Ilkay Gündogan stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Fakt ist, dass das nicht passieren darf. Gefühlt waren sie zweimal vor unserem Tor und haben zweimal getroffen, das ging zu leicht", sagte der Mittelfeldspieler nach der 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den Weltranglisten-65. Nordmazedonien.
Es war erst die dritte Niederlage für eine deutsche Nationalmannschaft in einer WM-Qualifikation. Besonders bitter: Sie passierte ausgerechnet im letzten WM-Qualifikationsspiel von Bundestrainer Joachim Löw, der im Sommer nach der EM aufhört. "Die Enttäuschung ist riesengroß", sagte Löw anschließend und gestand: "Wir haben uns das selber eingebrockt."
Uli Hoeneß, der das Spiel als TV-Experte für "RTL" begleitete, sah dies ähnlich und bemängelte insbesondere die Abwehrleistung: "In der Mitte war die Abwehr heute teilweise sehr offen, beide Tore sind durchs Zentrum gefallen. Da stimmte was nicht."
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Eurosport.de mit den weiteren Stimmen zur Pleite in Duisburg:
Joachim Löw (Bundestrainer): "Die ersten beiden Spiele waren eine gute Basis. Das Ziel waren neun Punkte, dass wir das aus der Hand gegeben haben, haben wir uns selber eingebrockt. Die Enttäuschung ist riesengroß."
"Wir sind riesig enttäuscht nach diesem Spiel, nach dieser Niederlage. Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden. Es war ein Rückschlag. Wir hatten nicht das Tempospiel, nicht die schnellen Ballpassagen. Es gab viele Abspielfehler. Wir haben keine Mittel gegen tief stehende Nordmazedonier gefunden. Wir sind zudem in Konter gelaufen und hatten dabei keinen Zugriff. Wir hatten nicht die Dynamik und Spritzigkeit. Man hatte das Gefühl, dass eine gewisse Müdigkeit vorhanden ist. Das Problem war, dass die einzelnen Spieler zu lange am Ball waren. Das ging zu langsam."
Ilkay Gündogan: "Fakt ist, dass das nicht passieren darf. Gefühlt waren sie zweimal vor unserem Tor und haben zweimal getroffen, das ging zu leicht. Wir hatten Chancen und haben nur ein Tor erzielt. Wir sahen bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Zweimal steht ein Mann in der Mitte völlig frei. Das ist nicht unser Anspruch, und es ist nicht zu erklären. Ich verlasse die Mannschaft mit keinem guten Gefühl. Umso mehr tut es weh, dass zwei Monate nicht viel passieren wird. Wir müssen bis Ende Mai in Topform kommen und uns auf das Turnier vorbereiten."

Gnabry: "Kompliment an Nordmazedonien"

Serge Gnabry: "Erst einmal ein Kompliment an Nordmazedonien, sie haben es uns sehr schwer gemacht. Wir sind, nachdem wir in Rückstand waren, zurückgekommen und hatten eine Riesenchance, haben diese aber nicht genutzt. Und dann kriegen wir noch ein Gegentor. Warum wir die Chancen nicht nutzen, kann ich leider auch nicht beantworten. Wir uns natürlich auch mehr freuen, wenn der Ball drin wäre. Um die EURO mache ich mir aber noch keine, denn sie hat ja noch nicht begonnen."
Uli Hoeneß (TV-Experte bei RTL): "Es ist ganz schwierig zu erklären. Ich habe wirklich gedacht, dass die Mannschaft den Schwung aus den ersten beiden Spielen mitnimmt. In den ersten 20 Minuten war das auch okay. Wenn man schon vorne nichts reinkriegt, dann muss man versuchen, hinten keine Tore zu kriegen. In der Mitte war die Abwehr heute teilweise sehr offen, beide Tore sind durchs Zentrum gefallen. Da stimmte was nicht."
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