Schweiz scheiterte bei WM bitter an Argentinien: War Platzverweis gegen Breel Embolo bei Viertelfinalaus irregulär?

Auch nach der WM schlagen einige der umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen weiter hohe Wellen. So auch jene beim WM-Aus der Schweiz im Viertelfinale gegen Argentinien (1:3 n.V.). Breel Embolo sah dort nach einer Schwalbe und einem Einsatz des Videoschiedsrichters die Gelb-Rote Karte. Der Platzverweis des Stürmers beeinflusste das Spiel massiv, doch war das alles regelkonform?

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Quelle: Perform

Es lief die 69. Spielminute im Viertelfinale der WM zwischen Argentinien und der Schweiz. Leandro Paredes sah nach einem vermeintlichen Foulspiel an Breel Embolo die Gelbe Karte. Einen Kontakt gab es allerdings nicht.
Referee Joao Pinheiro wurde von Videoschiedsrichter Guillermo Pacheco daraufhin an den Monitor geschickt, um sich die Szene noch einmal anzuschauen. Knappe zwei Minuten später schickte er Embolo, der zuvor schon die Gelbe Karte gesehen hatte, wegen einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz.
Das Spiel kippte nach dem Ausgleich für die Schweiz wenige Minuten vor der Ampelkarte wieder in Richtung Argentinien, die in der Verlängerung den Halbfinaleinzug klarmachten.
Den Platzverweis hätte es allerdings nicht geben dürfen, wie das International Football Association Board (IFAB), die offiziellen Regelhüter des internationalen Fußballs, nun zugaben. Das geht aus einem Schreiben hervor, das "The Athletic" vorliegt.
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Breel Embolo reagiert entsetzt auf seinen Platzverweise durch Schiedsrichter Joao Pinheiro

Fotocredit: Getty Images

Eingriff vom VAR regelwiedrig

Demnach hätte Videoschiedsrichter Pacheco seinen Kollegen Pinheiro nicht an den Monitor bitten dürfen. Zwar wurden zur WM einige neue Regeln eingeführt, wovon eine besagte, dass der Schiedsrichter darauf hingewiesen werden darf, sollte er einem falschen Spieler vom Platz stellen oder eine Gelbe Karte zeigen. Diese Regel wird allerdings nicht bei jeder Gelben Karte angewandt.

Im Falle von Paredes und Embolo war es kein Fall für den VAR, da sich die beiden in einem Zweikampf befanden und der Argentinier daraufhin die Gelbe Karte erhielt, auch wenn es nachweislich eine Schwalbe des Stürmers war.

Es handelte sich bei der Aktion um eine Tatsachenentscheidung, die auf dem Feld und nur auf dem Feld getroffen wird. Der Eingriff des Videoschiedsrichters veränderte die Situation, was in den Regeln bei einer Gelben Karte nicht vorgesehen ist.
Das IFAB gab ihren Fehler nun zu, was der Schweiz nach dem Aus wenig bringt. Eine Stellungnahme der FIFA blieb zunächst aus.
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Quelle: Perform


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