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WM 2022: FIFA-Präsident Gianni Infantino kann sich irgendwann auch Nordkorea als WM-Ausrichter vorstellen
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Publiziert 22/11/2022 um 15:56 GMT+1 Uhr
FIFA-Präsident Gianni Infantino kann sich vorstellen, eine WM zumindest in Teilen in Nordkorea auszutragen. Laut "The Athletic" erklärte der Schweizer auf einer FIFA-Pressekonferenz kurz vor WM-Beginn in Katar: "Vor einigen Jahren bin ich nach Nordkorea gereist, um die Nordkoreaner zu fragen, ob sie bereit wären, gemeinsam mit Südkorea einen Teil einer Frauen-Weltmeisterschaft auszurichten."
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Quelle: Perform
"Ich war natürlich nicht erfolgreich, aber ich würde noch 100 Mal hinfahren, wenn es helfen würde", meinte Infantino und fügte an: "Nur Engagement kann echte Veränderungen bewirken. Wir sind eine globale Organisation und wollen eine Organisation bleiben, die die Welt eint."
Die FIFA sei schließlich "eine globale Fußballorganisation. Wir sind Fußballer, keine Politiker, und wir wollen die Menschen zusammenbringen. Jedes Land kann eine Veranstaltung ausrichten. Wenn Nordkorea etwas ausrichten möchte ..."
Diese Aussagen dürften für viele Fans angesichts der bereits umstrittenen Vergabe nach Katar und dem Interesse Saudi-Arabiens an der WM-Ausrichtung 2030 für weiteres Unverständnis sorgen.
Aufgrund der schwierigen Menschenrechtslage und der totalitären Führung in Pjöngjang unter Kim Jong-un wäre ein Turnier in Nordkorea weltweit wohl kaum zu vermitteln.
Infantino hat Bitte an ausländische Fans
Bisher richtete Nordkorea kein internationales Fußball-Event aus. Nachbar Südkorea war hingegen zusammen mit Japan Gastgeber der Männer-WM 2002. Mit Blick auf Katar, das im Moment vor allem wegen Verstößen gegen LGBTQ- und Frauenrechte Negativschlagzeilen macht, hatte Infantino zudem eine Bitte an ausländische Fans und Medien.
"Wir leben in der gleichen Welt, wir müssen zusammenleben. Wir müssen einander verstehen, aber auch begreifen, dass wir unterschiedlich sind, mit unterschiedlichen Überzeugungen, unterschiedlicher Geschichte, unterschiedlichem Hintergrund. Und wir müssen miteinander auskommen", erklärte der FIFA-Boss: "Wenn Sie hierher kommen und etwas Falsches sehen, sagen Sie es, aber sagen Sie bitte auch, wie wir es korrigieren können, damit wir vielleicht helfen können."
Zuletzt hatte es schon Zwischenfälle mit walisischen Fans gegeben, die mit Hüten in Regenbogen-Farben, einem Symbol der LGBT+-Community, von Sicherheitspersonal gestoppt wurden. Auch das Tragen der "One-Love"-Binde durch europäische Nationalmannschaftskapitäne, darunter Manuel Neuer, wurde auf Druck der FIFA kurzfristig zurückgenommen.
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Quelle: Perform
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