FC Bayern München: Ismael Saibari und Nathaniel Brown suchen noch ihre Rollen - Konkurrenzkampf beim Rekordmeister

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Der Konkurrenzkampf beim FC Bayern nimmt nach dem 2:1 bei der SV Elversberg Fahrt auf. Während sich auf zahlreichen Positionen ein echtes Luxusproblem für Trainer Vincent Kompany entwickelt, konnte sich Neuzugang Ismael Saibari noch nicht in den Fokus spielen. Auf anderen Positionen drängen sich zahlreiche FCB-Profis auf, wobei Alphonso Davies zu alter Top-Form findet.

Kompany lobt nach Sieg "eklige" Elversberger

Quelle: Perform

Der FC Bayern wollte im vergangenen Sommer vor allem eines: mehr Möglichkeiten. "Wir sind jünger und flexibler geworden, haben auch von der Schnelligkeit, Kreativität und Flexibilität her zugelegt", sagte Sportvorstand Max Eberl über den umgebauten Kader.
Nach den ersten Wochen der Saison nimmt der neue Konkurrenzkampf tatsächlich immer deutlichere Formen an. Beim mühevollen 2:1 bei der SV Elversberg rotierte Vincent Kompany kräftig durch und gab mehreren Spielern aus der zweiten Reihe ihre Chance.
Die Erkenntnis: Auf zahlreichen Positionen entwickelt sich beim deutschen Rekordmeister ein echter Konkurrenzkampf.
Gleichzeitig droht ausgerechnet einer der prominenten Sommerzugänge vorerst den Anschluss zu verlieren.

Saibari sucht noch seinen Platz

Ismael Saibari kam nach einer starken Saison bei der PSV Eindhoven und einer überzeugenden Weltmeisterschaft mit Marokko nach München. Beim Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart (5:1) wurde der 25-Jährige eingewechselt, gegen Schalke 04 (0:0) stand er anschließend erstmals in der Liga in der Startelf.
Überzeugen konnte Saibari dabei noch nicht nachhaltig. Gegen Schalke kam der Marokkaner lediglich auf 24 Ballkontakte. Auch gegen Elversberg blieb er trotz seiner Vorlage zum 1:0 über weite Strecken unauffällig und entwickelte zu wenig Gefahr. Als Kompany im Laufe der Partie personell nachlegte, wurde der Unterschied zwischen Bayerns erster Garde und den Herausforderern deutlich.
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Ismael Saibari konnte sich bei den Bayern noch nicht in den Fokus spielen

Fotocredit: Getty Images

Von der Form, die Saibari bei PSV und mit Marokko ausgezeichnet hatte, ist er in München bislang noch ein Stück entfernt.
Dietmar Hamann äußerte bereits deutliche Zweifel an der Rolle des Neuzugangs. "Ein Saibari ist ein wunderbarer Fußballer, aber er ist zu langsam", analysierte der "Sky"-Experte und bezeichnete ihn sogar als "schlechten Kane".
Hamann sieht für den 25-Jährigen vor allem eine Position: "Bei Saibari sagen sie, dass er vier Positionen spielen kann. Ich glaube, die einzige Position, die Saibari spielen kann, ist hinter Kane, weil er auf außen zu langsam ist." Genau dort wird die Situation für den Offensiv-Allrounder allerdings kompliziert.

Musiala, Olise und Gnabry erhöhen den Druck

Jamal Musiala ließ beim 5:0 gegen Bodö/Glimt in der Champions League bereits wieder seine ganze Klasse aufblitzen und ist fit zweifellos eine der zentralen Figuren in Kompanys Offensive.
Und auch Serge Gnabry dürfte bald wieder eine ernsthafte Option werden. Vor seiner Verletzung befand sich der Nationalspieler in herausragender Verfassung: In 37 Partien kam er auf zehn Tore und elf Assists.
Hinzu kommt Michael Olise. Kompany setzte den Franzosen zuletzt verstärkt im Zentrum ein und kann sich diese Variante auch künftig vorstellen. "Michael hat Freiheiten. Es geht darum, ihn dort zu haben, wo er am gefährlichsten sein kann", erklärte der Bayern-Coach. Schließlich könne dieser "von beiden Positionen eine Gefahr sein".
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Jamal Musiala ist inzwischen wieder eine ernsthafte Option auf der Zehner-Position

Fotocredit: Getty Images

Eine Tür steht dafür auf der linken Seite offen. Luis Díaz wartet derzeit auf seine Form. In seinen ersten sechs Saisonspielen kommt der Kolumbianer lediglich auf ein Tor.

Bayerns Luxusoffensive: Díaz mit Formschwäche, Karl drängt sich auf

Dazu kommt die enorme Belastung der vergangenen Monate. Díaz absolvierte in der Vorsaison 4.060 Spielminuten und bestritt anschließend noch die Weltmeisterschaft mit Kolumbien. In den ersten Wochen der neuen Saison wirkt der 29-Jährige überspielt und lässt ungewohnt viele Chancen liegen.
Eberl nahm Díaz nach dessen jüngster vergebener Großchance in Elversberg in Schutz. "Lucho hat im Moment nicht das Momentum", sagte der Sportvorstand. Für Saibari wäre genau diese Phase eigentlich die Gelegenheit, sich als ernsthafte Alternative auf links zu empfehlen.
Mit Lennart Karl drängt aber ein weiterer Konkurrent. Der Jungstar meldete nach seiner Rückkehr und einem Treffer gegen Elversberg direkt Ansprüche an.
Sommerneuzugang Nathaniel Brown startete ordentlich in seine Bayern-Zeit und zeigte zu Beginn, welches Potenzial in ihm steckt. Seine kuriose Rolle als Zehner, auf der er im Supercup gegen Borussia Dortmund sogar traf, dürfte dabei langfristig eher die Ausnahme bleiben.
Browns eigentlicher Kampf findet links hinten statt und dort wartet mit Alphonso Davies eine gewaltige Hürde.

Davies in alter Form: Auch FCB-Defensive mit Konkurrenzkampf

Der Kanadier präsentiert sich derzeit in starker Verfassung und unterstrich das unter anderem beim 5:0 gegen Bodö/Glimt in der Champions League. Brown muss deshalb erst einmal einen Weg an ihm vorbei finden.
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Bei den Bayern aktuell gesetzt: Alphonso Davies und Dayot Upamecano

Fotocredit: Getty Images

Ähnlich eng wird es im zentralen Mittelfeld. Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic bilden grundsätzlich Kompanys bevorzugtes Duo. Dahinter macht Tom Bischof zunehmend auf sich aufmerksam. Im DFB-Pokal gegen Osnabrück (4:1) traf der 21-Jährige und sammelt immer mehr Argumente für zusätzliche Einsatzzeit.
Auch defensiv ist die Hierarchie keineswegs für die komplette Saison in Stein gemeißelt. Minjae Kim spielte eine starke Vorbereitung und bleibt eine starke Alternative im Zentrum. Ähnlich ergeht es Josip Stanisic. Der Kroate bekam gegen Elversberg seine Möglichkeit, hat auf der rechten Abwehrseite derzeit aber Konrad Laimer vor sich.
Kompany will deshalb bewusst dafür sorgen, dass auch seine Herausforderer im Rhythmus bleiben. "Es gibt eine Logik dahinter", erklärte der FCB-Trainer seine Rotation. Teilweise spiele bei solchen Entscheidungen auch das Bauchgefühl eine Rolle. Entscheidend sei, den Spielern Minuten zu geben, damit sie im richtigen Moment bereit seien.
"Wenn sie die ganze Saison nur warten und dann passiert etwas, wäre es zu spät", begründete Kompany. Rotation sei deshalb kein Verteilen von Geschenken. Es zeigt vielmehr die aktuelle Konkurrenz-Situation beim deutschen Meister.
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Flick lobt Adeyemi nach Gala: "Deshalb haben wir ihn verpflichtet"

Quelle: Perform


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