Die deutsche Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick gewonnen.
In der WM-Qualifikation setzte sich die DFB-Elf gegen den bisherigen Tabellenführer Armenien mit 6:0 durch.
Angeführt von den überragenden Leon Goretzka und Serge Gnabry zeigte sich die DFB-Elf deutlich verbessert gegenüber dem Spiel gegen Liechtenstein. Leroy Sane bekam Standing Ovations.
WM-Qualifikation
Schützenfest gegen Armenien: Deutschland wie entfesselt
UPDATE 05/09/2021 UM 20:41 UHR
Außerdem gab es zwei Debütanten. Einer davon traf sogar.

Einzelkritik zu Deutschland - Armenien:

Manuel Neuer: Wurde vor der Partie nachträglich mit Thomas Müller für 100 Länderspiele geehrt. Musste in seiner ersten Aktion zeigen, was ihn in dieser Zeit einzigartig gemacht hat: Seine Fähigkeiten als Libero. Nach dem Seitenwechsel mit zwei kleineren fußballerischen Wacklern. Zu halten bekam er genauso viel wie Bernd Leno gegen Liechtenstein: nichts.
Note: 3
Jonas Hofmann (bis 60.): Kam überraschend für Ridle Baku als Rechtsverteidiger ins Team. Wobei Verteidiger keine passende Beschreibung ist. Flick erwartete sich offensive Impulse und bekam sie. Hofmann schob sehr weit nach vorne und ermöglichte Gnabry so eine sehr freie Rolle. Erzielte per Fernschuss nach einem abgewehrten Eckball sein erstes Länderspieltor. Seinen Doppelpack verhinderte Voskanyan auf der Linie.
Note: 1,5
Niklas Süle: Da das deutsche Pressing sehr gut funktionierte, war für die Innenverteidiger defensiv nicht mehr viel zu tun. Den wenigen Rest räumte Süle gut weg. War im Spielaufbau etwas besser eingebunden als Rüdiger, schob immer wieder mit an und traute sich auch die vertikalen Bälle zu.
Note: 2,5
Antonio Rüdiger: Leistete sich einen Stellungsfehler gegen Sargis Adamyan, den er aber mit seiner Geschwindigkeit im Laufduell gleich selbst wieder korrigierte. Durfte sich in seiner ehemaligen Heimat über Sprechchöre von den Rängen freuen.
Note: 3
Thilo Kehrer: Sollte laut Flick in der Restverteidigung für Stabilität sorgen. Die bekam der Bundestrainer vom PSG-Verteidiger. Bekam aber auch noch offensive Akzente dazu. Sein Kopfball nach vier Minuten streichelte das linke Lattenkreuz.
Note: 2,5
Joshua Kimmich (bis 61.): Musste die Kapitänsbinde wieder an Neuer abgeben. Und auch die Chefrolle im Zentrum wanderte an Goretzka. Konzentrierte sich zunächst auf die einfachen Dinge, verteilte die Bälle kurz und hielt sich mit Vorstößen zurück. Herrlicher Chipball aus dem Zentrum auf Goretzka vor dem 4:0.
Note: 2,5
Leon Goretzka: Der Motor der herausragenden ersten Hälfte Deutschlands. Dynamisch, zweikampfstark, ballsicher. Lieferte in diesen 45 Minuten die Blaupause für einen Box-to-box-Player. Einzig ein Tor fehlte ihm zum optimalen Spiel, bereitete dafür das 1:0 und das 4:0 direkt vor. Machte vor dem 2:0 mit seinem Steilpass das Spiel schnell. Ließ nie nach und brachte durchgehend diese Intensität.
Note: 1

Serge Gnabry

Fotocredit: Getty Images

Serge Gnabry (bis 71.): Wurde bei der EM von Joachim Löw ins Sturmzentrum gefesselt, was schon während des Turniers ein offensichtlicher Fehler war. Gegen Armenien offensiv mit vielen Freiheiten. Kam immer wieder tief, ging dann wieder steil und war von den Armeniern nicht zu greifen. Machte die ersten beiden Treffer. Ein besserer Pass und Werner hätte die Chance zum 3:0 gehabt (28.). Sieben Minuten später machte er das besser und leitete mit einem feinen Zuspiel Reus‘ Treffer ein. Blieb bis zu seiner Auswechslung immer gefährlich.
Note: 1
Marco Reus (bis 61.): Fand vor allem auf halblinks immer wieder Raum für seine Läufe in die Tiefe. Außerdem fand er da auch mit Leroy Sané einen spielstarken Partner für seine Doppelpässe. Scheiterte noch mit seinem ersten Versuch an David Yurchenko (33.), machte dann aber mit einer starken Direktabnahme sein 14. Länderspieltor. Hatte zuvor schon das 2:0 vorbereitet.
Note: 1,5
Leroy Sané (bis 61.): Wackelte einmal links, wackelte einmal rechts und war sofort gut drin in der Partie. Spielte mit dem Selbstvertrauen, das ihm Flick in den Interviews in dieser Woche einzuflößen versucht hatte. Kam mit seinen Dribblings durch und arbeitete auch gut nach hinten. War an vielen Offensivaktionen beteiligt, musste aber ohne Scorerpunkt auskommen. Hatte mit einem Fernschuss an die Latte Pech (22.). Wurde bei seiner Auswechslung mit Standing Ovations verabschiedet.
Note: 2
Timo Werner: Hatte zur Halbzeit schon fast so viele Ballaktionen (16) wie gegen Liechtenstein (18). War wie die gesamte Mannschaft schnell im Spiel und fand in der sehr beweglichen Offensivreihe Platz für seine Läufe. Kam immer wieder in gefährliche Räume, bereitete das 2:0 vor und schoss mit dem 4:0 sein 18. Länderspieltor.
Note: 2
Jamal Musiala (ab 61. für Sané): Traute sich nach seinem guten Auftritt gegen Liechtenstein auch gegen Armenien gleich wieder viel zu. Kam mit seinen Dribblings dieses Mal aber nicht wirklich durch.
Note: 3
Florian Wirtz (ab 61. für Reus): Tanzte mit seiner ersten Aktion im Strafraum Haroyan gleich mal auf dem Bierdeckel aus. Ließ mit geschicktem Zweikampfverhalten und guten Pässen auch weiterhin seine Qualität aufblitzen. Klasse Laufwege und Vorlage zu Adeyemis Treffer.
Note: 2
Ilkay Gündogan (ab 61. für Kimmich): Übernahm Kimmichs Rolle im Zentrum und füllte sie auch ähnlich aus. Sicher im Passspiel und Zweikampf, ohne großes Highlight.
Note: 3
Karim Adeyemi (ab 71. für Gnabry): Zweiter Debütant der Ära Flick. Brauchte etwas, um sich in die Mannschaft einzufinden, setzte einer traumhaften Kombination mit Wirtz kurz vor Schluss aber die Krone auf.
Note: 2,5
David Raum (ab 82. für Kehrer): Dritter Debütant der Ära Flick. Blieb ohne nennenswerte Aktion.
Keine Note
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