So lief das Achtelfinale Schweiz vs. Kolumbien im Ticker: Eidgenossen knacken "Los Cafeteros" im Elferschießen - Liveticker

WM / Achtelfinale
BC Place Vancouver / 07.07.2026
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Das wars an dieser Stelle. Und die WM verabschiedet sich nach Mexiko auch aus Kanada. Morgen geht es, Achtung, nicht weiter. Erstmals bei dieser XXL-WM und damit seit dem 11. Juni steht uns kein Spiel ins Haus, das ist direkt ganz schön ungewohnt. Erst am Donnerstag startet das Viertelfinale, um 22:00 Uhr heißt es Frankreich gegen Marokko. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 
Das achte Achtelfinale war also das längste und knappste - und damit ist die nächste Runde komplett. Die Schweiz freut sich aufs Viertelfinale gegen Weltmeister Argentinien in Kansas City. Gespielt wird in der Nacht auf Sonntag ab 03:00 Uhr. Der Sieger trifft auf Norwegen oder England, die vier Stunden davor in ihr Match gehen. Kolumbien reist enttäuscht nach Hause. Es war mehr drin. 
Erstmals seit 1954 steht die Schweiz im Viertelfinale einer Fußball-WM und verdankt das dem Glück des Tüchtigen im Elfmeterschießen. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Ein Match ohne Favoriten war 120 Minuten lang umkämpft, intensiv und chancenarm. Und blieb folgerichtig ohne Treffer. Im Elfmeterschießen schlug das Pendel dann für die Schweiz aus, obwohl Akanji schon wieder die Nerven versagten. Doch bei den Cafeteros scheiterten Sanchez und Hernandez. Sie sorgten so für Ernüchterung bei den vielen kolumbianischen Fans in Vancouver - und für Erleichterung bei den Eidgenossen, die im sechsten Elfmeterschießen bei einem großen Turnier erst zum zweiten Mal siegen konnten.  
Vargas gegen Vargas. Der langjährige Bundesligakicker übernimmt die Verantwortung und schießt den letzten Elfmeter für die Schweiz. Und Ruben Vargas schießt die Eidgenossen ins Viertelfinale der FIFA WM 2026 - links unten schlägt es ein, Kolumbien ist raus! 
Letzter Schütze für Kolumbien: Luis Diaz muss treffen, sonst ist es vorbei. Und er erfüllt seine Pflicht. Sauber verladen, flach links unten schlägt es ein. 3:3, aber die Schweiz hat noch einen. Jetzt muss es Vargas für die Cafeteros richten. 
Itten, letztes Jahr mit Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga abgestiegen, jetzt steht er im WM-Achtelfinale für die Schweiz am Elfmeterpunkt. Und schießt den Ball in die Tormitte, Vargas war aber ins linke Eck abgetaucht.
Alles wieder offen und in der Reihe. Aber nur kurz. Hernandez rennt an - und scheitert im linken Eck an Kobel. Das war stark gehalten! 
Akanji hat in seiner Karriere schon zwei wichtige Elfmeter für die Schweiz verschossen. Bei der EURO 2020 und der EURO 2024 war das. Und er setzt dieses Trauma tatsächlich fort. Mindestens ein Meter drüber, das ist ja unglaublich tragisch. 2:2 nach sechs Schützen. 
Ganz viel Druck jetzt auf den Schultern von Campaz, der kurz vor Ende der Verlängerung den Siegtreffer hat liegen lassen. Jetzt trifft er, wenn auch maximal glücklich. Sein Schuss rutscht Kobel im rechten Eck unter der Körpermitte hindurch. 
Nutzt Amdouni den Fehlschuss aus? Ja, und wie. Er verlädt Vargas und schießt ziemlich lässig rechts ins Eck. 
Was für ein Pech! Sanchez hat für Kolumbien ein geniales Spiel gemacht, jetzt scheitert er aber an der Unterkante der Latte. Mit viel Wucht will er den Ball zentral unters Tordach jagen, schießt aber Millimeter zu hoch. Von der Unterkante prallt die Kugel genau auf die Torlinie und springt raus. Vorteil Schweiz!
Für die Schweizer ist Xhaka der erste Schütze, der wirkte in den letzten zehn Minuten ganz schön indisponiert. Merkt man auch jetzt, aber der Schweizer Anführer hat das Glück des Erfahrenen. Er schießt mit links stramm, aber nicht sonderlich platziert ins linke Eck. Vargas ist dran, kann aber nicht parieren.
Alle Instruktionen sind verteilt. Quintero ist der erste Schütze. Und der Einwechselspieler trifft wuchtig und mit Überzeugung in die Tormitte. Ein guter Start für Kolumbien. 
Auf welches Tor geschossen wird, spielt bei der kolumbianischen Übermacht im Stadion kaum eine Rolle. Die zweite Entscheidung aber ist natürlich wichtig: Kolumbien fängt an. 
0:0 nach 120 Minuten, also muss das Elfmeterschießen herhalten. Nach 90 hart umkämpften, aber fast ereignislosen Minuten war das noch die einzig logische Folge. Die 30 Minuten danach hätten aber durchaus für eine vorzeitige Entscheidung sorgen können, beide Teams verzeichneten auf einmal hochkarätige Torgelegenheiten. Kolumbien war dem Sieg dabei näher, die müden Schweizer können sich etwas glücklicher schätzen, es in die Elferlotterie geschafft zu haben. Dort spielt all das keine Rolle mehr. 
120 Minuten
120'+1'
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Und die ist schnell rum, es passiert nichts mehr. 
120'
Das sich anbahnende Elfmeterschießen hat jetzt selbst diese positiv-verrückten kolumbianischen Fans verstummen lassen. Zu viel Nägel kauen, um weiter zu brüllen. Nur eine Minute Nachspielzeit. 
119'
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Lucumi ist von Krämpfen geplagt und kann nicht weitermachen. Mit Yerry Mina hat Lorenzo noch einen weiteren Innenverteidiger von internationalem Format in der Hinterhand. 
Y. Mina
Einwechslung
Y. Mina
Kolumbien
Kolumbien
J. Lucumí
Auswechslung
J. Lucumí
Kolumbien
Kolumbien
117'
Chancen für zwei Spiele, könnten wir unken. Kolumbien hat sich mittlerweile auf exakt 1,0 xGoals hochgearbeitet, auch die 14 Torschüsse insgesamt sehen nicht mehr so schlimm aus. Die Südamerikaner sind dem Viertelfinale deutlich näher. 
116'
Und fast wird dieses Achtelfinale zum absoluten Albtraum für Xhaka. Auf der einen Seite lässt er die große Chance aufs 1:0 aus. Auf der anderen Seite nimmt er einen harmlosen weiten Abschlag von Vargas nicht richtig an, vertändelt ihn stattdessen im eigenen Strafraum gegen Munoz. Und kann von Glück sprechen, dass Campaz halbrechts und frei vor Kobel diesen Matchball liegen lässt. Überrumpelt von der Großartigkeit dieser Gelegenheit, schießt er knapp über das lange Eck.