DFB-Kader: Julian Nagelsmann nominiert erstmals Bayern-Stars Karl und Urbig - Undav und Havertz kehren zurück

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat für die beiden Länderspiele gegen die Schweiz (27. März, 20:45 Uhr) und Ghana (30. März, 20:45 Uhr) erstmals die beiden U21-Nationalspieler und Bayern-Stars Lennart Karl und Jonas Urbig nominiert. Auch einige Rückkehrer begrüßt der 38-Jährige im Kader, darunter Kai Havertz (FC Arsenal), Antonio Rüdiger (Real Madrid) und Pascal Groß (Brighton & Hove Albion).

Nagelsmann blickt auf WM in den USA: "Sorgen sind legitim"

Quelle: Perform

Anton Stach (Leeds United) sowie Deniz Undav und Josha Vagnoman (beide VfB Stuttgart) gehören ebenfalls wieder zur 26-köpfigen Mannschaft, die auf dem Weg zur WM im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) ihre nächsten Testspiele bestreitet.
Rüdiger (81 Länderspiele) stand zuletzt im September 2025 für Deutschland auf dem Platz. Der Verteidiger laborierte Ende vergangenen Jahres an einer Oberschenkelverletzung und verpasste damit auch die verbleibenden WM-Qualifikationsspiele.
Der letzte Auftritt von Havertz (55 Länderspiele) im DFB-Trikot ist noch deutlich länger her: Der Star des FC Arsenal spielte wegen diverser Verletzungen letztmals im November 2024 beim 1:1 gegen Ungarn für die deutsche Nationalmannschaft.
Das Spiel gegen die Schweiz findet in Basel statt, drei Tage später treffen die DFB-Stars in Stuttgart auf WM-Teilnehmer Ghana.

Dämpfer für Füllkrug, El Mala und Stiller

"Es sind Spieler dabei, die wir noch nicht oder noch nicht so gut kennen, die sich nochmal zeigen können", sagte Nagelsmann am DFB-Campus in Frankfurt: "Es ist eine gute Mischung aus dem Kern, der sicherlich die WM spielen wird, und frischen Kräften."
Sensationelle Ausbootungen blieben am Donnerstag aus, beispielsweise fehlen aber Niclas Füllkrug, Karim Adeyemi und Angelo Stiller. Auch der Kölner Said El Mala ist nicht dabei. Nagelsmann hatte diese und ähnliche Personalien bereits im Vorfeld ausführlich begründet. "Es geht darum, wer zusammenpasst", sagte er und kündigte für den anstehenden Lehrgang analog zur Heim-EM 2024 seine "Rollengespräche" an.
Sieben Spieler kommen wie Kapitän Joshua Kimmich vom FC Bayern, ebenfalls sieben wie Florian Wirtz oder Nick Woltemade aus der Premier League, vier aus Stuttgart.

Musiala wegen Sprunggelenksproblemen nicht dabei

Alle Pfeiler einer möglichen WM-Stammelf werden in Basel (27. März) und Stuttgart (30. März) erwartungsgemäß versammelt sein - bis auf Jamal Musiala, der nach seinem Comeback in München wieder Sprunggelenksprobleme hat. "Wir hätten ihn gerne dabei gehabt", sagte Nagelsmann, "aber wir geben ihm die nötige Regenerationszeit."
Die Pause, betonte Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen, "tut ihm jetzt gut".
Das bedeutet allerdings auch, dass Nagelsmanns Offensiv-Dreizack aus Musiala, Havertz und Wirtz vor der WM nur noch bei den letzten Tests gegen Finnland (31. Mai) und in den USA gegen den Gastgeber (6. Juni) zusammenspielen kann. Es wäre das erste Mal seit dem Nations-League-Spiel in Ungarn (1:1) im November 2024.

Endgültiger WM-Kader muss Anfang Juni gemeldet werden

Die Nationalmannschaft trifft sich vor den Härtetests gegen zwei WM-Teilnehmer am Montag auf dem Gelände ihres Ausrüsters adidas in Herzogenaurach. Nagelsmann erwartet eine "super-komplexe" Maßnahme, die eingequetscht ist zwischen der "Crunchtime" mit der Titelhatz bei den Vereinen und seinen WM-Vorbereitungen.
"Das", betonte er, "ist eine schwierige Situation, in der du als Trainer auch mal ein Auge zudrücken musst, um den Spielern die Freiräume zu geben, sich auf die wichtige Phase der Saison im Verein fokussieren zu können." Wie bei Musiala. Andererseits wolle er aber auch sehen, "wer seine Aufgaben in dieser Gemengelage gut erfüllen kann".
Jene, die sich empfehlen, werden vorbehaltlich Verletzungen oder Leistungseinbrüchen in der zweiten Mai-Woche eines der begehrten WM-Tickets erhalten. Der endgültige, 26-köpfige Turnierkader muss Anfang Juni beim Weltverband FIFA gemeldet werden.
Kurz darauf bezieht die Nationalmannschaft ihr WM-Quartier in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. Bei der Endrunde spielt Deutschland in der Gruppe E gegen Curaçao (14. Juni/Houston), die Elfenbeinküste (20. Juni/Toronto) und Ecuador (25. Juni/East Rutherford).
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Quelle: Perform


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