Bastian Schweinsteiger: Warum Jamal Musiala in der deutschen WM-Startelf einen Stammplatz braucht
Bastian Schweinsteiger hat im Hinblick auf den deutschen WM-Kader für Katar ein flammendes Plädoyer für Jamal Musiala gehalten. "Für mich gehört er ganz klar immer in die erste Elf, weil er Fähigkeiten mitbringt, die wir so nicht haben in der Nationalmannschaft", sagte der Weltmeister von 2014 im Gespräch mit "Sport1". Dazu sprach Schweinsteiger über die Idealbesetzung in der Innenverteidigung.
Bayern-Stars Sanße, Musiala, Müller (v.l.n.r.)
Fotocredit: Imago
Jamal Musiala begeistert beim FC Bayern München mit überragenden Leistungen im Wochen-Rhythmus. Mit gerade einmal 19 Jahren ist der offensive Mittelfeldspieler schon nicht mehr wegzudenken beim Rekordmeister. Eine Feststellung, die sich nach Ansicht von Bastian Schweinsteiger eins zu eins auf das Nationalteam übertragen lässt.
"Mich beeindruckt sehr, wie stark er auch gegen den Ball ist. Er gewinnt die Bälle in der Defensive und dribbelt dann nach vorne. Er kann drei, vier Spieler ausspielen mit einer Aktion, etwas Besonderes machen, Tore schießen und vorbereiten", umriss der 38-Jährige die große Bandbreite des Youngsters.
Musiala gehöre daher auch in der DFB-Auswahl "immer in die erste Elf". Man darf annehmen, dass Gareth Soutgate dieser Aussage zustimmen würde. Der englische Nationalcoach ist ein großer Bewunderer des Bayern-Profis - und stinksauer.
"Wir hatten ihn bei uns mit Jude (Bellingham, A.d.R.) in unserer U16 spielen. Sie wissen, wie sehr wir versucht haben, ihn zu halten. Er hat aber beim FC Bayern mit acht deutschen Nationalspielern trainiert, die die Gelegenheit hatten, ihn zu beeinflussen. Das ist eine Schande", polterte Southgate und spielte damit auf die Tatsache an, dass Musiala auch für England hätte auflaufen können, sich aber für Deutschland entschied.
Dort ist er nun einer der Hoffnungsträger für die WM-Endrunde im November und Dezember. Hansi Flick weiß, dass er mit Musiala ein Ass im Ärmel hat. Gedanken muss sich der Bundestrainer noch über die Verteilung der Rollen in der Innenverteidigung machen.
Schweinsteiger: "Das sind meine Favoriten für die Innenverteidigung"
Geht es nach Schweinsteiger, liegt die Lösung auf der Hand. Innenverteidiger wie Nico Schlotterbeck und Antonio Rüdger würden "unglaublich viel mitbringen", so der ehemalige Nationalspieler. "Das sind meine zwei Favoriten für die Innenverteidigung." Und Mats Hummels? "Er hat eine unglaubliche Erfahrung und eine sehr gute Spieleröffnung", lobte Schweinsteiger.
Ob der 33-Jährige aber zur WM mitfahre, liege "an Mats selbst" und daran, "wie er in den nächsten Wochen spielt". Darüber hinaus wird Niklas Süle noch ein Wörtchen mitreden, wenn die Plätze verteilt werden.
Insgesamt glaube er nicht, "dass wir Titelfavorit sind", so Schweinsteiger. "Dafür haben andere Mannschaften besseren Fußball gespielt. Aber wir sind eine Mannschaft, die jeden schlagen kann."
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