Paris Saint-Germain - letzte Chance gegen Borussia Dortmund im Halbfinale? Warum PSG die Zeit davonzulaufen droht

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Paris Saint-Germain hat nur noch ein Ziel: den Titel in der Champions League. Die Ausgangslage vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Borussia Dortmund ist knifflig, und doch ist klar: Es ist wohl der letzte Anlauf mit Kylian Mbappé und damit für lange Zeit die größte Chance auf die Krone. Coach Luis Enrique reagiert indes dünnhäutig auf die Frage nach dem möglichen Scheitern. Der Druck auf PSG steigt.

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Quelle: Perform

Wer am Tag vor dem Spiel einen Platz auf das Trainingsgelände des PSG-Campus warf, sah dort eine Mannschaft, die sich bestens gelaunt auf den Showdown gegen Borussia Dortmund (Dienstag ab 21:00 Uhr im Liveticker) vorbereitete. Passend dazu schien die Sonne vom Pariser Himmel.
Womit wir bei der aus Sicht von Paris Saint-Germain unerfreulichen Möglichkeit wären, dass der Klub auch in dieser Saison vergeblich versucht, den ersten Champions-League-Titel zu holen.
Genau danach wurde Luis Enrique auf der Abschlusspressekonferenz von einem Journalisten aus Spanien befragt - und schon schoben sich dunkle Wolken vor die Sonne.
"Das ist eine sehr spanische Frage, ganz in ihrem Stil", echauffierte sich der PSG-Trainer über den Pressemann. Das sei so typisch, so negativ.
Die Debatte, was passieren würde, wenn der Verein auch im 16. Anlauf die Krone verpasst, wollte der 53-Jährige gleich im Keim ersticken.

PSG-Dilemma: 750 Millionen Euro und kein CL-Titel

Wohlwissend, dass die finanzstarken Eigentümer (Qatar Sports Investments) und die Fans genau danach gieren. Seit dem verlorenen Endspiel 2020 gegen die Bayern (0:1) gab Paris mehr als 750 Millionen Euro (!) für neue Spieler aus, allein für diese Saison wurden mehr als 450 Millionen lockergemacht.
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Quelle: Perform

Und doch will es einfach nicht klappen mit dem Titel. In den vergangenen drei Jahren waren andere Schwergewichte wie Manchester City (Halbfinale 20/21), Real Madrid (Achtelfinale 21/22) und Bayern (Achtelfinale 22/23) einen Tick schwerer. Auffällig: In diesen sechs Partien kassierte PSG fünf Niederlagen und erzielte ganze drei Tore.

Abhängig von Mbappé - letzte Chance für PSG

Nun also Dortmund - und schon wieder blieb das Starensemble von der Seine im ersten Spiel ohne eigenen Treffer (0:1). Dabei rennt die Zeit, denn der vielleicht beste Fußballer Europas wird dem Verein im Sommer wohl den Rücken kehren: Kylian Mbappé. Die Abhängigkeit des Teams von den irrwitzigen Fähigkeiten des 25-Jährigen ist frappierend.
Im Achtelfinale gegen Real Sociedad (2:0, 2:1) erzielte er drei von vier Toren, im Viertelfinal-Rückspiel gegen Barcelona (4:1) führte er PSG per Doppelpack ins Halbfinale. Insgesamt hat Mbappé nach 45 Pflichtspielen in dieser Saison wettbewerbsübergreifend 43 Treffer und zehn Assists angesammelt.
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Teenager Lamine Yamal (l.) gegen Kylian Mbappe

Fotocredit: SID

Der wohl bevorstehende Wechsel zu Real Madrid nährt den Verdacht: Es ist die letzte Chance für Paris Saint-Germain für sehr lange Zeit, die Königsklasse zu gewinnen. Mbappé hatte beim Hinspiel in Dortmund nicht seinen besten Tag, die Extraklasse des Weltmeisters von 2018 war aber nicht zu übersehen. Stichwort Pfostenschuss, Stichwort Traumpass auf Ousmane Dembélé. Trotzdem musste der Superstar in den französischen Medien als Sündenbock herhalten.

Enrique parliert: "On va gagner"

Was unweigerlich dazu führte, dass Enrique am Tag vor dem Rückspiel mit der Frage konfrontiert wurde, wie er denn gedenke, Mbappé im Parc des Princes besser zur Geltung zu bringen. Ihm sei klar, dass die Presse gerne über den Angreifer sprechen wolle, dabei sei die Sache aber "doch ganz einfach", versetzte der Coach. Es gehe darum, auf die Besonderheiten jeder Partie zu reagieren und mit einer kompakten Teamleistung dafür zu sorgen, dass die Stürmer die Bälle in den gefährlichen Räumen bekommen.
All das teilte Enrique in seiner spanischen Muttersprache mit. Eine Ausnahme aber machte er: "On va gagner", wir werden gewinnen, betonte der Trainer. Frei nach dem Motto: Wenn man nur fest genug daran glaubt, wird es auch so kommen. "Das ist der einzige Satz, den ich auf Französisch kenne. Es ist der einzige Satz, den ich mag", schob Enrique nach.

PSG-Coach fordert Offensivstars zum Verteidigen auf

Natürlich gab der Spanier seinen Profis konkrete Anweisungen mit auf den Weg. "Wir müssen besser verteidigen als in Dortmund. Der Fokus ist offensiv wie defensiv zu 100 Prozent nötig. Auch die besten Spieler der Welt müssen verteidigen", erläuterte Enrique und forderte damit vor allem Mbappé, Rechtsaußen Dembélé und Linksaußen Bradley Barcola dazu auf, ihren Teil zur Defensivleistung beizutragen. Es sei zudem wichtig, "bereit zu sein, wenn es schlecht läuft und wir das Spiel drehen müssen".
Und falls es ganz dick kommt und das Endspiel am 1. Juni in Wembley ohne Paris Saint-Germain stattfindet? "Geht das Leben weiter, die Sonne wird wieder aufgehen", versicherte Enrique. Bloß keine negativen Schwingungen entstehen lassen, schon gar nicht, wenn sie von der Presse kommen. Sicher nicht die schlechteste Herangehensweise an die bis dato wichtigste Partie der Saison.
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Quelle: Perform


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