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WM: Marokko gewinnt Achtelfinale gegen Co-Gastgeber Kanada in Houston - aber verliert Saibari
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Update 05/07/2026 um 01:40 GMT+2 Uhr
Marokko hat bei der WM 2026 den ersten Gastgeber eliminiert. Die Nordafrikaner bezwangen Kanada im Achtelfinale 3:0 (0:0). Azzedine Ounahi traf in Houston/USA doppelt (52./80.), Soufiane Rahimi machte den Deckel drauf (90.+8). Schmerzlich für Marokko: Stürmer Ismael Saibari, der zum FC Bayern München wechselt, verletzte sich früh im Spiel am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden.
Fußball: Azzedine Ounahi (Mitte) trifft bei der WM 2026 im Achtelfinale zum 1:0 für Marokko gegen Kanada
Fotocredit: Getty Images
Ismael Saibari humpelte nach dem Schlusspfiff aufs Feld, der Neu-Münchner wollte die Feier seiner Marokkaner zum Viertelfinaleinzug nicht verpassen - trotz seines frühen Ausscheidens. Der künftige Bayern-Star hatte das 3:0 (0:0) gegen Co-Gastgeber Kanada ab der 22. Minute im Jogginganzug auf der Bank verfolgt, weil er schon früh mit einer Oberschenkelblessur vom Platz musste.
Auch ohne seinen Torjäger beendete der Afrika-Cup-Sieger und Geheimfavorit die heldenhafte WM-Reise der Kanadier. Im hitzigen und über weite Strecken sportlich zähen Achtelfinale von Houston tat sich Marokko lange Zeit sehr schwer, schoss am Ende aber dank der Treffer von Azzedine Ounahi (50./82.) und Soufiane Rahimi (90.+8) doch noch einen klaren Sieg heraus.
"Wir waren die bessere Mannschaft", sagte Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch nach dem Spiel: "Uns hat nur die Fähigkeit gefehlt, in den entscheidenden Momenten den nötigen Spielzug zu machen. Was für eine unglaubliche Leistung. Stolzer könnte ich nicht sein."
Erstmals in der WM-Geschichte steht damit ein afrikanisches Team bei zwei aufeinanderfolgenden Endrunden im Viertelfinale. 2022 in Katar hatte Marokko das Halbfinale erreicht und war dort an Frankreich gescheitert (0:2), am Donnerstag (22:00 Uhr im Liveticker) kommt es in Boston nun zum Wiedersehen.
Houston inszeniert amerikanischen Unabhängigkeitstag
Bevor es im klimatisierten Houston Stadium sportlich wurde, dominierten erst einmal Stars and Stripes: Zum Geburtstag der USA 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung gab es in der "Space City" Grußworte aus dem Weltraum von drei amerikanischen Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS, auch die amerikanische Hymne wurde mit einem riesigen Banner und Navy-Sängerin Maia Rodriguez groß insziniert.
Die kanadischen "Helden" wollten also ausgerechnet am Nationalfeiertag des großen Nachbarn weiter an ihrer märchenhaften WM-Geschichte schreiben.
Marsch gab die Favoritenrolle klar in Richtung der Nordafrikaner ab, "Gigant" Marokko habe "keinerlei Schwächen", sagte der 52-Jährige, der Rückkehrer Alphonso Davies erstmal wieder auf die Bank setzte.
Kanada beginnt stark
Unter den Augen von Eishockey-Legende und Edelfan Wayne Gretzky auf der Tribüne begann der Außenseiter, der sich dank des Last-Minute-Siegs gegen Südafrika (1:0) erstmals für ein WM-Achtelfinale qualifiziert hatte, durchaus furios.
Tanitoluwa Oluwaseyi scheiterte mit der ersten großen Gelegenheit am glänzend aufgelegten Bono (10.).
Saibari hielt sich nach einem Konter immer wieder den hinteren rechten Oberschenkel, bis er schließlich zu Boden sank und sich die Hände vors Gesicht hielt.
Saibari muss schon früh verletzt raus
Schon nach 22 Minuten musste der Neu-Münchner, der am Mittwoch einen Vertrag bis 2031 bei den Bayern unterschrieben hatte, verletzt vom Feld, auf der Bank vergrub der 50-Millionen-Mann immer wieder frustriert sein Gesicht in seinem Trikot.
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Fußball: Ismael Saibari verletzt sich im WM-Achtelfinale zwischen Kanada und Marokko
Fotocredit: Getty Images
Der klare Favorit, der im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande (3:2 n.E.) viele Kräfte gelassen hatte, spielte behäbig und hatte in der 30. Minute den ersten (harmlosen) Torschuss. Ohne den besten Torjäger fehlte die Kreativität und Wucht im Spiel nach vorne. Stattdessen wurde es hitzig, Schiedsrichter Michael Oliver (England) verteilte in der ersten Halbzeit sechs Gelbe Karten, fünf davon ab der 40. Minute.
Es brauchte einen Standard für die Erlösung. Kapitän Achraf Hakimi legte quer auf Ounahi, der an der Strafraumgenze völlig frei abziehen konnte. In der Folge verwaltete Marokko die Führung, Kanada probierte viel - doch Ounahi sorgte nach einem Konter mit einem satten Schuss für die Entscheidung.
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(SID)
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Quelle: Perform
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