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WM-Qualifikation 2026: Konrad Laimer Matchwinner für Österreich, Siege für Topteams England, Frankreich und Portugal
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Update 10/09/2025 um 10:24 GMT+2 Uhr
Österreich hat in der WM-Qualifikation mit 2:1 (0:0) in Bosnien-Herzegowina gewonnen. England bleibt indes unter Thomas Tuchel makellos, und weiß nun zu überzeugen. Beim 5:0 (2:0) in Serbien zeigte das Team im Vergleich zu den zuletzt oft biederen Auftritten eine deutliche Steigerung und gewann auch das fünftes Qualifikationsspiel. Frankreich schlug Island 2:1 (1:1), Portugal die Ungarn 3:2 (1:1).
Jubel bei den Österreichern beim Sieg in Bosnien-Herzegowina
Fotocredit: SID
Die Engländer führen die Gruppe K dank ihrer makellosen Bilanz bei noch drei ausbleibenden Spielen mit sieben Punkten vor Albanien an, Serbien, das ein Spiel weniger absolviert hat, hat acht Zähler Rückstand.
Bayern-Stürmer Harry Kane (33.) hatte sein Team nach einer Ecke von Declan Rice in Führung gebracht, Noni Madueke (35.), Ezri Konsa (52.), Marc Guehi (75.) und Marcus Rashford (90./Foulelfmeter) erzielten die weiteren Treffer. Nikola Milenkovic (72.) sah bei Serbien nach einer Notbremse die Rote Karte.
Trotz der vier Siege aus vier Spielen hatten Tuchel und seine Mannschaft zuletzt immer wieder Kritik einstecken müssen.
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Das jüngste 2:0 gegen Andorra etwa sei "schwer zu ertragen" gewesen, urteilte die Daily Mail. Tuchel gab sich vor der schwierigen Auswärtsreise nach Serbien dennoch entspannt. Der Job als englischer Nationaltrainer sei "ein Traum und eine Herausforderung, die ich mir gewünscht habe", betonte er.
Gegen den vermeintliche stärksten Gegner ihrer Quali-Gruppe zeigten die Engländer dann die überzeugendste Leistung seit Tuchels Amtsantritt zu Beginn des Jahres.
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Harry Kane (England) im Spiel gegen Serbien
Fotocredit: Getty Images
Mit viel Geduld legte sich England den tiefstehenden Gegner zurecht - und schlug dann mit einem Standard und einem fein herausgespielten Treffer eiskalt per Doppelschlag zu. Nach Konsas Treffer kurz nach der Pause war die Partie entschieden, Tuchels Mannschaft spielte die Partie locker zu Ende.
Laimer sichert Österreich den Auswärtssieg
Konrad Laimer hat Österreich zu einem ganz wichtigen Erfolg auf dem Weg zum WM 2026 geschossen. Der Profi von Bayern München erzielte beim 2:1 (0:0) in Bosnien-Herzegowina den Siegtreffer (65.) und sicherte den Österreichern damit den vierten Sieg im vierten Quali-Spiel. Bosnien, das seine erste Niederlage kassierte und ein Spiel mehr als Österreich absolviert hat, liegt aufgrund der besseren Tordifferenz an der Spitze der Gruppe H.
Bereits das 1:0 der Mannschaft von Ralf Rangnick ging auf das Konto eines Bundesligaprofis: Der Dortmunder Marcel Sabitzer (49.) traf sehenswert, doch Bosnien konterte rasch durch Edin Dzeko (50.). Den Ausgleich legte der Stuttgarter Ermedin Demirovic auf, auf Laimers Treffer hatten die Gastgeber dann keine Antwort mehr parat. Wolfsburgs Patrick Wimmer sah in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte (90.+5).
Weil Rangnick nach einer Sprunggelenks-OP im Sommer noch nicht ganz genesen ist, wurde er kreativ. Die Strecken zum TV-Interview und in die Kabine legte der 67-Jährige mit dem Rad zurück. "Der Weg wäre sonst etwas weit gewesen", scherzte er im ORF, sein Fuß "könnte besser sein, aber es geht bergauf."
Österreich und Bosnien liegen bereits fünf Punkte vor den Verfolgern Rumänien und Zypern, die sich im direkten Duell in Nikosia 2:2 (1:2) trennten. Die Rumänen gaben dabei nach einem frühen Doppelpack von Denis Dragus (2./18.) ein 2:0 noch aus der Hand.
Frankreich siegt mit Müh und Not gegen Island
Vize-Weltmeister Frankreich liegt in der Qualifikation weiter auf Kurs. Mit den Münchner Bundesliga-Profis Michael Olise und Dayot Upamecano in der Anfangsformation feierte die Équipe tricolore durch ein 2:1 (1:1) in Paris gegen Island nach Anlaufproblemen im zweiten Ausscheidungsspiel der Europa-Gruppe D den zweiten Sieg. Allerdings hatte der Ex-Champion, der am 10. Oktober (Freitag) erneut in der Seine-Metropole auf Aserbaidschan trifft, in Unterzahl in der Schlussphase bei einem nicht anerkannten Tor der Gäste auch das Glück auf seiner Seite.
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Kylian Mbappé, entscheidet die Partie gegen Island
Fotocredit: Getty Images
Superstar Kylian Mbappe (45., Foulelfmeter) sowie Bradley Bacola (62.) trafen vier Tage nach dem 2:0-Auftakterfolg der Franzosen in Breslau gegen die Ukraine für die Hausherren. Island, das mit einem 5:0 gegen Aserbaidschan in das Rennen um die WM-Tickets gestartet war, hatte mit seinen später ausgewechselten Deutschland-Legionären Ísak Jóhannesson (Köln) und Jón Dagur Thorsteinsson (Hertha BSC) durch Andri Gudjohnsen (21.) das erste Tor des Abends erzielt. Der zweite Treffer des 23-Jährigen in der 88. Minute wurde nach VAR-Beweis wegen eines vorherigen Foulspiels nicht gewertet.
Mbappé, der schon gegen die Ukraine getroffen hatte, leitete mit seinem Strafstoßtreffer noch vor der Pause die Wende zugunsten seines Teams ein. Zuvor war die Mannschaft von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps bei guten Chancen mehrfach an Islands überragendem Torhüter Elias Olofsson gescheitert. Nach der Pause blieben die Gastgeber stärker, mussten aber nach der Roten Karte für Aurélien Tchouaméni (67.) nochmals bis zum Abpfiff um den Sieg zittern.
Ronaldo trifft bei knappem Portugal-Erfolg
Portugal hat auch dank Stürmerstar Cristiano Ronaldo einem Ausrutscher vermieden. Der 40 Jahre alte Kapitän traf beim 3:2 (1:1) in Ungarn per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Portugiesen, die damit auch ihr zweites Spiel in der Gruppe F gewannen.
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Wieder mal treffsicher: Cristiano Ronaldo (r.)
Fotocredit: SID
Für Ronaldo, der auch schon beim Auftaktsieg in die WM-Quali in Armenien (5:0) zuletzt doppelt getroffen hatte, war es im 223. Länderspiel der 141. Treffer. Am Dienstag hatte Barnabas Varga (21.) die Ungarn zunächst aus dem Nichts in Führung gebracht. Bernardo Silva (36.) glich für klar überlegene Portugiesen jedoch noch vor der Halbzeit aus, nach der Pause verwandelte Ronaldo dann einen Handelfmeter.
Erneut war es jedoch Varga (84.), der Ungarn in der Schlussphase zurück in die Partie brachte. Doch Joao Cancelo (86.) traf im direkten Gegenzug doch noch zum Sieg für den Favoriten. Weiterer Gegner der Portugiesen in der WM-Quali ist Irland.
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(SID)
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Nagelsmann spricht von "Hyänen im Busch"
Quelle: Perform
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