Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg in absoluter Topform und kurz vor A-Nationalelf-Debüt

Der Wolfsburger Lukas Nmecha steht im Kreis der Nationalmannschaft vor einem Auftritt in seinem "Wohnzimmer". Auf Vereinsebene könnte es beim 22-Jährigen momentan kaum besser laufen. Besonders unter dem neuen Trainer Florian Kohfeldt läuft Nmecha zu Höchstformen auf: Zwei Tore in den letzten zwei Spielen ermöglichen ihm nun eine erstmalige Nominierung der A-Nationalmannschaft.

Lukas Nmecha befindet sich in herausragender Form

Fotocredit: Getty Images

Das nötige Selbstbewusstsein für die Nationalmannschaft bringt Lukas Nmecha auf jeden Fall mit. "Ich denke immer, dass ich der beste Stürmer bin", sagt der U21-Europameister. Und nun ist er da angekommen, wo er nach eigenem Ermessen auch auf Dauer hingehört: im Kreis der Besten bei der A-Nationalmannschaft. Und die hat - trotz des spürbaren Aufschwungs unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick - bekanntlich ein Problem auf der Mittelstürmer-Position.
Nmecha sei zwar "kein Horst Hrubesch", sagte Flick über den Profi des VfL Wolfsburg, aber er sei "sehr aktiv und kann den Ball gut behaupten". Der 22-Jährige bringe eine "andere, spielerische Art" mit. In seinem Wolfsburger Wohnzimmer könnte Nmecha am Donnerstag (20:45 Uhr im Liveticker) in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein sein Debüt geben. Zumal Flicks Mittelstürmer Nummer eins, Chelsea-Profi Timo Werner, verletzt nicht dabei ist.
Für Nmecha wäre es die Fortsetzung einer phänomenalen Woche mit drei Siegen, drei Toren und dem Anruf von Flick. "Man kann sagen, es war die schönste Woche meines Fußballerlebens", sagte der Deutsch-Engländer, der bei Manchester City ausgebildet wurde. 2017 hatte er bei der U19-EM mit England triumphiert, vier Jahre später schoss er im DFB-Trikot die deutsche U21 mit seinem Siegtreffer im Finale gegen Portugal zum EM-Sieg. Auch im deutschen A-Team hat Nmecha beim ersten Training mit den DFB-Stars bleibenden Eindruck hinterlassen. Er bringe "die körperlichen Voraussetzungen mit", sei "gierig auf Tore" und komme "dem Idealbild" eines Mittelstürmers sehr nahe, sagte Thomas Müller.
Seinen Trikottausch hat Nmecha nicht bereut. "Ich fühle mich hier daheim", sagt der gebürtige Hamburger, um den vor allem der frühere U21-Nationalcoach Stefan Kuntz hart gekämpft hatte. Kuntz verbrachte einst zwei Tage mit der Familie des Angreifers und kam mit zwei Erkenntnissen zurück: Lukas Nmecha trägt künftig den Adler auf der Brust. Und: "Papa Nmecha macht mit die besten Rühreier, die es gibt."
(SID)
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Quelle: Perform

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