WM 2022 - Lionel Messi feiert Pokalübergabe in arabischem Gewand - Schweinsteiger übt Kritik an Inszenierung

Bastian Schweinsteiger hat Kritik daran geübt, dass Lionel Messi vor der Pokalübergabe beim Finale der WM 2022 ein traditionelles arabisches Gewand übergestreift wurde. "Da nimmt man dem Spieler einen ganz großen Moment", sagte der Weltmeister von 2014 in der "ARD": "Ich glaube auch nicht, dass Messi darüber glücklich ist." Auch sein argentinischer Landsmann Pablo Zabaleta verurteilte die Aktion.

Lionel Messi (Argentinien) mit Gianni Infantino

Fotocredit: Getty Images

Es ist das Bild, das um die Welt geht. Lionel Messi reckt den WM-Pokal in den Nachthimmel von Lusail - endlich!.
Nach vier misslungenen Anläufen krönte sich der siebenmalige Ballon-D'or-Gewinner in Katar zum Weltmeister und veredelte seine sagenhafte Karriere. In einem dramatischen Finale der WM 2022 gewannen seine Argentinier schließlich nach Elfmeterschießen 7:5 (3:3, 2:2, 2:0) und holten nach 1978 und 1986 zum dritten Mal in der Historie den Titel.
Aber auf dem Foto mit dem goldenen WM-Pokal ist der Kapitän der Argentinier in einen Bischt, den ihm Emir Tamim bin Hamad Al Thani unmittelbar vor der Pokalübergabe umgehängt hatte, gehüllt. Dabei handelt es sich um ein traditionelles Kleidungsstück auf der arabischen Halbinsel. Heute wird der Bischt hauptsächtlich zu besonderen Anlässen getragen.
Bastian Schweinsteiger übte nach der Zeremonie im Lusail Iconic Stadium Kritik an der Aktion. "Ich fand das nicht gut. Da nimmt man dem Spieler einen ganz großen Moment", sagte der Weltmeister von 2014 in der "ARD".

Schweinsteiger: "Glaube nicht, dass er glücklich ist"

Auch Messis Landmann Pablo Zabaleta war nach der Pokalübergabe irritiert. "Warum?", fragte der 37-Jährige und schimpfte: "Es gibt keinen Grund, das zu tun."
Denn das weiß-blaue Trikot der Argentinier war unter dem Gewand nur noch zu erahnen. "Man spielt Fußball, um den Pokal im Trikot deines Heimatlandes in die Luft zu strecken", erklärte Schweinsteiger, der vor acht Jahren selbst den WM-Pokal in den brasilianischen Nachthimmel von Rio de Janeiro stemmte.
"Ich glaube auch nicht, dass er darüber glücklich ist. Die Aktion war in meinen Augen nicht gelungen."
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Lionel Messi reckt den WM-Pokal in die Höhe

Fotocredit: Getty Images

Auch Lineker übt Kritik

Gary Lineker, der frühere englische Nationalspieler, bezeichnete die Inszenierung in der "BBC" sogar "in gewisser Weise beschämend, dass sie Messi in seinem argentinischen Trikot verdeckt haben."
Auch im Internet brandete Kritik auf. "Wenn man künftig Bilder sieht, wie Messi seinen größten Triumph feiert, wird man ihn nicht im Nationaltrikot sehen. Das Trikot in dem und für das er gekämpft hat", merkte ein User an.
Messi ließ sich derweil nichts anmerken und nahm den Bischt an. Es sind Bilder, die bleiben werden.

Die Netzreaktionen zu Messis Gewand

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