WM 2022: Neymar Jr. lässt Zukunft in Brasiliens Nationalmannschaft offen - Superstar nach Elfer-Drama aufgewühlt

Brasiliens Superstar Neymar hat nach dem bitteren Aus im WM-Viertelfinale gegen Kroatien seine Zukunft in der Nationalmannschaft offengelassen. "Es ist ein schlechter Moment, darüber zu sprechen", sagte er nach dem 2:4 im Elfmeterschießen am Freitagabend: "Ich bin noch zu aufgewühlt. Jetzt davon zu sprechen, dass es mein Ende war, ist ein bisschen voreilig. Aber ich will auch nichts garantieren."

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Quelle: MagentaTV

Neymar nahm in Katar mit Brasilien an seiner dritten Weltmeisterschaft teil, er wartet weiter auf den wichtigsten Titel im Fußball.
Die Mannschaft galt spätestens nach einer starken Gruppenphase und dem überzeugenden Achtelfinale gegen Südkorea (4:1) eigentlich als einer der großen Favoriten.
Im Viertelfinale gegen Kroatien erzielte Neymar nun in der Verlängerung die Führung (105.), es war sein 77. Treffer in der Nationalmannschaft - gemeinsam mit Ikone Pelé ist er nun Rekordtorschütze der Seleção.
Bruno Petkovic (117.) glich allerdings für Kroatien aus, das im Elfmeterschießen die besseren Nerven hatte.

Nationaltrainer Tite nimmt Abschied

Nun beginnt in Brasilien eine neue Ära - ohne Neymar? Auf jeden Fall ohne Nationaltrainer Tite, der noch am Freitag wie angekündigt nach sechs Jahren abtrat. "Das ist das Ende meiner Zeit, ich halte mein Wort. Wir sollten kein Drama daraus machen". erklärte der 61-Jährige.
Er sei "stolz" auf die Leistungen seiner Mannschaft in Katar. Für das unerwartet frühe Scheitern sei er der "Hauptverantwortliche", führte Tite aus: "Es geht nicht um Held oder Bösewicht - das ist Fußball, manchmal gewinnen wir, manchmal verlieren wir." Man müsse nun "willig sein, unsere Trauer zu teilen". Bereits im Februar hatte er seinen Rückzug zum Vertragsende am 31. Dezember angekündigt.
"Ich werde nicht lügen, ich werde nur bis zum Ende der WM bleiben", hatte er damals gesagt. 2016 übernahm er als Nationaltrainer die Nachfolge von Dunga und schaffte bei der Seleção nach Flavio Costa (1944 bis 1955) die zweitlängste Amtszeit. Bei Weltmeisterschaften scheiterte Tite mit der Mannschaft sowohl 2018 als auch 2022 im Viertelfinale, den einzigen Titel gab es 2019 bei der Copa America.
Gespräche mit potenziellen Nachfolge-Kandidaten will der brasilianische Verband erst ab Januar führen.
(SID)
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