WM: Rote Karte gegen USA-Stürmer Folarin Balogun im Sechzehntelfinale erhitzt die Gemüter - "Zu keinem Zeitpunkt Absicht"

US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino hat nach dem Einzug ins WM-Achtelfinale wenig Verständnis für die Rote Karte für Torschütze Folarin Balogun gezeigt. "Niemals" sei das Foul des 24-Jährigen ein Platzverweis gewesen, sagte Pochettino nach dem 2:0 (1:0) gegen Bosnien-Herzegowina. Balogun wird nun mindestens im Spiel gegen Belgien gesperrt fehlen. Balogun schoss die USA in Führung (45.).

Pochettino kann Rote Karte nicht fassen: "Normale Aktion im Fußball"

Quelle: Perform

Nach der Pause (64.) sah er aber Rot, weil er Tarik Muharemovic - unabsichtlich, aber schmerzhaft - aufs Sprunggelenk getreten war.
"Für mich ist das niemals eine Rote Karte", sagte Pochettino: "Es war zu keinem Zeitpunkt seine Absicht, den Spieler zu treten. Es war eine im Fußball ganz normale Aktion: Man kämpft um den Ball, und der Fuß landet eben dort, oder? Ja, die Szene sah vielleicht etwas heftig aus. Aber ich glaube, es war keinesfalls Absicht."
Angreifer Christian Pulisic sah das ähnlich. Sein Teamkollege habe "die Rote Karte nicht verdient", sagte er und bezeichnete die Entscheidung als "unglücklich".
Gemäß den FIFA-Regularien ist Balogun für das nächste Spiel automatisch gesperrt. Gegen diese Sperre kann kein Einspruch eingelegt werden, wie ein Sprecher des Weltverbands bestätigte.

Trotz Rot: Bundesligaprofi erhöht auf 2:0

Pochettino entgegnete, es "sollte fair sein", Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen, fügte jedoch hinzu, er müsse "verschiedene Optionen" in Betracht ziehen, sollte dies nicht möglich sein.
Auch in Unterzahl hatten die USA die knappe Führung verteidigt, Malik Tillman erhöhte in der 82. Minute schließlich auf 2:0.
(SID)
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Quelle: Perform


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