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WM 2022: England geht nach Frankreich-Spiel auf Schiedsrichter Sampaio los - "Ein Witz, Note 6!"
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Publiziert 11/12/2022 um 21:05 GMT+1 Uhr
England scheiterte bei der WM 2022 knapp im Viertelfinale an Frankreich (1:2). Am Tag nach der Pleite rückt vor allem der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio in den Fokus, der den Three Lions in mehreren Situationen nicht unbedingt Vorteile verschaffte. "Er ist ein Witz von einem Schiedsrichter", kritisierte Gary Neville. Auch Harry Maguire und Jude Bellingham grantelten.
WM 2022: Harry Maguire, Jude Bellingham und Phil Foden (v.l.) diskutieren mit Wilton Sampaio - England vs. Frankreich
Fotocredit: Getty Images
Einen Tag nach der 1:2-Niederlage gegen Frankreich im Viertelfinale der WM 2022 beschäftigt England immer noch die Leistung von Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio (Brasilien).
"Er ist ein Witz von einem Schiedsrichter. Ich sage nicht, dass das der alleinige Grund für Englands Niederlage war, aber er ist einfach ein schlechter Schiedsrichter, Note sechs", schäumte "Sky"-Experte Gary Neville, selbst von 1995 bis 2007 Nationalspieler und von 2012 bis 2016 Co-Trainer der Three Lions.
Neville thematisierte vor allem die Szene vor dem 1:0 der Franzosen (Aurelién Tchouaméni, 17.), der ein ungeahndetes Foulspiel von Frankreichs Dayot Upamecano an Bukayo Saka vorausgegangen war. "Das ist eine einfache Entscheidung. Er kickt sein Bein weg - wie kann das kein Foul sein", fragte sich der 47-Jährige.
Später übersah Sampaio ein weiteres Foul von Upamecano an Harry Kane an der Strafraumgrenze (25.). "Es gab drei oder vier solcher Situationen, in der er den Ball gar nicht kriegen kann", kritisierte Neville die Nachsichtigkeit Sampaios mit dem Bayern-Innenverteidiger: "Er war einfach nur schlecht, absolut furchtbar, ein Schocker."
Abwehrspieler Harry Maguire war ebenso angenervt. "Wirklich schlecht, sehr schlecht. Es gab fünf, sechs Fouls in den ersten 15 Minuten, er hat nicht eine Gelbe Karte gegeben", meinte der Spieler von Manchester United zur "BBC". Er könne gar nicht in Worte fassen, "wie schlecht seine Leistung war. Ich will nicht mehr sagen, sonst kriege ich noch eine Geldstrafe."
Bellingham und Maguire kritisieren Schiedsrichter
In dieselbe Kerbe schlug auch Jude Bellingham. Sampaios Niveau sei "nicht auf der Höhe" eines solchen Spiels gewesen, fand der 19-Jährige von Borussia Dortmund.
"Es gab einige Fouls in der ersten Halbzeit rund um den Sechzehner, die er einfach nicht gepfiffen hat. Und wir sind einfach tödlich bei Standards, das hätte schon den Unterschied machen können", sagte er "ITV".
Nun muss sich England erneut mit einem bitteren Aus bei einem großen Turnier auseinandersetzen. Allerdings könne man aus der Leistung Mut schöpfen, betonte Neville. "Ich denke, die Leistung gestern war richtig gut. Es kam an Ende nur auf kleine Unterschiede, Details an", sagte der ehemalige ManUtd-Verteidiger.
Neville zufrieden: "Top-Level gegen einen Klasse-Gegner"
Frankreich sei favorisiert gewesen, England habe das Spiel aber mehr als offen gestaltet. Dass Harry Kane einen Elfmeter verschoss, der das 2:2 bedeutet hätte (84.), "kann in einem Fußballspiel passieren. Ich denke, dass die Leistung fantastisch war, auf einem Top-Level gegen einen Klasse-Gegner."
Es fühle sich deshalb "nach einer verpassten Chance an", meinte Neville weiter. Er könne verstehen, wenn sich die Spieler am Sonntag schlecht fühlen. Man könne einfach nicht sagen, wann sich die nächste realistische Möglichkeit auf einen WM-Sieg ergebe - für Spieler wie Jordan Henderson (32) sei es vielleicht schon die letzte Chance gewesen.
Allerdings habe England bei Weltmeisterschaften auch schon schlechter ausgesehen.
Neville: "Unsere technischen Fähigkeiten werden immer besser, unser Glaube wächst ebenso. Früher gab es Turniere, die wurden regelrecht seziert, aber diesmal ist das nicht nötig. Es ist eine verpasste Chance, die Jungs werden wirklich niedergeschlagen sein, aber nicht, weil sie dem Gegner heillos unterlegen waren und das ist der Unterschied."
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