WM 2026: Erling Haaland schraubt mit Norwegen an der Sensation - wird England das nächste Opfer des "Nordischen Cyborgs"?

Erling Haaland lässt Norwegen vom größten Märchen der WM 2026 träumen. Mit sieben Toren in vier Spielen hat sich der "Nordische Cyborg" in den illustren Kreis von Lionel Messi, Kylian Mbappé und Harry Kane geschossen - doch anders als die Superstars der Konkurrenz trägt er die Hoffnungen einer ganzen Nation fast im Alleingang. Reicht das sogar für den Einzug ins WM-Finale?

Vergleich mit Gerd Müller: Solbakken adelt Haaland

Quelle: Perform

Partys sind nicht die Sache von Stale Solbakken, der norwegische Nationaltrainer mag es eher gemütlich. "Ich habe den Sieg gegen Brasilien in meinem Bett mit einer Cola und einem Schokoriegel gefeiert", verriet der Coach nach dem bisher größten Coup der Wikinger bei einer Fußball-Weltmeisterschaft.
"Der Rest des Trainerteams hat Bier getrunken, aber ich wollte einfach nur meine Ruhe haben", ergänzte Solbakken mit breitem Grinsen.
Der 58-Jährige ist der Architekt einer Mannschaft, die bei der WM weit über die Grenzen des Königreichs Norwegen hinaus begeistert. Laut einer Umfrage von "ESPN", welche Nation von Fans unterstützt wird, deren Team bereits ausgeschieden ist, antworteten über 70 Prozent Norwegen.
Hauptverantwortlich für den Hype um den 31. der FIFA-Weltrangliste ist der "Nordische Cyborg". In seinen ersten vier WM-Spielen erzielte Erling Haaland jeweils mindestens ein Tor und jagt damit den Rekord von Gerd Müller, der 1970 in jedem seiner ersten fünf WM-Einsätze traf.
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Ödegaard hofft auf nächste Überraschung: "Es kann alles passieren"

Quelle: SNTV

Haaland trägt Norwegen im Alleingang

Mit insgesamt sieben Treffern tummelt sich Haaland in der Torjägerliste der WM 2026 in illustrer Gesellschaft. Lionel Messi und Kylian Mbappé haben jeweils acht, Harry Kane sechs Buden auf dem Konto. Die besten Angreifer der Welt liefern auch auf der größten Bühne ab. (zur Torjägerliste der WM)
Der Vergleich mit Mbappé, Kane und Messi zeigt allerdings auch die besondere Situation Norwegens. Mbappé ist der Vollstrecker einer französischen Mannschaft, die auf nahezu jeder Position Weltklasse bietet. Messi agiert als genialer Dirigent eines eingespielten argentinischen Kollektivs, während Kane von der enormen Qualität Englands im Mittelfeld und auf den Flügeln profitiert.
Haaland dagegen ist deutlich stärker Symbolfigur seiner Mannschaft, trotz Stars wie Martin Ødegaard, Antonio Nusa oder Patrick Berg. Kein Team im Viertelfinale ist so eng mit einem einzelnen Spieler verknüpft wie die Skandinavier mit Haaland.

Solbakken: "Gab noch nie einen Spieler wie Haaland"

Gerade das macht die Geschichte so faszinierend. Haaland ist kein klassischer Spielmacher, kein Künstler wie Messi und auch kein Allround-Stürmer wie Kane. Er braucht nicht 80 Ballkontakte, um ein Spiel zu dominieren. Tatsächlich wirkt er oft über lange Phasen nahezu unsichtbar - um dann gnadenlos zuzuschlagen wie bei seinem Kopfballtor zum 1:0 gegen Brasilien.
"Die ganze Aktion - das Erkennen der Chance, die Entschlossenheit, der Bewegungsablauf und die Wucht des Kopfballs ist nicht von dieser Welt", sagte "Fox Sports"-Experte Thierry Henry, der 1998 als Stürmer mit Frankreich Weltmeister wurde.
Im Strafraum besitzt 1,95-Meter-Hüne Haaland ein nahezu einzigartiges Gespür für Räume, Laufwege und den richtigen Moment. Seine Mischung aus Explosivität, Kraft, Tempo und Abschlussqualität macht ihn zu einem der außergewöhnlichsten Mittelstürmer, die der Fußball je gesehen hat.
"Es gab noch nie einen Spieler, der so Fußball spielt wie er", sagte Solbakken und lieferte auch gleich die Begründung für seine Annahme: "Alle großen Spieler haben das Bedürfnis, sich in Szene zu setzen. Und wenn sie nicht ins Spiel finden, lassen sie sich fallen und spielen ein paar einfache Pässe. Oder sie gehen zu einem Mitspieler und spielen in sicheren Räumen. Aber das kümmert Erling nicht, er weiß, wo er am besten ist. Er weiß, womit er der Mannschaft helfen kann."
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Haaland: "Es ist verrückt!"

Quelle: SNTV

Reicht ein Haaland für Norwegen fürs Finale?

Haaland definiert die Rolle des Torjägers neu. Er braucht keine Dribblings, keine kunstvollen Haken oder spektakulären Sololäufe. Er jagt Tore mit einer Effizienz, die fast maschinenhaft wirkt. Die WM erlebt der 25-Jährige wie im Traum. "Jemand muss mich mal kneifen, das ist alles nicht normal. Sieben Tore für Norwegen - ich bin echt sprachlos", sagte Haaland nach dem Viertelfinal-Einzug.
Reicht ein "Cyborg" aus, um Norwegen sogar ins Finale zu führen? Eher nicht. Die bisherigen Erfolge zeigen zwar, dass ein überragender Haaland selbst die größten Fußballnationen ins Wanken bringen kann. Der Triumph über Brasilien war dafür der beste Beweis.
Doch je näher das Finale rückt, desto wichtiger wird das Kollektiv. Gegen England, Frankreich oder Argentinien genügt es nicht, einen Weltklassestürmer zu besitzen. Dann müssen auch die Räume für ihn geschaffen werden. Dann braucht es die Ideen von Ødegaard, die Dynamik von Nusa, die Stabilität der Defensive und einen Torhüter, der über sich hinauswächst.
Dennoch hat Norwegen einen entscheidenden Vorteil: Es besitzt den vielleicht gefährlichsten Zielspieler des Turniers. Einen Stürmer, der aus einer halben Chance ein Tor machen kann. Einen Spieler, der Gegnern permanent Angst einjagt.
"Hat überhaupt schon mal jemand Erling Haaland gestoppt?", stellte Englands Mittelfeldspieler Morgan Rogers vor dem Viertelfinal-Duell der Three Lions mit Norwegen (Sa., 23:00 Uhr im Liveticker) in den Raum.
Gelingt dies auch der Tuchel-Truppe nicht, steht die nächste Cola-Schoko-Bett-Party von Stale Solbakken an.
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Rogers scherzt: "Hat jemals jemand Haaland gestoppt?"

Quelle: Perform


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