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WM 2022 in Katar: Titelverteidiger Frankreich dreht Spiel und feiert klaren Sieg gegen Australien
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Publiziert 22/11/2022 um 22:02 GMT+1 Uhr
Titelverteidiger Frankreich ist mit einem standesgemäßen 4:1 (2:1)-Erfolg gegen Australien in die WM 2022 in Katar gestartet. Allerdings gerieten Les Bleus zunächst durch Craig Goodwin (9.) in Rückstand. Adrien Rabiot (27.), Olivier Giroud (32., 71.) und Kylian Mbappé (68.) sorgten mit ihren Treffern aber für den klaren Sieg des Weltmeisters im Al-Janoub-Stadion von Al-Wakrah.
Frankreichs Kylian Mbappé (l.) jubelt im Spiel gegen Australien
Fotocredit: Getty Images
Mit Spannung wurde der Auftritt des amtierenden Weltmeisters in der Gruppe D gegen Australien erwartet. Dieses Gruppenspiel gab es bereits bei der WM vor vier Jahren, damals mit dem besseren Ende für die Franzosen und besagtem Titel am Ende des Turniers.Die von einigen Verletzungen geplagten Franzosen gingen offensiv ins Spiel und wurden prompt von den Australiern geschockt.
Nach nicht einmal zehn Minuten landete ein langer Ball auf dem rechten Flügel bei Mathew Leckie, der seinen Gegenspieler überrumpelte und einen weltklasse Querpass auf Craig Goodwin am langen Pfosten spielte. Goodwin stürmte mit vollem Tempo heran und donnerte den Ball aus wenigen Metern hoch in die Maschen - Australien war plötzlich in Führung gegen den Favoriten (9.).
Um ein Haar hätten die Australier fast noch nachgelegt, doch ein satter Vollspannschuss aus über 25 Metern von Mathew Duke strich nur Zentimeter am Torwinkel vorbei (22.).
Danach wachte Frankreich auf und wurde spürbar stärker. So dauerte es nur wenige Minuten, ehe Adrien Rabiot per Kopf den Ausgleich für Les Bleus besorgte (27.). Nach einer Ecke eroberten die Franzosen den zweiten Ball, die Zuordnung in der australischen Defensive stimmte nicht und Rabiot köpfte aus kurzer Distanz ein.
Fünf Minuten später war Rabiot auch an der Führung beteiligt. Nach einem riskanten Ballverlust von Nathaniel Atkinson im Aufbauspiel schnappte sich Rabiot den Ball und bediente Olivier Giroud in der Mitte, der wenig Mühe hatte, aus etwa zehn Metern ins leere Tor einzuschieben (32.).
Damit war das Feuer der Franzosen entfacht, Antoine Grizemann und Kylian Mbappé vergaben gleich zwei dicke Chancen gegen Ende der ersten Hälfte. Griezmanns Schuss aus etwa 20 Metern verfehlte knapp die kurze Ecke (42.), Mbappé dagegen vergab sogar aus kürzester Distanz und setzte einen Volley völlig freistehend über die Querlatte (44.). Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Australien beinahe noch der Lucky Punch, doch ein Kopfball von Jackson Irvine prallte nur an den Außenpfosten (45.+1).
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Olivier Giroud jubelt mit seinen Teamkollegen - Frankreich vs. Australien
Fotocredit: Getty Images
Nach der Pause setzte Frankreich sein Offensivspiel fort, von den Socceroos dagegen war bis auf unermüdliche Zweikämpfe wenig zu sehen. Nach gut einer Stunde schaltete der Weltmeister dann nochmals einen Gang nach oben, wogegen bei den Australiern zunehmend die Kräfte schwanden. Zunächste rettete Aziz Behich noch auf der Linie gegen einen Schuss von Griezmann (66.), aber nur zwei Minuten später war dann Mbappé zur Stelle, der am Fünfmeterraum mit leichter Unterstützung durch den Innenpfosten zum 3:1 per Kopfball traf (68.).
Kurze Zeit später vollendete Frankreich den nächsten Doppelschlag. Dieses Mal wurde Mbappé zum Vorbereiter, nachdem er seinen Gegenspieler im Sprint stehen ließ und in die Mitte flankte. Dort stand Giroud im Rücken der Abwehr bereit und köpfte unbedrängt zum 4:1 Endstand ein.
In der Folge verwaltete der Weltmeister das Ergebnis. In der Schlussphase konnte sich Australiens Keeper Mathew Ryan nochmals mit einer starken Parade gegen Marcus Thurams Kopfball auszeichen (90.), danach war das Ergebnis amtlich.
Frankreich präsentierte sich nach einigen Startschwierigkeiten am Ende souverän, die Socceroos schnupperten eine halbe Stunde lang an der Sensation, hatten letztendlich aber zu wenig spielerische Mittel gegen den Favoriten.
Die Stimmen:
Olivier Giroud (Frankreich): "Nach dem schwachen Auftakt können wir mit dem Endergebnis zufrieden sein. Wir haben schnell auf den Rückstand reagiert, das ist gut für die Moral. Aber nächstes Mal müssen wir von Anfang an wach sein."
Mathew Leckie (Australien): "Die Chancen und die Energie waren am heutigen Tag da für uns. Aber speziell das schnelle Flügelspiel der Franzosen hat uns Probleme bereitet und dann haben wir in den entscheidenden Momenten nicht aufgepasst. Aber es gibt noch zwei weitere Spiele und sechs Punkte zu holen, darauf konzentrieren wir uns jetzt."
Graham Arnold (Nationaltrainer Australien): "Die Qualität der Franzosen hat den Unterschied gemacht. Es gibt Gründe, wieso sie hier als Titelverteidiger zur Weltmeisterschaft kommen. Wir haben gut begonnen, aber insgesamt waren sie schneller, stärker und größer als wir. Die Jungs haben alles gegeben, ich kann ihnen nichts vorwerfen. Dieses Spiel ist verloren, aber es ist gut, dass Dänemark und Tunesien unentschieden gespielt haben. In der Gruppe ist noch alles möglich."
Der Tweet zum Spiel:
Der Fluch der Champions? Seit Brasilien vor 60 Jahren konnte kein Team mehr seinen WM Titel verteidigen - Frankreich zeigte sich heute unbeeindruckt von diesem Omen und siegte am Ende souverän mit 4:1.
Das fiel auf: Frankreich dreimal per Kopf
Auch wenn Mbappé & Co heute ein ums andere Mal mit schnellen Dribblings wirbelten - erfolgreich waren die Franzosen an diesem Abend vor allem durch Flanken und Kopfbälle und erzielten auf diese Weite drei von vier Treffern.
Die Statistik: 51
Olivier Giroud erzielte mit dem 4:1 seinen 51. Treffer für Frankreich und egalisierte damit den bisherigen Rekord von Thierry Henry.
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Quelle: SID
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