Jürgen Klopp vor offizieller Vorstellung als Nachfolger von Julian Nagelsmann: Deutscher Fußball-Bund lädt zu PK

Das Warten hat ein Ende: Jürgen Klopp wird wie erwartet am Freitag als Bundestrainer vorgestellt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) lud am Donnerstag für 11:00 Uhr zu einer "hybriden Pressekonferenz" am Frankfurter DFB-Campus, allerdings noch ohne den konkreten Anlass zu nennen. Der Hintergrund nach SID-Informationen: Die Verbandsgremien, die dem Deal zustimmen müssen, kommen erst noch zusammen.

Klopp als Bundestrainer? "Es steht dem nicht mehr viel im Wege"

Quelle: MagentaTV

Dann werden sie den Weg frei machen für den 13. Bundestrainer der DFB-Geschichte und Nachfolger von Julian Nagelsmann.
Klopp wird einen Vertrag bis 2030 erhalten, sein bisheriger Arbeitgeber Red Bull angeblich mit einer Millionen-Spende an die Konzernstiftung für den "Head of Global Soccer" entschädigt.
Klopp soll den tief gefallenen viermaligen Weltmeister nach dem dritten WM-Desaster in Serie mit dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay zurück in die Weltspitze führen.
Sein erstes Länderspiel ist der Auftakt in der Nations League am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande.

Kommt mit Klopp die Wucht zurück?

Noch spielt der DFB "Bundestrainer-Schnitzeljagd", aber am Freitag ist die wochenlange Geheimniskrämerei vorbei. Mit Energie bis zum Nadelanschlag und rasendem Kraftfußball soll Jürgen Klopp die am Boden liegende deutsche Nationalmannschaft endlich wieder zu alter Stärke führen.
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Hans-Joachim Watzke (l.) und Jürgen Klopp

Fotocredit: Getty Images

Verbandspräsident Bernd Neuendorf kann sich dann für seine Wunschlösung feiern lassen. Nicht umsonst war er mit Bundesliga-Boss Hans-Joachim Watzke eigens zu Klopp nach New York geflogen.
Der DFB, dessen Gremien am Freitag nach SID-Informationen um 9:00 Uhr zusammenkommen und dann abschließend Grünes Licht geben werden, erhofft sich von Klopp all das, was er von Julian Nagelsmann nicht mehr bekam: Strategische Wucht, eine klare taktische Linie und ein feines Gespür für die Kommunikation nach innen und außen.

Klopps Leidenschaft hat einen Preis

Die richtigen Spieler auf ihren besten Positionen mit Überfall-Fußball und enormer Motivation - dafür steht Klopp, der seine Mannschaften stets an und über alle Grenzen gepeitscht hat. So war es einst in Mainz. So war es in Dortmund, wo er mit Arbeitern wie Kevin Großkreutz und Marcel Schmelzer zwischenzeitlich gar den FC Bayern abhängte. Heavy Metal! Und so war es beim FC Liverpool, wo Klopp als "The Normal One" zum Idol aufstieg und die Hierarchien des europäischen Fußballs umprogrammierte.
So viel Leidenschaft hatte einen Preis. Vor zwei Jahren verließ Klopp Liverpool ausgewaschen und müde, ihm fehlte "die Energie für eine weitere Aufgabe oder für ein weiteres Jahr". Mittlerweile, betonte er, sei er "mehr als aufgetankt. Ich bin bereit."
Der DFB erwähnte ihn bereits in der offiziellen Kommunikation zu Nagelsmanns Rücktritt - ein ungewöhnlich klares Signal, dass eine Einigung bevorstand. Bis zum Ja-Wort zog es sich ein wenig, es gab Hindernisse. Der Stab, die Finanzen, die Laufzeit, Klopps Red-Bull-Vertrag als globaler Fußballchef: Sie alle wurden besprochen und beseitigt. RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff stimmte einer Auflösung zu, angeblich gegen eine Spende von einer Million Euro für die Konzernstiftung.

Klopp muss lange Aufgabenliste abarbeiten

Als Charismatiker mit unbändiger Leidenschaft und Expertise, als nonchalanter Weltmann, mit allen Wassern gewaschen, gilt Klopp als beste Wahl. Allerdings hat sein Ruf bei Traditionalisten selbst in Dortmund und Mainz gelitten, weil er sich vor eineinhalb Jahren dem Energydrink-Konzern an den Hals warf.
Klopp ist in der Werbung omnipräsent und bewegt sich zuweilen an der Grenze zur Hybris oder Selbstverliebtheit. Seine Berufung im dritten Anlauf (schon zweimal hatte der DFB angeklopft) hat das gleichwohl nicht verhindert.
Klopps Aufgabenliste ist lang: Wer aus dem WM-Kader hat noch eine Zukunft? Wer steht im Tor? Wo verbergen sich unentdeckte Juwelen? Wie soll die Taktik aussehen? Klopp will sie mit maximaler Energie abarbeiten.
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(SID)
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Quelle: Perform


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