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WM: FIFA-Präsident Gianni Infantino steht zur Wiederwahl - DFB unterzeichnet Unterstützerschreiben ausdrücklich nicht
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Publiziert 15/07/2026 um 16:02 GMT+2 Uhr
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und sein Präsident Bernd Neuendorf gehen offenbar immer mehr auf Distanz zum umstrittenen und kritisierten FIFA-Präsident Gianni Infantino. Laut der "Bild"-Zeitung hat Neuendorf seine Unterschrift unter ein Unterstützerschreiben mit Blick auf die von Infantino angestrebte Wiederwahl beim Kongress des Weltverbandes am 18. März 2027 in Rabat/Marokko verweigert.
Hummels attackiert Infantino: "In dem Statement steht gar nichts! Katastrophe!"
Quelle: MagentaTV
"Der DFB hat kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl von Gianni Infantino unterzeichnet", teilte der DFB auf SID-Anfrage mit: "Weitere Schritte werden im DFB-Präsidium beraten."
Laut "Bild" warb der für Europa zuständige FIFA-Direktor während der WM-Endrunde in Nordamerika bei den 16 europäischen Teilnehmern für die Unterschrift. Der DFB hat seine Position zur Infantino-Wiederwahl bisher offen gelassen.
Die seit langer Zeit schwelenden Differenzen zwischen dem DFB und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf der einen und der FIFA auf der anderen Seite sind spätestens seit dem "Fall Folarin Balogun" offen zu Tage getreten.
Die UEFA hatte scharf wie selten zuvor das Gebaren der FIFA kritisiert und von der Überschreitung einer "roten Linie" gesprochen. Neuendorf sagte dem SID, dass "dieser Vorgang nicht zu den Akten gelegt werden darf".
Trumps Anruf bei Infantino befeuert Spekulationen
Infantino hatte beteuert, dass weder er noch US-Präsident Donald Trump Einfluss auf die Entscheidung der Disziplinarkommission genommen hätten. Das Gremium selbst untermauerte dies und beteuerte seine Unabhängigkeit.
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FIFA-Präsident Gianni Infantino
Fotocredit: Getty Images
US-Stürmer Balogun durfte trotz seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) spielen.
Vor der Aussetzung der Sperre durch die Disziplinarkommission hatte Trump bei Infantino angerufen und um eine Überprüfung des Falles gebeten.
FairSquare reicht Beschwerde gegen Infantino ein
Die letztmögliche Wiederwahl Infantinos bis zum Jahr 2031 gilt aufgrund der erklärten Unterstützung mehrerer Konföderationen derzeit als sicher.
Allerdings hat die Menschenrechtsorganisation FairSquare beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine zehnseitige Beschwerde gegen Infantino eingereicht.
Grund dafür seien mehrere Verstöße gegen die Regeln zur politischen Neutralität. Dabei geht es vor allem um die Nähe des IOC-Mitglieds Infantino zu Trump.
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(SID)
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Quelle: SNTV
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