Brasilien löst WM-Ticket, Neymar überragt bei Sieg über Paraguay

Rekord-Weltmeister Brasilien hat als erstes Team neben dem automatisch startberechtigten Gastgeber Russland die Fahrkarte zur WM 2018 gelöst. Der Seleção ist nach einem 3:0 (1:0) gegen Paraguay mit 33 Punkten auf der Habenseite bei noch vier ausstehenden Spieltagen in der südamerikanischen WM-Qualifikation der vierte Platz bereits sicher.

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Zwar könnten die fünftplatzierten Argentinier, die nach der 0:2 (0:1)-Demütigung in Bolivien bei 22 Zählern blieben, im Kampf um die vier Direkttickets theoretisch noch am Eliminatorias-Spitzenreiter vorbeiziehen, müssten dafür aber am nächsten Spieltag gegen Uruguay gewinnen.
Die Urus (23), die in Peru überraschend mit 1:2 (1:1) verloren, kämen dann aber ihrerseits nicht mehr an Brasilien heran.

Neymar überragt trotz verschossenem Elfmeter

Dagegen wächst die Euphorie der brasilianischen Fans nach dem achten Eliminatorias-Sieg der Seleção in Folge weiter.
Trotz eines verschossenen Foulelfmeters (53.) überragte Neymar nicht nur wegen der erstmals unter Trainer Tite getragenen Kapitänsbinde und krönte seine Leistung mit dem Treffer zum 2:0 (64.) nach einem Solo über den halben Platz. Liverpool-Legionär Philippe Coutinho (34.) und Marcelo (86.) von Real Madrid steuerten die weiteren Tore bei.
Nach der Partie in São Paulo jubelten Neymar und Co. dann über Perus Schützenhilfe. Zwar hatte Luis Suárez (30.) nach abgelaufener Gelbsperre die Urus in Lima in Führung geschossen, doch der frühere Bundesliga-Star Paolo Guerrero (35.) und Edison Flores (62.) hielten mit ihren Toren den WM-Traum des siebtplatzierten Andenteams (18 Punkte) am Leben.

Prominente Schützen: James, Cuadrado. Alexis Sánchez

Hinter den enteilten Brasilianern zog Kolumbien (24 Punkte) mit einem 2:0 (0:0) bei den auf Rang sechs abgestürzten Ecuadorianern (20) auf Platz zwei vor: es trafen Real Madrids Edelreservist James Rodriguez (20.) und Juan Cuadrado (34.) von Juventus Turin
Auch Chile (23) nutzte den Ausrutscher der Argentinier, die derzeit den Umweg über die Playoffs gegen den Ozeaniensieger nehmen müssten, und kehrte mit einem 3:1 (3:0) gegen Venezuela auf Platz vier zurück.
Den Spaziergang leitete der angeblich von Bayern München umworbene Stürmer Alexis Sanchez (Arsenal) bereits nach vier Minuten ein. Esteban Paredes (7., 22.) legte per Doppelschlag nach, Jose Salomon Rondon (63.) sorgte für das Ehrentor der Gäste.
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