Nationalmannschaft: Die Quali-Debakel des DFB-Teams nach der blamablen Slowakei-Pleite - Chronik des Grauens

Das blamable 0:2 (0:1) von Bratislava gegen die Slowakei war die erste Auswärtsniederlage der deutschen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation - im 53. Spiel. Dazukommen drei Pleiten aus 52 Partien in heimischen Gefilden, die von den Zeitgenossen ähnlich apokalyptisch aufgenommen werden, wie das Debakel vom Donnerstagabend. Ein Rückblick auf die schwarzen Stunden des DFB-Teams.

Peinlich! DFB-Elf blamiert sich in der Slowakei

Quelle: Perform

Noch nie verlor eine deutsche Nationalmannschaft ein Auswärtsspiel im Rahmen der WM-Qualifikation - bis gestern. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann blamierte sich zum Auftakt in der Gruppe A beim 0:2 (0:1) gegen die Slowakei bis auf die Knochen.
Durch die klägliche Leistung verpasste die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um Kapitän Joshua Kimmich der Hoffnung auf eine schnelle Wiedergutmachung für die schwachen Auftritte im Final Four der Nations League (1:2 gegen Portugal, 0:2 gegen Frankreich) einen Todesstoß-artigen Dämpfer.
Immerhin: es ist nicht die erste Schlappe des DFB-Teams in der Ausscheidung für die Endrunde einer Weltmeisterschaft. Dreimal ging eine Nationalmannschaft baden und das Zuhause, was bei den Gegnern für Jubelstürme und in den deutschen Medien für Endzeitstimmung sorgte.
Ein Rückblick des Grauens.

Die Premiere

"Blind und dumm Prestige verspielt", wütet der "kicker" nach dem 0:1 gegen Portugal in Stuttgart im Oktober 1985, in der bereits für die WM qualifizierten DFB-Elf habe es "fast nur Versager" gegeben.
Dabei verfügt diese damals über Topspieler wie Toni Schumacher, Andreas Brehme oder Karl-Heinz Rummenigge. Ein Weitschuss-Tor von Carlos Manuel (54.) bringt die Entscheidung.
Teamchef Franz Beckenbauer öffnet verzweifelt die Tür für eine Rückkehr von Bernd Schuster, doch auch ohne den "blonden Engel" wird der "Kaiser" wenige Monate später Vize-Weltmeister.

Die Schande

Der "Mirror" kostet das historische 5:1 der englischen Nationalmannschaft im September 2001 so richtig aus - und veröffentlicht eine Todesanzeige, samt der brennenden Torwarthandschuhe von Oliver Kahn: "Im herzlichen Gedenken an den arroganten, klinischen, Elfmeter verwandelnden, schlichtweg krank machenden deutschen Fußball, der am 1.9.2001 in München verstarb, zutiefst unbetrauert von einer großen Zahl englischer Fans."
Hierzulande ist von "Rudis Reste-Rampe" die Rede, doch Teamchef Völler und sein Team rappeln sich auf und werden kein Jahr später WM-Zweite. England scheitert übrigens im Viertelfinale.
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Die Three Lions spielten sich gegen Deutschland in einen Rausch

Fotocredit: Getty Images

Die Schmach

Die "Bild"-Zeitung nennt es nur noch "peinlich", die "FAZ" fühlt sich zurückversetzt in die "Ära des Rumpelfußballs, Ersatzkapitän Ilkay Gündogan meint konsterniert: "Viele Worte fallen mir gerade nicht ein."
Das 1:2 in Duisburg im März 2021 gegen Nordmazedonien steht sinnbildlich für die bleierne Spät-Ära von Joachim Löw. Symbol der Enttäuschung: Stürmer Timo Werner, der freistehend wenige Meter vor dem Tor das 2:1 verpasst.
Der Lohn: Ein nordmazedonisches Medium bastelt ihm im Schabernack einen Reisepass des Balkanlandes. Löw darf trotzdem noch die EM coachen und scheitert dort im Achtelfinale.

Die Blamage

Bundestrainer Julian Nagelsmann redet am Vorabend noch vom WM-Titel als Ziel, doch dann scheitert seine neu formierte Elf am 4. September 2025 an der Slowakei, der Nummer 52 der Welt.
Es ist die erste Auswärtspleite in der WM-Quali, die Nagelsmann auf mangelnde Emotionalität zurückführt. Doch auch nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage in Serie, ebenfalls ein Novum, will er "nicht alles einstürzen lassen" - am übergroßen Titelziel hält er trotzig fest.
(mit SID)
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Kimmich will flexibel bleiben: Kapitän über Versetzung ins Mittelfeld

Quelle: Perform


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