WM: Deutsche Nationalmannschaft feiert Auftakt nach Maß - 7:1-Kantersieg gegen Neuling Curaçao in Gruppe E

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Deutschland hat bei der WM 2026 gegen Neuling Curaçao trotz einer kurzen Schwächephase souverän 7:1 (3:1) gewonnen und einen Auftakt nach Maß hingelegt. Felix Nmecha (6.), Nico Schlotterbeck (38.), Kai Havertz (45.+5/Foulelfmeter, 88.), Jamal Musiala (47.), Nathanial Brown (68.) und Deniz Undav (78.) trafen. Livano Comenencia (21.) erzielte zum 1:1 das erste WM-Tor für den Karibik-Inselstaat.

WM-Debütant Brown nach Tor überglücklich: "Es ist unbeschreiblich"

Quelle: MagentaTV

Julian Nagelsmann schwebte nach dem WM-Raketenstart "völlig losgelöst" über den Rasen. Houston, wir haben kein Problem! Trotz einer kleinen Fehlzündung hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft den vom Bundestrainer erhofften Traum-Auftakt hingelegt.
"Ein Auftaktsieg ist immer wichtig, wir sind froh, dass wir das geschafft haben", sagte Nagelsmann bei "MagentaTV" und betonte: "Ich habe der Mannschaft von Herzen gratuliert. Das Miteinander, das sie haben, ist außergewöhnlich."
Nach dem 7:1 (3:1) des viermaligen Weltmeisters gegen den krassen Außenseiter Curacao in der texanischen Astronauten-Stadt schallte "Tage wie diese" durchs Stadion - ganz "schwerelos", wie es auch im Hit der Toten Hosen heißt, wirkte das DFB-Raumschiff auf seinem Flug Richtung fünfter Stern aber noch nicht. Nagelsmann allerdings war "über weite Strecken sehr zufrieden".
Bei der Rückkehr von Manuel Neuer, dem mit 40 Jahren nun ältesten deutschen Nationalspieler, ließ sich die Auswahl von Julian Nagelsmann aber durch den vorübergehenden Ausgleich nicht beirren. Die Dortmunder Felix Nmecha (6.) und Nico Schlotterbeck (38.), Neuner Kai Havertz (45.+5, Foulelfmeter/88.), der endlich wieder magische Zauberfuß Jamal Musiala (46.), Nathaniel Brown (68.) und Joker Deniz Undav (78.) sorgten für den zehnten Sieg in Folge.
Es war der zweithöchste der DFB-Elf bei einer WM nach dem 8:0 gegen Saudi-Arabien 2002. "Es ist unbeschreiblich", sagte Brown: "Im ersten WM-Spiel zu treffen, meine Familie ist da, dann mit den Jungs zu jubeln - einfach unglaublich. Das Gegentor war unnötig, aber gehört dazu. Ich bin stolz, dass wir den Kopf nicht haben hängen lassen."

Curaçao schockt DFB-Team zwischenzeitlich

Livano Comenencia (21.) traf für den kleinsten Teilnehmer der WM-Geschichte zum zwischenzeitlichen 1:1. Vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag (22:00 Uhr im Liveticker) in Toronto gegen die ungleich stärkere Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) war dies "ein Schock", wie der Bundestrainer bekannte.
Allerdings: Der Turniermodus sieht auch acht der zwölf Gruppendritten in der K.o.-Runde - dafür könnte der Erfolg gegen die Karibikinsel schon ausreichen.
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Quelle: MagentaTV

Curaçao ein Fußball-Zwerg? Von wegen, sagte Bundestrainer Nagelsmann und warnte vor dem Anpfiff eindringlich vor der niederländischen Schule des Gegners. Er fürchtete ein "David-Goliath-Prinzip" - doch die DFB-Elf schrumpfte die Nummer 82 der Weltrangliste auf Normalmaß.

Nmecha und Pavlovic überzeugen im Zentrum

Mit viel Spielwitz und oft durch die Mitte brachte die Offensive den Underdog ins Wanken. Nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz ließ der auffällige Nmecha erstmals die Torhymne erklingen.
Nmecha war zur WM auf den letzten Drücker fit geworden und hatte sich den Part im Mittelfeld neben Aleksandar Pavlovic erkämpft. Die zweite enge Personalie löste Nagelsmann wie erwartet: Links verteidigte der Noch-Frankfurter Brown. Er überzeugte.
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Die Abwehr und ihr Schlussmann Neuer waren anfangs kaum gefordert. Die wenigen, meist langen Bälle von Curaçao auf den früheren Bundesliga-Stürmer Jürgen Locadia waren leichte Beute. Doch nach einigen vergebenen deutschen Chancen schlichen sich Konzentrationsschwächen ein - und der "David" schlug zu.

Standardtor bringt Sicherheit

Nach einem Fehler von Jonathan Tah agierte auch dessen Nebenmann Schlotterbeck unglücklich, Kapitän Joshua Kimmich fälschte den Schuss von Comenencia unhaltbar für Neuer ab.
"Jetzt ist das Schlimmste eingetroffen", sagte Rio-Weltmeister Bastian Schweinsteiger in der "ARD": "Der Glaube bei Curaçao ist da!" Die erste Trinkpause schien für die DFB-Elf wie der rettende Gong für einen angeschlagenen Boxer.
Leroy Sané (32.) vergab nach einem Traumpass von Wirtz die nächste große Möglichkeit, der Druck auf den haushohen Favoriten nahm zu. Ein Standard brachte die Erlösung, als Schlotterbeck eine Ecke von Brown einköpfte.
Das 3:1 besorgte Havertz nach einem Foul an Nmecha. Die komplette deutsche Bank jubelte stehend mit - ein Ausdruck des viel beschworenen Teamgeistes.

Joker Undav legt zweimal vor und trifft

Positiv für die deutsche Mannschaft: Die Mittagshitze war kein Faktor, das Stadion des Footballteams Texans war überdacht und klimatisiert. Und so glückte ein Blitzstart in die zweite Hälfte, als Musiala nach Kimmich-Pass und nur 68 Sekunden aus spitzem Winkel vollendete.
Nach einer Stunde schwappte La Ola durch die Arena. Sané (63.), für den verletzt abgereisten Lennart Karl in die Startelf gerückt, vergab allein vor dem Tor die nächste Top-Chance.
Fanliebling Undav löste den nach einem Foul leicht humpelnden Musiala ab (Nagelsmann: "Alles gut!") und legte Brown nur vier Minuten später den fünften Treffer auf. Danach sorgte Nagelsmann mit der Einwechslung mehrerer Edelreservisten für Kaderhygiene. Undav traf aus der Mittelstürmer-Position und legte das 7:1 auf, das Havertz elegant per Lupfer erzielte.
(SID)
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Quelle: MagentaTV


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