WM - Norwegen hadert mit kuriosem Ausgleich nach Aus gegen England: "Übers Kabel reden, bis wir tot sind" - FIFA reagiert
Update 13/07/2026 um 18:14 GMT+2 Uhr
Auch wenige Tage nach dem dramatischen Viertelfinalaus der norwegischen Nationalmannschaft bei der WM in Kanada, Mexiko und in den USA gegen England (1:2 n.V.) beschäftigt eine Frage die Fußball-Fans: War der Ball vor dem Ausgleich vom Three-Lions-Star Jude Bellingham wirklich am Kabel der SkyCam? Die FIFA verneinte den Kontakt, trotzdem findet das Thema kein Ende. Nun legte der Weltverband nach.
Tuchel trotz Sieg unzufrieden: "Leben selbst schwer gemacht"
Quelle: MagentaTV
Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Halbzeit des WM-Viertelfinales zwischen Norwegen und England, als Norwegen-Keeper Örjan Nyland einen Abstoß tief in die englische Hälfte schoss.
Plötzlich fiel der Ball fast gerade auf den Platz. Elliott Anderson nahm ihn in die Vorwärtsbewegung mit. Zwei Pässe und einem tollen Abschluss von Jude Bellingham später lag der Ball im norwegischen Tor.
Nyland protestierte sofort, er hat den Ball am Kabel der Sky-Cam gesehen. Das zeigten auch Bilder des TV-Senders "FOX", der die Szene zusammen mit Schiedsrichter-Legende Mark Clattenburg analysierte. Laut dem ehemaligen FIFA-Referee hätte der VAR eingreifen müssen - Schiedsrichter Clément Turpin nahm den Kontakt auf dem Platz nicht war.
"Wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört, muss das Spiel unterbrochen werden", sagte der Engländer beim US-amerikanischen Sender.
FIFA verneint Kontakt
Die FIFA verneinte schon während des Viertelfinales den Kontakt mit dem Kabel. Der Sensor im Ball habe keinen "Herzschlag" gezeigt, "es gibt daher keinen Beweis, dass der Ball das Kabel berührt und die Bewegung des Balls verändert hat".
Seit der Europameisterschaft 2024 haben die Bälle einen Chip, der den Schiedsrichtern bei gewissen Dingen wie Handspielen oder Kontakten am Ball bei Eckballentscheidungen helfen soll.
Davon profitierte Deutschland 2024 im EM-Achtelfinale gegen Dänemark, als ein Elfmeter nach einem Handspiel gegeben wurde, das nur durch den "Herzschlag" gesehen wurde. Für das bloße Auge war damals kein Kontakt festzustellen.
Nun hat die FIFA mit einer weiteren Erklärung nachgelegt. Auf den Aufnahmen der Spidercam sei ”klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt”, teilte der Weltverband mit. Auch der "Herzschlag" des Balles wird noch mal angesprochen: "Das Ballsignal war die gesamte Zeit verfügbar", hieß es weiter.
Tuchel und Solbakken uneinig
Norwegens Nationaltrainer Stale Solbakken hat zum Kabel-Chaos eine klare Meinung: "Der Ball wird wohl einen Assist bekommen. Er ist direkt aus dem Himmel gefallen", sagte der Ex-Köln-Coach nach dem Spiel.
"Wir können daran nichts ändern. Das Glück war heute nicht auf unserer Seite, aber so ist das Leben", erklärte der emotionale Solbakken nach dem Viertelfinalaus weiter.
Der 58-Jährige weiß aber auch: "Wir werden über das Kabel reden, bis wir alle tot sind. Ich hoffe, dass dies nicht die Geschichte dieser Mannschaft sein wird. Das sollte es nicht sein. Aber der Ball hat da oben was berührt", wiederholte er noch mal.
"Es ist klar, dass es passiert ist. Das ist seltsam", sagte Solbakken weiter. Es ist nicht das erste Mal, dass die FIFA bei der WM an Glaubwürdigkeit einbüßt, schaut man sich nur mal den Skandal um Folarin Balogun an.
Thomas Tuchel vertraute hingegen auf die Technik des Weltverbandes: "Ich meine, da ist ein Chip im Ball, der dir sagt, wenn er ein Haar berührt."
Wer weiß, wie die Worte wären, wenn es andersrum gelaufen wäre.
Das könnte Dich auch interessieren: RB-Trainer Demichelis stapelt tief: "Müssen uns nicht mit Bayern messen"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/13/image-cbab86c1-5ad3-49da-87ae-76f2fd212d62-85-2560-1440.jpeg)
Liverpool-Coach Iraola fordert Transfers: "Brauchen mehr Spieler"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung