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WM-Playoffs: Türkei kämpft gegen Kosovo um erste WM-Teilnahme seit 24 Jahren - Calhanoglu und Güler im Fokus
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Publiziert 30/03/2026 um 17:11 GMT+2 Uhr
Die Türkei steht kurz vor der Rückkehr auf die große Fußballbühne: Erstmals seit 24 Jahren winkt die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Im entscheidenden Playoff-Duell gegen den Kosovo ruhen die Hoffnungen auf Kapitän Hakan Calhanoglu und Top-Talent Arda Güler. Doch auch der Gastgeber träumt von Historischem. Noch nie war Kosovo bei einem großen Turnier dabei, die Euphorie ist riesig.
Hakan Calhanoglu (l.) und Arda Güler (r.) wollen die Türkei im Spiel um die erste WM-Teilnahme seit 2002 gegen den Kosovo zum Sieg führen
Fotocredit: Getty Images
Hakan Calhanoglu hat schon einiges in seiner Karriere erlebt - doch da ist dieser eine Traum, den er sich bislang noch nicht erfüllen konnte. "Mein einziges Ziel ist es, als Kapitän an der Weltmeisterschaft teilzunehmen", sagte der 32-Jährige, dieser Meilenstein sei alles, was ihm mit der türkischen Nationalmannschaft noch fehle.
Der ehemalige Bundesliga-Profi sehnt sich nach der ganz großen Bühne - und trägt mit seinem Team die Hoffnungen einer ganzen Nation auf den Schultern.
Seit 24 Jahren wartet die Türkei auf ihre WM-Rückkehr, das Ende dieser ewigen Durststrecke ist jedoch in Sicht. Mit einem Sieg im Fadil-Vokrri-Stadion am Dienstag (20:45 Uhr im Liveticker) gegen Gastgeber Kosovo wäre Calhanoglu und Co. das Ticket für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sicher.
Nur "noch ein letztes Spiel", schrieb der Mittelfeldspieler von Inter Mailand auf "Instagram", "um die Sehnsucht, die wir seit 2002 haben, zu stillen".
Türkei setzt auf neue Generation
Damals, als die Mannschaft um Starstürmer Hakan Sükür erst im Halbfinale am späteren Weltmeister Brasilien scheiterte und dann das Duell mit Co-Gastgeber Südkorea um Platz drei für sich entschied, kickte Calhanoglu noch in der Jugendmannschaft von Waldhof Mannheim. Nun, mehr als zwei Jahrzehnte später, kann er das Erbe von Spielern wie Sükür und Torhüter Rüstü Recber antreten.
Die Erwartungen an die Mannschaft, gespickt mit jungen Talenten wie Arda Güler und Kenan Yildiz, sind vor dem Finale der Qualifikation enorm. "Das ist die beste Generation, die die Türkei jemals hatte", erklärte der ehemalige Nationalspieler Erdal Keser im "kicker"-Interview. An ein mögliches Scheitern will der frühere Dortmunder Stürmer kaum denken. "Es wäre wirklich eine große Enttäuschung, wenn das nun auf den letzten Drücker nicht mehr klappt", sagte der 64-Jährige.
Kosovo will Geschichte schreiben
Doch Keser hat vor dem Duell mit dem Kosovo "ein sehr gutes Gefühl", auch wenn man den Gegner nicht unterschätzen dürfe, immerhin wäre auch für diesen eine WM-Teilnahme "das Allergrößte" - um genau zu sein sogar historisch. Noch nie hat die Nation, die erst seit 2016 FIFA-Mitglied ist, an einer EM oder WM teilgenommen.
Nach dem 4:3 gegen die Slowakei im Halbfinale der Playoffs ist die Euphorie dementsprechend groß. Das Final-Stadion in Pristina fasse zwar nur 13.000 Zuschauer, sagte der deutsche Trainer Franco Foda dem "kicker", "aber wenn es möglich wäre, würden sicherlich 100.000 kommen".
Güler bringt Hoffnung vor entscheidendem Spiel
Als Extra-Motivation hatte die Regierung um Ministerpräsident Albin Kurti im Falle einer Qualifikation sogar eine Prämie in Höhe von einer Million Euro ausgelobt, doch der WM-Traum allein ist dem ehemaligen Bundesliga-Profi Foda und seinem Team schon Antrieb genug. Nun wolle man "auch die letzte Hürde nehmen", betonte der 59-Jährige.
Das gilt auch für die Türkei, die dank eines brillanten Assists von Güler beim Erfolg gegen Rumänien (1:0) weiter hoffen darf. "Die WM ist unser großes Ziel", betonte der Youngster von Real Madrid, "und wir werden alles dafür geben."
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(SID)
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