FC Barcelona: Die Ära nach Lionel Messi beginnt - Darum sieht die Zukunft bei Barça rosig aus

Beim FC Barcelona beginnt eine neue Zeitrechnung. Nach 21 Jahren hat sich Klublegende Lionel Messi zu Paris Saint-Germain verabschiedet. Ohne den 34-jährigen Argentinier muss sich Barça neu aufstellen. Insbesondere auf der Jugendakademie La Masia ruhen die Hoffnungen. Denn finanziell sind die Katalanen auf einen strengen Sparkurs angewiesen. Der Messi-Nachfolger steht bereits in den Startlöchern.

Frenkie de Jong (links) und Memphis Depay vom FC Barcelona

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Der Schock in Barcelona am 5. August war gewaltig.
Superstar und Idol Lionel Messi verlässt nach 21 Jahren und 35 Titeln den FC Barcelona. Die Schuldenkrise der Katalanen, das Financial Fairplay sowie die Obergrenze von der spanischen La Liga bei den Gehaltszahlungen der Klubs sind die zentralen Gründe für die Trennung.
Messi, der kurz nach dem Jahrtausendwechsel als 13-Jähriger aus Argentinien nach Barcelona kam, unterschrieb nach Beendigung der Langzeitbeziehung einen Vertrag bei Paris Saint-Germain.
Barcelona ohne Messi. Was lange Zeit als surreal galt, ist nun Tatsache. Doch es ist auch die Chance für den 26-fachen spanischen Meister für einen Neuanfang.

FC Barcelona: Neustart ist eingeleitet

Barcelona schreibt seit vielen Jahren tiefrote Zahlen und war bis zum Messi-Abgang das Team, dass die höchsten Spielergehälter zahlte.
"Die Lohnkosten belaufen sich auf 617 Millionen, was 103 Prozent der Einnahmen entspricht", redete der zu Jahresbeginn neu gewählte Präsident Joan Laporta im Sommer Klartext. Die Gesamtschulden werden auf 1,35 Milliarden Euro beziffert.
Barça musste die Schuldenbremse irgendwann ziehen. Auch wenn die Maßnahmen von La Liga letztendlich mitverantwortlich für den Messi-Abgang waren, kann dieser auch eine neue Ära im noblen spanischen Nordosten einleiten.
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Lionel Messi (FC Barcelona)

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Mit Weltmeister Antonie Griezmann (Atlético Madrid) haben sich die Katalanen zudem von einem weiteren Großverdiener getrennt. Auch Mittelfeld-Dirigent Miralem Pjanic (Besiktas Istanbul) ist erst mal von der Gehaltsliste.
"Man hatte keine Wahl und musste sich von großen Spielern wie Griezmann trennen, um die finanziellen Schulden zu verringern. Es erwartet Barça eine schwierige und komplizierte Saison mit nur wenigen Spielern, die sich von den anderen Mannschaften in La Liga abheben", analysierte Fußball-Experte Alberto García von Eurosport in Spanien die Situation.
Allerdings ist es auch eine Chance für einen Rebuild von Mannschaft und Verein.

FC Barcelona: Sportliche Dürreperiode steht bevor

Dabei stehen dem FC Barcelona und seinen verwöhnten Fans nun zunächst einige schwierige Jahre bevor. Ohne den ganz großen Superstar und wohl auch ohne Chance auf große Titel.
Mit Spielern wie Memphis Depay (Olympique Lyon), Sergio Agüero (Manchester City) oder Luuk de Jong (FC Sevilla) hat sich der Klub hauptsächlich durch ablösefreie oder ausgeliehene Spieler verstärkt.
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Memphis Depay (Barcelona) ist einer der aktuellen Stars im Kader

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"Wir haben ein großartiges Team beisammen. Es gibt keine Ausreden. Wir dürfen nicht in der Vergangenheit leben", forderte Trainer Ronald Koeman und lebte Optimismus vor.
Insgesamt ist der sportliche Wert des Teams nach dem Transfersommer zumindest auf dem Papier jedoch deutlich gesunken. Die Ziele beim spanischen Giganten müssen angepasst werden.
Auch andere große Vereine haben sportliche Dürreperioden erlebt. So hat beispielsweise der FC Bayern nach dem dritten Erfolg in Folge im Europapokal der Landesmeister 1976 37 Jahre bis zum Champions-League-Triumph 2013 warten müssen.

FC Barcelona: Drei Rohdiamante im Team

Dass der FC Barcelona solange auf Erfolge warten muss, davon ist angesichts des großen Potenzials im Team allerdings nicht auszugehen.
"Es ist sehr wahrscheinlich, dass bald wieder in Barcelona ein starkes Niveau mit großartigen Fußballern erreicht wird. Mit den derzeitigen Gehältern und Transferkosten ist es schwierig, mehrere Stars im Team zu vereinen. Aber mit der eigenen Talentschmiede kann viel aufgefangen werden. Barcelona ist und bleibt ein Spitzenteam", ist sich La-Liga-Fachmann García von Eurosport in Spanien sicher.
Mit Eric García (Jahrgang 2001), Pedri und Ansu Fati (beide Jahrgang 2002) stehen Koeman drei absolute Rohdiamanten zur Verfügung. Auch die Routiniers wie Jordi Alba, Gerard Piqué und Sergio Busquets haben noch immer das Prädikat Weltklasse.
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Pedri (links) und Ansu Fati sind die Zukunft des FC Barcelona

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García soll bereits mittelfristig in die Rolle des neuen Abwehrchefs hineinwachsen und an der Seite von Piqué lernen. Piqué selbst konnte als junger Spieler neben Ex-Kapitän Puyol wachsen und sich zu einem der besten Innenverteidiger der Welt entwickeln.
Pedri ist im Mittelfeld der Katalanen mit seinen 18 Jahren bereits unverzichtbar. Der Youngster war bei der EURO 2020 und den Olympischen Spielen einer der Leistungsträger der Spanier. Bei der EM wurde er vollkommen zurecht als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet.
Und Ansu Fati trauen die Verantwortlichen in Barcelona zu, der nächste Messi zu werden. Das Offensivtalent ist jüngster Torschütze der Geschichte des Klubs und

FC Barcelona: La Masia rückt wieder in den Fokus

Vor Messi trugen unter anderem Legenden wie Ronaldinho, Rivaldo, Rómario oder Diego Maradona die prestigeträchtige Rückennummer bei Barça. "Unsere neue Nummer 10, gemacht in La Masia", twitterte Barcelona stolz.
In der Jugendakademie La Masía hat der viermalige Champions-League-Sieger reihenweise Talente zu Superstars geformt. Mit Ansu Fati und García stehen zwei Hoffnungsträger an der Spitze der Spieler, die den Durchbruch aus dem Nachwuchsbereich zu den Profis geschafft haben.
Dennoch reihte sich in der Vergangenheit eine Enttäuschung an die nächste. Bojan Krkic, Christian Tello, Munir, Sergi Semper und zuletzt Charles Aleñá konnten allesamt die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Auch bei Riqui Puig und Óscar Mingueza werden die Zweifel bezüglich eines Durchbruchs immer größer.
In Zukunft wird Barcelona jedoch mehr als je zuvor auf die Kräfte aus dem eigenen Nachwuchs angewiesen sein, wenn der Verein wieder zurück an die Weltspitze will. "Es ist jetzt der Moment, um vermehrt nach La Masía zu blicken und nicht über kostspielige Transfers nachzudenken", macht auch Alberto García deutlich.
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Eric García (FC Barcelona) soll der neue Abwehrchef werden

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FC Barcelona: Barça plant langfristig

Langfristig gesehen kann die Fokussierung auf La Masía sowie der radikale Sparkurs auch positive Auswirkungen haben. Denn während Barça nun unter Präsident Laporta eine neue Route einschlägt, gibt die Konkurrenz das Geld trotz Corona-Pandemie weiter mit vollen Händen aus.
Meister Atlético ließ sich die Dienste von Griezmann, Matheus Cunha (Hertha BSC) und Rodrigo de Paul (Udinese Calcio) Millionen kosten. Auch Erzrivale Real investierte in Eduardo Camavinga (Stade Rennes) und war zudem bereit, knapp 200 Millionen für PSG-Superstar Kylian Mbappé hinzublättern.
Kurzfristig haben die beiden Madrider Vereine Barça sicherlich sportlich den Rang abgelaufen. Aber langfristig kann den Katalanen der harte finanzielle Einschnitt in diesem Transfersommer mit Sicherheit einen Vorteil bringen, wenn nun die richtigen Schritte gezogen werden.
Der Messi-Abgang war der erste Schritt.
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Die Star-Transfers des Sommers: Von ablösefrei bis dreistellig

Quelle: SID

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