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Verbesserungen in Katar durch die Fußball-WM? Thomas Hitzlspergers Hoffnung hält sich in Grenzen
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Publiziert 15/11/2021 um 00:54 GMT+1 Uhr
Die Kritik an der Menschenrechtssituation in Katar hält an und nicht viele glauben an einen Wandel in dem Golfstaat durch die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022. Auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat wenig Hoffnung, dass sich in Katar nachhaltig etwas ändert. Über eine Sache würde sich der Vorstandsboss des VfB Stuttgart in Katars Stadien aber freuen.
Thomas Hitzlsperger kann sich mit der WM in Katar nicht anfreunden
Fotocredit: Getty Images
Der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat der Erzählung von einem Wandel der Menschenrechtssituation in Katar durch die Austragung der WM im Winter 2022 widersprochen. "Meine Hoffnung auf Verbesserung hält sich in Grenzen", sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesligisten VfB Stuttgart dem Fachmagazin "kicker" (Montagsausgabe).
Zwar werde es dem Weltverband FIFA "nicht schwerfallen, vier Wochen lang Bilder zu zeigen, die den Eindruck von Fortschritt vermitteln", aber an eine "nachhaltige Verbesserung allein durch eine WM glaube ich nicht".
Als mahnendes Beispiel nannte Hitzlsperger die Endrunde vor drei Jahren: "Russland ist nach der letzten WM auch nicht demokratischer und liberaler geworden."
Anfang Oktober hatten DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Interimspräsident Peter Peters ihre Haltung gegen einen Boykott der WM im Wüstenstaat bekräftigt. "Wir werden nach Katar fahren, ein Boykott spielt für uns keine Rolle. Und dann werden wir uns überlegen, was wir vor Ort ansprechen und welche Aktivitäten wir starten, um weiter positiv einzuwirken", hatte Bierhoff der "Funke Mediengruppe" gesagt. Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International lehnt einen Boykott ab.
Hitzlsperger plädiert für Regenbogenflaggen in den Stadien von Katar
Die Argumentation, dass sich Katar durch die WM-Austragung und die damit verbundene Aufmerksamkeit langfristig wandelt, bezeichnete Hitzlsperger als "die alte diplomatische Idee von Wandel durch Annäherung".
Der 39-Jährige fände es ehrlicher, "wenn man knallhart sagt: Die arabische Welt ist ein wichtiger Markt mit potenten Sponsoren, sie haben eine Top-Bewerbung abgegeben, also spielen wir da."
"Begrüßenswert" findet Hitzlsperger das Vorhaben, während der Endrunde die Regenbogenflagge in den Stadien zu erlauben. "Wenn schon die WM in Katar stattfindet, dann muss sich die FIFA diesen Diskussionen eben stellen. Und genauso der Staat Katar."
Das Emirat, das in Form einer absoluten Monarchie regiert wird, gilt als streng islamisch, beispielsweise ist Homosexualität in dem Golf-Staat verboten.
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(SID)
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