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Rudi Völler neuer Sportchef der deutschen Nationalmannschaft - DFB-Expertenrat empfiehlt Ex-Fußballer
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Publiziert 19/01/2023 um 19:56 GMT+1 Uhr
Rudi Völler wird zum 1. Februar Sportchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) folgte der Empfehlung seines externen Expertenrats, der diese wie erwartet nach seiner Sitzung am Donnerstag aussprach. Der 62 Jahre alte Völler wird damit in einem Teilbereich zum Nachfolger von Ex-Geschäftsführer Oliver Bierhoff, der nach dem WM sein Rücktritt bekannt gab.
Rudi Völler - Bayer Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
"Nach vielen tollen Jahren bei Bayer 04 Leverkusen kehre ich dorthin zurück, wo ich schon als Teamchef wunderbare Zeiten erleben durfte. Meine neue Aufgabe bei der Nationalmannschaft gehe ich deshalb mit Dankbarkeit, Leidenschaft und großer Motivation an", sagte Völler.
"Mit Rudi Völler haben wir gemeinsam die optimale Besetzung für die nächsten 20 Monate gefunden", so DFB-Präsident Bernd Neuendorf: "Rudi Völler ist einer der Größten im deutschen Fußball. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und blicke optimistisch auf die Euro 2024."
Völler, Weltmeister von 1990, der nach der vergangenen Saison seinen Posten als Sport-Geschäftsführer beim Bundesligisten aus Leverkusen aufgegeben hatte, kehrt zum DFB zurück.
Im Jahr 2000 übernahm der gebürtige Hesse die damals ebenfalls am Boden liegende Nationalmannschaft und führte sie zwei Jahre später als Teamchef ins WM-Finale. 2004 trat Völler nach dem EM-Vorrundenaus von dem Amt zurück.
Völler soll Aufbruchsstimmung erzeugen
Die Aufgabe des früheren Torjägers und Publikumslieblings soll in erster Linie sein, in den rund 500 Tagen bis zur Heim-EM 2024 eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Völler soll die Entfremdung zwischen Fans und Nationalelf überwinden, für die Bierhoff verantwortlich gemacht wird.
Zudem soll er als Gesicht der DFB-Auswahl die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und damit den angeschlagenen Bundestrainer Hansi Flick sowie die heftig kritisierten Profis aus der Schusslinie nehmen.
Wer die restlichen administrativen Aufgaben Bierhoffs inklusive Akademie-Management, Trainerausbildung, und Nachwuchsförderung übernehmen soll, ist noch offen. Den genauen Zuschnitt dieses Arbeitsfeldes erarbeitet derzeit ein internes DFB-Gremium mit Generalsekretärin Heike Ullrich an der Spitze.
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Rudi Völler
Fotocredit: Eurosport
Völler lässt Tätigkeit bei Bayer ruhen
Während seiner Zeit als Sportchef des DFB wird Völler seine Tätigkeiten bei Bayer Leverkusen ruhen lassen. Dies teilten die Rheinländer am Freitagmorgen mit.
Demnach übt der 62-Jährige während seines DFB-Engagements weder seine Rolle als Klub-Botschafter noch seine Mitgliedschaft im Gesellschafterausschuss bei der Werkself aus.
"Ich habe mich nach dem Ausscheiden aus dem operativen Geschäft auch in meinen neuen Funktionen gerne für unseren Klub engagiert und möchte das weiterhin tun", sagte Völler: "Doch die Aufgabe beim Deutschen Fußball-Bund verlangt jetzt meine volle Konzentration."
Werner Wenning wünschte ihm als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von Bayer 04 "für diese herausfordernde und wichtige Aufgabe beim Verband eine glückliche Hand und viel Erfolg". Völler hatte nach der vergangenen Saison seinen Posten als Sport-Geschäftsführer in Leverkusen aufgegeben.
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(SID)
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