Bastian Schweinsteiger zerlegt Deutschland nach WM-Qualifikation gegen Slowakei: "Keine deutsche Nationalmannschaft"

Bastian Schweinsteiger zeigte sich ob des blutleeren Auftritts der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei geschockt. Der frühere Nationalmannschaftskapitän und jetzige "ARD"-Experte stellte angesichts der schwachen Leistung der DFB-Elf gar die WM-Qualifikation infrage. "Für mich war das heute keine deutsche Nationalmannschaft", polterte der Weltmeister von 2014 nach dem Spiel.

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Quelle: Perform

Es war eine historische Niederlage, die sich die deutsche Nationalmannschaft beim 0:2 (0:1) in der Slowakei einhandelte. Noch nie zuvor hatte ein DFB-Team in der WM-Qualifikation auswärts verloren.
Grund genug für TV-Experte Schweinsteiger Alarm in Richtung Weltmeisterschaft 2026 zu schlagen. "So musst du froh sein, wenn du dich für die WM qualifizierst", sagte der sichtlich angefressene Ex-Mittelfeldspieler im Gespräch mit Moderatorin Esther Sedlaczek nach der Partie und schob hinterher: "Wenn wir so spielen wie heute, weiß ich nicht, ob wir überhaupt dorthin kommen. Und wenn, kommen wir dort nicht weit."
Anschließend ging Schweinsteiger noch weiter: "Tut mir leid, aber ich habe heute in keiner Minute geglaubt, dass wir das Spiel gewinnen. Wir haben völlig verdient hier verloren. Das war ein harter Rückschlag - ganz klar."
Vor allem die Mentalität der Mannschaft von Julian Nagelsmann bereitete dem früheren Münchner Sorgen: "Wir haben keine Gefahr ausgestrahlt. Die Körpersprache war nach dem 0:1 sofort unten. Keine Widerstandsfähigkeit. Wenn du irgendwas mal gewinnen willst, wenn du von Weltmeisterschaft sprichst, musst du widerstandsfähig sein. Das haben wir überhaupt nicht gezeigt."

Schweinsteiger poltert: "Das geht nicht"

Damit nicht genug: "Ich habe heute keine Gefahr gespürt, habe von der Slowakei viel mehr Entschlossenheit gesehen. Die waren viel galliger, das Spiel zu gewinnen, die Zweikämpfe zu gewinnen. Die wollten das auch, wir wollten vielleicht so ein bisschen drumherum spielen und vorbeikommen. Das geht nicht! Das geht einfach nicht. Du brauchst Entschlossenheit, Gefahr. Das haben wir nicht gehabt."
Besonders Abwehrchef Antonio Rüdiger bekam von Schweinsteiger noch eine mit: "Das hat nichts mit Verteidigen zu tun", analysierte er das Abwehrverhalten des Real-Verteidigers, der bei beiden Gegentoren schlecht aussah.
Ebenfalls ein Dorn in "Schweinis" Auge: das Aufbauspiel der deutschen Mannschaft: "Das dauert zu lang. Da ist keine Vision, keine Kreativität. Wir haben keinen Spieler, der mal einen Ball über 30, 40 Meter spielen kann. So kannst du so eine Mannschaft nicht knacken. Keine Torgefahr, kein Esprit", echauffierte sich der langjährige Nationalspieler, dem vor allem die Enttäuschung der mitgereisten Fans Bauchschmerzen bereitete. "Die Fans haben unsere Mannschaft ausgepfiffen. Das tut mir im Herzen weh."
Vor dem Anpfiff hatte Schweinsteiger Deutschland auf "Stufe 50 von 100 zum WM-Titel" gesehen, nach dem bitter enttäuschenden Auftritt revidierte er knallhart: "So wie wir gespielt haben, sind wir jetzt auf der ersten."
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Quelle: Perform


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