Timo Werner verpasst die WM in Katar: Das sind die Optionen im Angriff für Bundestrainer Hansi Flick
Am Donnerstagabend war es offiziell: Timo Werner wird die anstehende Weltmeisterschaft in Katar verletzungsbedingt verpassen. Für Bundestrainer Hansi Flick war die Bestätigung, dass seine präferierte Option für die Position des Mittelstürmers nicht zur Verfügung stehen wird, eine Hiobsbotschaft. Der ehemalige Bayern-Coach muss nun kurzfristig umplanen. Das sind die Werner-Alternativen.
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Quelle: Perform
Taras Stepanenko war untröstlich, als er von Timo Werners WM-Aus erfuhr.
"Ich bin zutiefst erschüttert. Es tut mir sehr leid, dass er nicht nach Katar fahren kann", sagte der Kapitän von Schachtjor Donezk im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". Er ergänzte: "Ich hoffe, dass er möglichst rasch auf die Beine kommt. Es macht mich wahnsinnig traurig, was passiert ist."
Der ukrainische Nationalspieler hatte Werner am Mittwoch bei einem Zweikampf am Sprunggelenk getroffen, tags darauf vermeldete RB Leipzig die Diagnose: Syndesmosebandriss, wochenlange Pause.
"Ich habe in meiner Karriere noch nie einen Spieler verletzt. Ich kann nur betonen, dass ich nicht die geringste Absicht hatte, Werner Schaden zuzufügen. Es schmerzt mich, dass ich einen Kollegen um einen so großen Traum gebracht habe", erklärte der reumütige Stepanenko weiter. Warme, aufrichtige Worte.
Doch nicht nur für Stepanenko und die Roten Bullen, auch für Bundestrainer Hansi Flick kam die Verkündung einer Hiobsbotschaft gleich. "Diese Nachricht ist ganz bitter. Für Timo persönlich tut es mir sehr leid, weil er die WM verpasst, die er unbedingt spielen wollte", sagte Flick und schob nach: "Timos Ausfall ist ein herber Verlust. Wir wünschen ihm, dass er schnell wieder fit wird."
Werner ist in der Regel unter dem ehemaligen Bayern-Coach gesetzt, seit Flicks Amtsübernahme kam der ehemalige Stuttgarter in 13 von 15 möglichen Partien zum Einsatz, elfmal davon von Beginn an. Dabei erzielte Werner acht Treffer.
Der 26-Jährige war offenkundig die A-Lösung für die Position des Mittelstürmers, dementsprechend muss Flick seine Pläne für die anstehende Weltmeisterschaft in Katar umstellen. An Alternativen für die Rolle an vorderster Front mangelt es nicht.
Das sind Flicks Optionen:
Thomas Müller (33/FC Bayern)
Der Bayern-Star hat in der DFB-Elf, aber auch in München schon einige Male an vorderster Front ausgeholfen. Die Lieblingsposition von Müller ist dies aber beileibe nicht. Er fühlt sich mit seiner unorthodoxen Spielweise in einer Rolle hinter einer echten Spitze am wohlsten. Dort kann Müller auch der Mannschaft am meisten geben. Seit Wochen ist Müller jedoch angeschlagen.
Kai Havertz (23/FC Chelsea)
Der Profi vom FC Chelsea hat unter Flick schon einige Male in der Spitze agiert - mit Licht und Schatten. Auch der frühere Leverkusener ist kein klassischer (Strafraum-)Stürmer. Havertz verfügt nicht über Werners Tempo und Geradlinigkeit, doch mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten und seiner Eleganz kann Havertz in der deutschen Offensive dennoch ein wichtiger Faktor werden.
Nickas Füllkrug (29/Werder Bremen)
Der Bremer empfiehlt sich seit Wochen für einen Platz im WM-Kader von Flick. Mit neun Toren ist der bullige Angreifer bester deutscher Schütze und sogar bester Torjäger der Liga. Als Joker, der mit seiner Wucht und Kaltschnäuzigkeit ein Spiel noch drehen kann, könnte er dem DFB-Team etwas geben. Problem: Mit seinen 29 Jahren hat Füllkrug noch keine einzige Minute in einem internationalen Wettbewerb gespielt.
Youssoufa Moukoko (17/Borussia Dortmund)
Jahrelang war Youssoufa Moukoko das Wundertalent im deutschen Fußball, er schien seinen Altersgenossen in allen Jugendteams körperlich um Jahre voraus zu sein. Er könnte Flick mit einer gewissen jugendlichen Leichtigkeit etwas Besonderes bieten. Nachdem der 17-Jährige zunächst Probleme im "Männerfußball" hatte, spielte er sich beim BVB zuletzt durchaus in den Fokus.
Lukas Nmecha (23/VfL Wolfsburg)
Nmecha wäre ein echter Mittelstürmer. Allerdings hat der 23-Jährige den Beweis internationaler Klasse noch nicht erbracht, auch wenn ihm in 20 Spielen für die U21 zwölf Tore gelangen - im A-Team traf er in sieben Einsätzen keinmal. Selbst in der Liga tritt Nmecha nicht besonders auffällig auf. In dieser Saison erzielte er erst drei Tore.
Außenseiter
Auch ohne Werners Verletzung gilt der deutsche Sturm schon länger als Problemzone von Flick. Neben den fünf bereits Genannten wurde in den letzten Wochen über viele Alternativen heiß diskutiert. Diese haben aber allenfalls Außenseiterchancen wie Kevin Volland (30, AS Monaco) oder Mergim Berisha (24/FC Augsburg) bzw. mutmaßlich keine Chancen wie Simon Terodde (34/ Schalke 04) oder Hany Mukhtar (27/Nashville SC).
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(mit SID)
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Quelle: Perform
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