WM 2026 - Curaçao-Keeper Eloy Room stellt gegen Ecuador mit 15 Paraden in regulärer Spielzeit neuen Rekord auf

Eloy Room wächst über sich hinaus und schreibt WM-Geschichte mit dem kleinen Karibikstaat Curaçao. Der Keeper sicherte dem krassen Außenseiter nicht nur den ersten Punkt in einer WM-Endrunde überhaupt, sondern stellte dabei mit 15 Paraden in der regulären Spielzeit auch einen neuen Rekord auf. Nach der Partie wurde der 37-Jährige vom Team gefeiert und den Emotionen übermannt.

Curaçao-Held scherzt nach Rekord: "Brauche eine Statue"

Quelle: Perform

Nach seinen 15 Heldentaten für die Ewigkeit sank Eloy Room auf die Knie und starrte ungläubig in den Nachthimmel von Kansas City. Seine Mitspieler zerdrückten ihn beinahe inmitten des Jubels, bei den Fans flossen Tränen der Freude.
Und am Ende eines Abends für die WM-Geschichtsbücher tanzte der Torhüter, der sich auf Curaçao unsterblich gemacht hat, sogar noch mit dem niederländischen Königspaar, das vom Spiel der Niederlande gegen Schweden (5:1) eiligst aus Houston angereist war, durch die Kabine.
Room darf behaupten, dass ihn Lionel Messi einst nach seinem Trikot fragte, doch von diesem historischen 0:0 gegen Ecuador wird er künftig wohl zuallererst erzählen.
Der 37-Jährige, der den Ball gegen das DFB-Team (1:7) siebenmal aus dem Tor geholt hatte, lieferte "das beste Spiel meiner Karriere", er verhalf dem kleinsten WM-Teilnehmer der Geschichte zum ersten Punkt überhaupt - und Deutschland nebenbei zum Gruppensieg. "Ich habe das alles noch gar nicht richtig verarbeitet. Das ist unwirklich", sagte Room.

Trikottausch mit Messi

Als Kind und Jugendlicher hatte der im niederländischen Nijmegen geborene Schlussmann seine Ferien bei Verwandten auf Curaçao verbracht, dem winzigen Karibikstaat, der ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs der Niederlande ist.
Sein Vater stammt von dort, und als 2015 plötzlich der damalige Nationaltrainer Patrick Kluivert anrief, begann Rooms Abenteuer mit der "Blue Wave" - mit einigen unvergesslichen Momenten.
Etwa im März 2023, als Messi am Ende eines Länderspiels auf ihn zukam. Der Weltmeister gab Room sein Trikot, lobte ihn für die gute Leistung und fragte zu dessen Erstaunen, ob er im Gegenzug das Jersey des Torhüters bekommen könne.
Während andere das Trikot des Superstars jagen müssen, stimmte Room verdutzt zu. Messi hatte gegen ihn immerhin sein 100. Tor für die Albiceleste erzielt.

15 Paraden als neue Bestmarke

Da passte es zu gut, dass Room ausgerechnet in Kansas City, dort, wo Messi am Dienstag WM-Geschichte geschrieben hatte, derart auftrumpfte. Seine 15 Paraden sind eine Bestmarke, nie zuvor parierte ein Torhüter so viele Schüsse in der regulären Spielzeit einer WM-Partie.
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Jubel bei Curaçao nach dem Match gegen Ecuador

Fotocredit: Getty Images

Dies sei nunmal sein "Job", sagte Room, der lange Zeit in der niederländischen Eredivisie verbracht hatte und zu Jahresbeginn in die zweite US-Liga zu Miami FC gewechselt war, um Spielpraxis für seinen WM-Traum zu sammeln.
Dass der Neuling Curaçao am letzten Spieltag sogar die Chance aufs Weiterkommen besitzt, feierten Room und seine Mitspieler mit König Willem-Alexander und Königin Maxima der Niederlande.
In der Kabine lief Musik, "und sie mussten sogar tanzen", verriet der Keeper augenzwinkernd. "Dass sie bei so einem historischen Spiel dabei sind, macht es noch spezieller."
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(SID)
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Quelle: Perform


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