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WM 2022 - Hugo Sánchez sicher: Spanien hat absichtlich verloren und damit Deutschland ausscheiden lassen
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Publiziert 02/12/2022 um 16:00 GMT+1 Uhr
Die spanische Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel bei der WM gegen Japan verloren (1:2). Deutschland schied somit trotz des eigenen Sieges gegen Costa Rica (4:2) aus. Hugo Sánchez, Ex-Profi von Real Madrid, erkennt darin bei den Spaniern ein taktisches Kalkül. Bei "ESPN" meinte der 64-Jährige, er sei sich sicher, dass Luis Enrique Gruppenzweiter werden wollte, um Brasilien zu umgehen.
Luis Enrique (l.) im Gespräch mit Jordi Alba
Fotocredit: Getty Images
"Das kann ich Ihnen versichern. Ich war nicht dabei, ich kann mich nicht in Luis Enrique hineinversetzen, aber er wird über die Strategie nachgedacht haben, um Brasilien im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen", erklärte Sánchez, der von 1985 bis 1992 bei den Königlichen gespielt hatte.
Es habe zwar ein gewisses Risiko gegeben, selbst auszuscheiden, aber der ehemalige Stürmer ist überzeugt: "Sie gingen dieses Risiko ein."
Durch die Niederlage, die auch durch ein umstrittenes Tor der Japaner herbeigeführt wurde, zogen die Spanier als Gruppenzweiter ins Achtelfinale ein.
Dort wartet in der vermeintlich leichteren Turnierhälfte nun Marokko (Dienstag, 16:00 Uhr im Liveticker). Im Viertelfinale könnte man unter anderem auf Portugal treffen.
Enrique gibt zu: "Haben darüber nachgedacht"
Als Gruppensieger hätte der nächste Gegner im Achtelfinale Kroatien geheißen. In der Runde der besten Acht wäre zudem schon ein Duell mit Top-Favorit Brasilien möglich gewesen. Der spanische Nationaltrainer Enrique betonte auch nach dem Spiel vehement, dass Platz zwei nicht das Ziel war: "Ich bin nicht glücklich. Wir haben uns qualifiziert, aber ich hätte es bevorzugt, die Gruppe als Erster zu beenden. Es hat sich vieles verändert im Turnier dadurch - aber ich habe gar nichts zu feiern."
Auch vor dem Spiel hatte der Coach klargestellt: "Wir haben darüber nachgedacht. Aber stellen Sie sich vor, wir wollen Zweiter werden, wir erreichen die 90. Minute und es steht 0:0 in den beiden Spielen, und in der 95. Minute, 15 Sekunden vor Schluss, treffen Japan und Costa Rica beide. Dann hast du gezockt und bist raus." Laut Sánchez seien von Trainern aber keine anderen Aussagen zu erwarten. "Wir Trainer werden es nie sagen, wir werden nie sagen: 'Ich habe uns besiegen lassen'", meinte der Mexikaner.
Tatsächlich standen die Spanier nach der zwischenzeitlichen 2:1-Führung von Costa Rica gegen Deutschland selbst kurzzeitig vor dem Vorrunden-Aus. Durch den Sieg der DFB-Elf wurde dieses Schreckensszenario noch abgewendet. Japan zog als Gruppenerster ins Achtelfinale ein, Deutschland schied aus.
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