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WM 2022 - Saudi-Arabien gelingt Sensation gegen Argentinien: Lionel Messi und Co. blamieren sich zum Auftakt
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Publiziert 22/11/2022 um 13:07 GMT+1 Uhr
Titelfavorit Argentinien hat sich zum Auftakt in die WM 2022 blamiert. Die Mannschaft um Lionel Messi verlor in Lusail gegen Saudi-Arabien 1:2 (1:0). Der Superstar von PSG hatte die Albiceleste früh vom Punkt in Führung geschossen (10./FE), doch in der zweiten Halbzeit drehte der krasse Außenseiter die Begegnung. Saleh Al-Shehri (48.) und Salem Al-Dawsari (53.) sorgten für die Sensation.
Martínez nach WM-Blamage bedient: "Es lag an unseren Fehlern"
Quelle: MagentaTV
Argentinien gegen Saudi-Arabien schien eines der WM-Duelle zu sein, in denen die Rollenverteilung nicht klarer sein könnte. Argentinien reiste als Copa America-Sieger 2021 und einer der großen Favoriten nach Katar an, auf Seiten des Teams von der arabischen Halbinsel wäre man wohl schon mit Platz drei in der Gruppe C wunschlos glücklich.
So gestaltete sich zunächst auch die Partie. Direkt in der zweiten Minute hätte Lionel Messi,der in seinem wohl letzten großen Turnier unbedingt endlich den Weltmeistertitel erringen will, dem Spiel die Richtung aufzeigen können, seinen Abschluss aus knapp 16 Metern konnte Keeper Al-Owais jedoch noch zur Seite abwehren.
Doch der argentinische Rekordnationalspieler und -torschütze machte es wenig später besser: Nachdem Al-Buhaili zuvor Leandro Paredes im Sechzehner zu Boden gerissen hatte, verwandelte Messi den fälligen Elfmeter ganz cool ins linke Eck (10.).
Saudi-Arabien zeigte zwar eine beherzte und konzentrierte Vorstellung, diese konnte jedoch nicht über die erheblichen fußballerischen Defizite hinwegtäuschen. So störten in der Entstehung zu Messis Flachschuss (23.), Martinez' Lupfer (29.) sowie seinem vermeintlichen Treffer in der 35. Minuten jeweils nur wenige Zentimeter, um die Führung auszubauen - der VAR korrigierte in allen drei Fällen eine vorausgegangene Abseitsstellung.
Dadurch war theoretisch noch alles drin für die Saudis, faktisch nicht so wirklich. Damit rechneten zur Halbzeitpause zumindest wohl alle Fußballfans.
Dass dem nicht so war, machte Saleh Al-Sheri in der 48. Minute deutlich: Nach einem Steckpass durch die Mitte ließ der Außenstürmer mit seinem Tempo Christian Romero alt aussehen und platzierte den Ball aus spitzem Winkel perfekt im rechten unteren Eck.
Doch das sollte noch nicht alles sein. Nur fünf Minuten später ließ Salem Al-Dawsari mit einem Haken Rodrigo de Paul aussteigen und schlenzte den Ball aus halblinker Position unnachahmlich ins rechte Kreuzeck (53.) - Spiel gedreht!
Da die Albiceleste in der zweiten Halbzeit offensiv alles schuldig blieb, reichte hochengagiertes Verteidigen mit ganz viel Herzblut aus, um die erste WM-Sensation perfekt zu machen. Nach Schlusspfiff feierten die Spieler Saudi-Arabiens verdientermaßen jubelnd ihre Sensation.
Die Stimmen zum Spiel:
Lionel Scaloni (Trainer Argentinien): "Bei der WM hast du keine Zeit, Fehler zu machen. Und so war das heute. Vielleicht kam es zum schlechtesten Zeitpunkt. Aber wir werden zurückkommen und den Kopf oben behalten. Wir denken so wie vor dem Spiel. Wir waren angeblich der Favorit. So ist das bei der WM. Wenn wir gewonnen hätten, hätten wir auch morgen das Mexiko-Spiel vorbereitet. Dieses Spiel ändert nichts an unserer Analyse."
Hervé Renard (Trainer Saudi-Arabien): "Heute standen die Sterne für uns günstig. Vergessen Sie aber nicht, dass Argentinien ein tolles Team ist. Sie haben 36 Spiele nicht verloren, sind Südamerika-Meister und haben großartige Spieler. Aber das ist Fußball. Manchmal können verrückte Dinge passieren. Wir haben saudische Fußball-Geschichte geschrieben. Das wird für immer bleiben. Aber wir müssen auch nach vorne schauen. Wir haben noch zwei Spiele vor uns."
Lautaro Martínez (Argentinien): "Wir haben das Spiel aufgrund unserer Fehler verloren, vor allem in der zweiten Halbzeit. Es gibt Details, die den Unterschied ausmachen, und wir müssen Fehler korrigieren. In der ersten Halbzeit hätten wir mehr als ein Tor erzielen sollen, aber das ist eine Weltmeisterschaft und jetzt haben wir noch zwei Endspiele."
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Martínez nach WM-Blamage bedient: "Es lag an unseren Fehlern"
Quelle: MagentaTV
Der Tweet zum Spiel:
An Erfahrung mangelte es Argentinien nicht, doch die Sensations-Pleite konnten auch die Routiniers nicht abwenden.
Das fiel auf: Al-Owais der Held des Spiels
Nachdem der saudische WM-Keeper Nummer 1 im Vorfeld erhebliche Kritik erntete, da es ihm als zweitem Torwart bei Al-Hilal an Spielpraxis mangelt, ließ der 31-Jährige heute alle Kritiker verstummen. Ob mit dem Fuß gegen argentinisches Pressing, im Strafraumverhalten bei den vielen Hereingaben der Gauchos oder auf der Linie: Al-Owais war zu jedem Zeitpunkt zur Stelle und an der richtigen Position. Mit fünf Paraden und unheimlicher Souveränität in seinen Aktionen avancierte der lange Belächelte zum WM-Held.
Die Zahl zum Spiel: 36
So viele Spiele hatte die argentinische Nationalmannschaft vor diesem ersten WM-Duell nicht mehr verloren. Sowohl in der südamerikanischen WM-Qualifikation als auch auch in der Copa America und dem Finalissima blieb man ungeschlagen. Die letzte Niederlage datierte vom 2. Juli 2019 gegen Brasilien.
Gegner in diesen drei Jahren waren u.a. erneut die Selecao, Italien, Kolumbien und Chile. Doch nach einer, besonders im zweiten Durchgang, absolut enttäuschende Vorstellung setzte es am heutigen Tag nach über drei Jahren eine Niederlage gegen die Underdogs aus Saudi-Arabien. Dabei schockiert fast weniger, dass es passiert ist - sondern eher, in welcher Art und Weise es geschah.
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(SID)
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Spieler im Fokus: Jamal Musiala - der Zauberer von der Isar
Quelle: Perform
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