hotspur) falsche Angabe über ihre Reiseroute gemacht haben sollen. Für Personen aus England gelten in Brasilien aber besondere Corona-Regeln, darunter eine Quarantäne von 14 Tagen.

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Romero, Lo Celso und Martínez standen am Sonntag in der Startelf. Die Superstars Neymar und Messi auf dem Rasen sowie Vertreter beider Nationalverbände hinter den Kulissen versuchten zunächst die Behörden umzustimmen, um eine Fortsetzung der Partie zu gewährleisten. Vertreter der argentinischen Botschaft machten sich ebenfalls auf den Weg ins Stadion - vergeblich.
Indes war Uruguay dank eines 4:2 (2:0) gegen Bolivien der große Gewinner des Qualifikations-Spieltags. Mit dem ersten Erfolg nach vier Spielen ohne Sieg distanzierten sich die Urus wieder von den Verfolgern Paraguay und Kolumbien, die sich 1:1 (0:1) trennten.
Spitzenreiter bleibt Brasilien (21 Punkte) vor Argentinien (15), Ecuador (13) festigte in Unterzahl mit einem 0:0 gegen Chile Platz drei. Uruguay (12) hält momentan das vierte und letzte Direktticket nach Katar in der Hand.
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(SID)

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