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Deutsche Nationalmannschaft vor Woche der Wahrheit - Julian Nagelsmann nominiert Assan Ouédraogo nach Amiri-Ausfall
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Update 10/11/2025 um 16:03 GMT+1 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft will spätestens nach dem letzten WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei am kommenden Montag das Ticket für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko gelöst haben. Dafür mobilisierte Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz in Wolfsburg alle Kräfte und appellierte an sein Team. Für den Bundestrainer und die DFB-Auswahl steht die Woche der Wahrheit an.
Nagelsmann stellt El Mala und Karl WM-Ticket in Aussicht
Quelle: SID
Julian Nagelsmann chipte den Ball unter dem Jubel der Fans lässig aus 25 Metern ins Tor. Aus den Boxen ballerte der Hit "End of the World" von Miley Cyrus, doch im Wolfsburger AOK Stadion herrschte alles andere als Endzeitstimmung.
Vor dem Showdown in der WM-Qualifikation verbreitete nicht nur der Bundestrainer gute Laune, auch seine Stars begeisterten den Anhang und machten klar: Auf dem Weg zur WM soll und wird jetzt nichts mehr schief gehen.
Auch wenn Nadiem Amiri mit Adduktorenproblemen ausfällt und Nagelsmann in Assan Ouédraogo von RB Leipzig einen weiteren Neuling nachnominieren musste, stellte Rudi Völler unter dem Jubel der Zuschauer klar: "Das sind zwei ganz, ganz wichtige Spiele, wir wollen beide gewinnen und uns als Erster qualifizieren!"
Das war ganz im Sinne Nagelsmanns. Als die Spieler im noblen Ritz-Carlton eintrafen, hatte der Bundestrainer ihnen schon eine klare Ansage gemacht. "Wir müssen die ordentliche Ausgangslage in einen guten Ausgang verwandeln. Das gelingt nur, wenn wir nichts unterschätzen oder auf die leichte Schulter nehmen", sagte er. Passend zu seinem Attacke-Modus trug er eine Trainingsjacke in angriffslustigem Rot.
DFB-Team darf sich kein Ausrutscher erlauben
Mit zwei Siegen im Qualifikations-Showdown am Freitag (20:45 Uhr im Liveticker) in Luxemburg und drei Tage später in Leipzig (20:45 Uhr im Liveticker) gegen die Slowakei hätte die DFB-Auswahl trotz des kapitalen Fehlstarts das direkte Ticket für die XXL-WM 2026 doch noch gelöst - ein Selbstläufer wird es für Nagelsmann aber nicht.
"Wir haben keine weitere Möglichkeit für einen Ausrutscher", betonte er vor dem öffentlichen Training vor rund 4000 Fans am Montagnachmittag. Der große Vorteil sei aber, dass man "nicht von anderen Ergebnissen abhängig" sei.
Erwartungen an Rückkehrer Sané
Die Erwartungen des 38-Jährigen an sein Team sind groß. Rückkehrer Leroy Sané nahm er mit mahnenden Worten zur Begrüßung gleich in die Pflicht. "Er weiß, dass es nicht mehr unzählige Chancen gibt, sich auf Nationalmannschaftsebene zu beweisen, zumindest unter meiner Führung", sagte Nagelsmann.
Mit Sanés Leistungen seit dessen Wechsel zu Galatasaray sei er "noch nicht zu 100 Prozent" zufrieden. Die Nominierung des 29-Jährigen sei auch dem Mangel an Alternativen auf der Außenbahn geschuldet. "Wenn wir auf der Position sechs, sieben Spieler zur Auswahl hätten, hätte er es deutlich schwerer."
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Nagelsmann fordert Leistung von Sané: "Nicht mehr unzählige Chancen"
Quelle: SID
Auch der Kölner Wunder-Bubi Said El Mala profitiert davon. Nagelsmann ist schließlich kein Freund davon, "extrem früh zu hypen und hochzupushen". Der schnelle und abschlussstarke 19-Jährige sei aber "vom Profil einer, von denen wir in Deutschland nicht so viele haben".
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Julian Nagelsmann zählt Leroy Sané an
Fotocredit: Getty Images
Sorgen um Schlotterbeck
Der Bundestrainer versammelte am Montag 25 Mann am Mittellandkanal, die größte Sorge bereitete ihm Nico Schlotterbeck. Nach einem Foul des Hamburgers Jordan Torunarigha sei "der Fuß schon dick geworden", berichtete Nagelsmann: "Das sieht nicht ganz optimal aus."
Dabei wäre der Dortmunder Schlotterbeck in Abwesenheit des weiter verletzten Abwehrchefs Antonio Rüdiger neben Jonathan Tah im Zentrum gesetzt. Auf die Defensivarbeit legt Nagelsmann wie schon bei den Oktober-Länderspielen gegen Luxemburg (4:0) und in Nordirland (1:0) besonderen Wert.
Nagelsmann will Offensiv-Feuerwerk
Doch beim letzten Schritt zur Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada will der Bundestrainer nicht nur "gemeinschaftliches Verteidigen" sehen. Die zuletzt enttäuschende Offensive um Zauberer Florian Wirtz und 90-Millionen-Mann Nick Woltemade soll endlich richtig zünden. "Da müssen wir wieder gefährlicher werden", forderte Nagelsmann. Der Spielvortrag sei "zu langsam" gewesen, dadurch habe man sich "weniger Chancen herausgespielt".
In den Trainingstagen im Schatten der VfL-Arena soll daher für "ein gutes Gleichgewicht zwischen defensiver Stabilität und Offensivpower" gesorgt werden. Dazu werde es "viel Videoanalyse" geben, kündigte Nagelsmann an.
Eine VW-Werksführung soll für etwas Ablenkung sorgen. Ansonsten ist auch ohne die fehlenden Stammkräfte Marc-André ter Stegen, Rüdiger, Jamal Musiala und Kai Havertz das Motto für das große Ziel laut Nagelsmann klar: "Weniger reden, mehr machen!" Schließlich soll bei der Festlegung der WM-Gruppen am 5. Dezember in Washington auch ein Deutschland-Los in der Trommel liegen. Das machte Nagelsmann seinen Spielern klar.
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(SID)
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