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WM-Qualifikation: Italien hofft nach der 0:1-Play-off-Niederlage gegen Schweden auf ein Wunder
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Publiziert 13/11/2017 um 12:07 GMT+1 Uhr
Erstmals seit 60 Jahren droht eine WM-Endrunde ohne Italien."Vom San Siro fährt der letzte Zug nach Russland ab. Der Heilige Syrus muss ein Wunder bewirken", kommentierte die Sporttageszeitung "Tuttosport" und hofft auf Beistand des Schutzpatrons des Giuseppe-Meazza-Stadions. "Italien darf nicht scheitern, es geht um unsere Ehre", appellierte der "Corriere dello Sport" vor dem Rückspiel am Montag.
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Nach der 0:1-Pleite im Play-off-Hinspiel in Solna gegen Schweden droht dem viermaligen Weltmeister Italien erstmals seit 1958 das Verpassen einer WM-Endrunde und damit eine der größten Blamagen in der Verbands-Historie.
Bundestrainer Joachim Löw hatte die gravierenden Probleme des deutschen Angstgegners nicht unbedingt erwartet:
Den Azzurri sei allerdings vieles zuzutrauen, vor allem zu Hause. "Aber wenn man 0:1 verliert, ist das schon ein gefährliches Ergebnis. Wenn Schweden auswärts ein Tor macht, wird es für die Italiener schwierig", so Löw im ZDF.
Italien vor Apokalypse
Beim ersten Tanz auf der Rasierklinge in Solna leisteten sich die Italiener einen möglicherweise fatalen Fehltritt. "Wenn wir die WM verpassen, käme das einer Apokalypse gleich", hatte Verbandschef Carlo Tavecchio vor dem Spiel gesagt. Inzwischen scheint das schier Undenkbare Realität werden zu können.
Buffon und Co. wirkten verunsichert und nervös, die Schweden um den Leipziger Bundesligaprofi Emil Forsberg waren abgeklärter und entschlossener.
"Hässlich und konfus: Italien, ein Horror! Die Apokalypse ist für die Azzurri nah und Russland noch nie so weit entfernt gewesen", kommentierte die 2Gazzetta dello Sport". Der "Corriere della" Sera wetterte:
Ex-Nationalspieler Andrea Pirlo, Weltmeister von 2006, lästerte über die ehemaligen Kollegen. "Man braucht Qualität, um solche Spiele zu gewinnen. Das sind Partien, in denen du siehst, was richtige Spieler sind", sagte die einstige Mittelfeld-Ikone, die Anfang der Woche ihre Profikarriere beendet hatte.
Ancelotti als Italien-Trainer?
Coach Gian Piero Ventura, der ziemlich ratlos wirkte, steht heftig in der Kritik. Sollte Italien das WM-Ticket verpassen, scheint seine Ablösung unvermeidbar. Auch im Fall eines Sieges gegen die Schweden könnte der Verband an einen Trainerwechsel denken.
Als Kandidaten werden unter anderem der ehemalige Bayern-Coach Carlo Ancelotti sowie Ex-Inter-Trainer Roberto Mancini und Russlands Ex-Coach Fabio Capello gehandelt. Ein Problem sei allerdings das eher geringe Gehalt, das der Verband dem Nationalcoach offerieren kann. Lediglich 1,5 Millionen Euro per annum kann der Verband dem neuen Coach bieten, nicht gerade verlockend für renommierte Fußballlehrer.
Ventura will die Mannschaft gegenüber dem Hinspiel nur geringfügig ändern und von Beginn an den neapolitanischen Stürmer Lorenzo Insigne einsetzen.
Leonardo Bonucci, der bei einem Zweikampf am Freitag gegen den schwedischen Stürmer Ola Toivonen einen Nasenbeinbruch erlitt, wird mit einer Gesichtsmaske von Beginn an spielen.
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