WM-Playoffs: Dzeko bei Italien gegen Bosnien im Fokus - Gyökeres und Lewandowski im Duell Schweden gegen Polen

Die WM-Playoffs versprechen Hochspannung und große Geschichten: Italien kämpft gegen den drohenden nächsten Rückschlag und trifft mit Bosnien-Herzegowina um Edin Dzeko auf einen gefährlichen Gegner. Auch im Duell zwischen Schweden und Polen richten sich alle Blicke auf die Torjäger Viktor Gyökeres und Robert Lewandowski, die ihre Teams im Alleingang tragen können.

Edin Dzeko (2.v.l.) schoss Bosnien bei den WM-Play-offs gegen Wales ins Elfmeterschießen

Fotocredit: Getty Images

Während die Squadra Azzurra unter enormem Druck steht, träumt der Kosovo von einer historischen Sensation und könnte erstmals ein großes Turnier erreichen.
Gleichzeitig wartet auf Dänemark eine echte Bewährungsprobe in Prag, wo Tschechien seit Jahren ungeschlagen ist.
Im Duell Schweden gegen Polen sind die Stürmerstars im Fokus. Gleichzeitig bangen die Türkei und Dänemark noch.
Mehrere Topstars stehen im Fokus und für alle Teams geht es um alles: das Ticket zur Weltmeisterschaft. Der "SID" gibt einen Überblick, die Schlaglichter zu den WM-Playoffs.

Generation S

Vor Italiens Endspiel gegen Bosnien-Herzegowina sorgte ein Video für Wirbel. Darin war zu sehen, wie sich die italienischen Nationalspieler über den Sieg Bosniens gegen Wales (4:2 n. E.) freuen. Hochmut? Arroganz? Derartige Vorwürfe stritt die Squadra Azzurra vor dem Duell natürlich ab. Doch die Tageszeitung "La Repubblica" spricht schon von der "Generation S", der Generation "Senza Mondiala", ohne WM also. Schon 2018 (Schweden) und 2022 (Nordmazedonien) scheiterte der viermalige Weltmeister an seiner Favoritenrolle.
"Es ist eine große Nation, und da sie sich für die letzten beiden Weltmeisterschaften nicht qualifiziert haben, stehen sie unter Druck", sagte Edin Dzeko und versuchte, die italienischen Gedankenspiele zu befeuern. Sein Teamkollege Tarik Muharemovic ist sicher: "Zenica wird brennen. Wir fürchten nur Gott." Und eines, das hat Dzeko allen italienischen Nationalspielern ohnehin voraus: Zur "Generation S" zählt der 40-Jährige wahrlich nicht. 2014 war er in Brasilien dabei.

Eine Million Gründe

Der Kosovo erlebt gerade den größten Fußballrausch seiner jungen Geschichte. Für das 4:3 über die Slowakei soll es 500.000 Euro von der Regierung geben, bei einem weiteren Sieg dürfte eine Million Euro in die Mannschaftskasse fließen. So lautet der Plan von Finanzminister Hekuran Murati auf "Facebook". Doch für den Kosovo um Hoffnungsträger Fisnik Asllani geht es um viel mehr als Geld, dem noch jungen Land winkt ein beispielloser Erfolg. Noch nie war die Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM oder -EM in der Endrunde vertreten. Der Staat gründete sich aus dem Zerfall Jugoslawiens, hatte 2008 seine Unabhängigkeit erklärt und ist erst seit 2016 Mitglied in den internationalen Fußballverbänden FIFA und UEFA.
Doch die Favoritenrolle obliegt der Türkei mit Emporkömmling Arda Güler. Seit dem dritten Platz 2002 - damals mit Hakan Sükürs Rekordtreffer nach 10,8 Sekunden - wartet das Land sehnsüchtig auf eine WM-Rückkehr. Behält das Team von Trainer Vincenzo Montella in Pristina die Nerven?

Tormaschinen

Zu sagen, dass das WM-Ticket in Solna eher an zwei rechten Füßen als an den Teamleistungen hängt, wäre falsch - und doch sind beim Duell Schweden gegen Polen alle Augen auf die Tormaschinen Viktor Gyökeres und Robert Lewandowski gerichtet.
Der eine, Arsenal-Stürmer Gyökeres, schoss seine Schweden mit einem Dreierpack gegen die Ukraine (3:1) quasi im Alleingang ins entscheidende Duell. Der andere, Altstar Lewandowski, leitete gegen Albanien die Wende zum 2:1-Sieg ein - Polens Rekordtorschütze traf per Kopf. Das WM-Ticket hängt eben an mehr als zwei rechten Füßen.

Festung

Wie schwer die Aufgabe für die dänische Nationalmannschaft in Prag wird, offenbart die tschechische Heimspielbilanz. 17 Spiele in Serie ist das Team um den Leverkusener Stürmer Patrik Schick vor dem eigenen Anhang ungeschlagen. Die letzte Heimniederlage datiert aus dem September 2022 (0:4 gegen Portugal). "Das sagt einiges über die Qualität des Gegners aus, der uns erwartet", sagte Nationaltrainer Brian Riemer: "Das müssen wir sehr ernst nehmen."
Gleich sieben Bundesliga-Profis könnten am Dienstagabend in Prag zum Einsatz kommen. Die Schlüsselrollen kommen Schick und Wolfsburgs Mittelfeld-Regisseur Christian Eriksen zu. Knackt Dänemark die Festung Prag?
(SID)
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Quelle: Eurosport


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