Nationalmannschaft: Joachim Löw erzählt von mentalen Problemen nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014

Ex-Bundestrainer Joachim Löw hat zehn Jahre nach dem WM-Triumph tiefe Einblicke in sein Seelenleben nach dem Final-Sieg gegeben. "Es ist schwer zu beschreiben, aber ich wollte alleine sein und ich habe mich auf einer Toilette eingeschlossen, weil in der Kabine waren auch überall Leute, aber ich wollte fühlen. Ist das wirklich alles so passiert oder ist das nur ein Traum", sagte Löw der "ARD".

Joachim Löw

Fotocredit: Getty Images

In der Zeit nach dem vierten WM-Triumph des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stellte sich das erwartete Glücksgefühl bei Löw nicht richtig ein.
"Ich wollte irgendwie alleine sein, aber mit dem Alleinsein habe ich mich logischerweise auch schwer getan. Sagen wir mal, meine Stimmung war nicht so auf dem Höhepunkt wie ich es vorher gedacht hätte, wenn Du die WM gewinnst, das hätte ich so nie erwartet", sagte Löw, der sich nach Sardinien zurückzog und mit Problemen kämpfte.
"Nachts bin ich häufig aufgewacht. Situationen, die mir im Kopf rumgingen. Schlecht geschlafen und dann eben von innen heraus diese Müdigkeit und Schwere. Es kam alles zusammen und es war - muss ich ganz ehrlich sagen - nach ein paar Tagen keine so ganz einfache Zeit für mich."
Die "ARD" lässt mit einer vierteiligen Dokuserie den WM-Sieg gegen Argentinien (1:0 n.V.) durch das Tor von Mario Götze noch einmal aufleben.
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(SID)
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Quelle: Perform


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