Stattdessen forderte er den Kopf von dessen Gegenspielern, den "drei ewig Unzufriedenen": Vize Rainer Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan Osnabrügge.
"Es kann nicht sein, dass das so weitergeht, das ist ein Trauerspiel", polterte Hoeneß bei "RTL" aufs Stichwort - wie zu besten Zeiten als Leiter der Münchner "Abteilung Attacke". Die Verbandsführung streite "wie die Besenbinder. Es geht gar nicht mehr um Fußball, es geht ja nur noch um Posten-Geschacher, Aufwandsentschädigungen, Machtspiele. So kann es nicht weitergehen."
Zugleich kritisierte Hoeneß die geplante Entsendung des früheren Schalker Finanzchefs Peter Peters als DFB-Vertreter in den FIFA-Rat. Peters habe bei den Knappen "nicht gerade gute Arbeit geleistet".
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Hoeneß schlug stattdessen den scheidenden Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge als deutschen Mann bei FIFA und UEFA vor: "Dann hätte die deutsche Fußballwelt den besten Vertreter, den man haben kann. Der hat ein Netzwerk, der ist anerkannt, der ist akzeptiert. Und dann hätte man diese Flanke, nämlich die internationale Vertretung in den Verbänden, geschlossen. Das wäre ein Anfang."
Rummenigge lehnte in der "Bild"-Zeitung am Freitagabend jedoch ab: "Ich stehe für keinen Job beim DFB zur Verfügung." Dieser ist nötig, um in die internationalen Gremien einzuziehen.
Der DFB wies am Freitagnachmittag auf "SID"-Anfrage "die subjektiv motivierten, pauschalen und persönlichen Angriffe zurück", ohne näher auf die vielen Kritikpunkte einzugehen.

Hoeneß: Keller werden "Knüppel zwischen die Beine geworfen"

Doch hat der 65-Jährige überhaupt Interesse? "Ich habe den Karl-Heinz mal vor ein, zwei Monaten darauf angesprochen, da hat er natürlich nicht gesagt, das mache ich sofort. Aber ich glaube, er würde sich da schon geehrt fühlen", so Hoeneß: "Denn das wäre ja seinem sehr guten Ruf auch gerecht. Ich denke, er würde dem deutschen Fußball einen fantastischen Gefallen tun."
Präsident Keller würden von seinen Kontrahenten "nur Knüppel zwischen die Beine geworfen", schimpfte "RTL"-Experte Hoeneß. Gleich zu Beginn von dessen Amtszeit hätten diese seine Kompetenzen beschnitten, "damit sie weiter wursteln können wie sie wollen".
Curtius sei "völlig überfordert", Koch sehe sich als den besseren Präsidenten, und Osnabrügge sei zwar Arbeitsrechtler, könne aber nicht verhindern, dass "die Steuerfahndung beim DFB so oft ein und ausgeht wie ein Briefträger".
Berti Vogts habe Hoeneß diese Woche angerufen, "der war ja auch in einem dieser Gremien und hat dort aufgegeben, weil er gesagt hat: 'Denen geht's ja nicht um Fußball, sondern nur um sich selbst.'"
Hoeneß' Fazit: "Wenn sich da keine Lösung findet, dann wird das nichts mehr."
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(mit SID)

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