WM rollt endlich an: Sechs Gründe für eine tolle Weltmeisterschaft - Stars um Messi und Mbappé machen Lust auf mehr
20 der 104 WM-Spiele 2026 sind bereits passé - mit dem starträchtigen Montag legte die Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA aber gefühlt erst so richtig los. Der erste Gruppenspieltag brachte schon einige Überraschungen zu Tage und macht durchaus Lust auf mehr: mehr Starpower, mehr Tore, mehr Rekorde - und vor allem mehr Siege der deutschen Nationalmannschaft.
Frankreich-Coach Deschamps schwärmt von Rekordjäger Mbappé
Quelle: Perform
Mbappé-Gala, Haaland-Doppelpack, Messi-Hattrick: Die Fußball-WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA (wie sie richtig sortiert offiziell heißt) hat am Montag so richtig Fahrt aufgenommen.
Endlich, mag man mancher sagen. Dabei verläuft der erste Gruppenspieltag grundsätzlich schon ziemlich verheißungsvoll.
Allen Nebengeräuschen zum Trotz entwickelt sich in Nordamerika ein Turnier, das, wenn man es aufs Wesentliche runterbricht, nämlich den Fußball, gut zu (Achtung!) konsumieren ist.
Eurosport.de hat sechs Punkte zusammengetragen, die Lust auf mehr machen.
1. Geballte Starpower
Nein, es folgt keine Lobeshymne auf Marko Arnautovic, auch wenn er noch getroffen hat für Österreich; diese Zeilen sind den noch etwas größeren Stars der Szene vorbehalten. Lionel Messi (Argentinien) zum Beispiel, der, allen Unkenrufen, er spiele in einer Operettenliga und habe nach dem WM-Erfolg 2022 nicht mehr den nötigen Biss, zum Trotz gleich mal einen Dreierpack hinlegte.
Oder "Flötenschlumpf" Kylian Mbappé (Frankreich), der mit seinen zwei Toren (plus unberechtigt nicht gegebenem Elfmeter) jegliche Kritik aus der Heimat im Keim erstickte. Oder Erling Haaland (Norwegen), der bei seinem WM-Debüt gleich einen Doppelpack schnürte.
Auch Vinícius Júnior (Brasilien) trug sich bereits in die Torschützenliste ein - ein Makel, den Lamine Yamal (Spanien) baldmöglichst beheben will … Cristiano Ronaldo (Portugal) und Harry Kane (England) greifen derweil am Mittwoch erst an.
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Fußball: Kylian Mbappé (Frankreich), Lionel Messi (Argentinien) und Erling Haaland (Norwegen, v.l.) drücken der WM 2026 ihren Stempel auf
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2. Rekorde, Rekorde, Rekorde
Werden purzeln, ganz sicher. So schloss Messi mit seinen drei Treffern gegen Algerien in der ewigen Torschützenliste zum Spitzenreiter Miroslav Klose (16) auf - Mbappé befindet sich nur zwei Tore dahinter. Ebenfalls Rekord: Messis sechste WM-Teilnahme, die auch Cristiano Ronaldo am Abend erreichen wird. Eine Nummer kleiner: Manuel Neuers fünfter WM-Einsatz bedeuten deutschen Rekord (mit Lothar Matthäus), mit 40 Jahren ist er zudem der älteste (WM-)Spieler der DFB-Geschichte.
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WM - Manuel Neuer knackt mit seinem Einsatz für Deutschland gegen Curaçao zwei Rekorde
Fotocredit: Getty Images
3. Mehr Tore als erwartet
Obwohl nach dem neuen Turnierformat davon auszugehen war, dass die Teams am ersten Gruppenspieltag eher Vorsicht walten lassen, kann sich der Toreschnitt von 3,1 Treffern pro Partie bisher sehen lassen (zum Vergleich 2022: 2,7). Natürlich birgt die Tatsache, dass erstmals 48 Teams am Start sind, potenzielle Leistungsgefälle.
So richtig vermöbelt wurde aber nur Neuling Curaçao von der deutschen Nationalmannschaft (1:7). Spannend wird zeitnah die Frage, ob am dritten Gruppenspieltag die möglichen Tabellenverschiebungen in der Rangliste der Tabellendritten - acht von zwölf qualifizieren sich für die K.o.-Runde - eher zu Mauertaktiken oder offenen Visieren führen werden. Möglich ist beides.
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Deniz Undav (l.) feiert seinen Treffer mit DFB-Kapitän Joshua Kimmich
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4. Erwärmende Underdog-Stories
… sind das Salz in der Suppe einer jeden WM. Herrlich, wie Kap Verde mit nur einem einzigen Foul (Bestwert seit Datenerfassung 1966) Europameister Spanien ein 0:0 abrang. Auch Katars Last-Minute-1:1 gegen die Schweiz wirbelte Tippspiele auf der ganzen Welt durcheinander. Über Punktgewinne freuten sich auch schon Ägypten, Saudi-Arabien und der Iran. Und Österreich, wenn gleich gegen Jordanien kein Underdog, fuhr seinen ersten WM-Sieg seit 36 Jahren ein …
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WM - Vozinha wurde für Kap Verde gegen Spanien zum Helden
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5. Deutschland in Form
Nach den tristen Auftritten 2018 und 2022 war das 7:1 gegen Curaçao eine wahre Wohltat für die DFB-Fanseele. Dem (Fußball-)Land dürstet es nach mehr; und der Kader gibt durchaus Anlass zu vorsichtigem Optimismus.
Sicher, die Elfenbeinküste und Ecuador sind andere Kaliber als die Karibik-Kicker mit Oranje-Einschlag. Das Minimalziel Sechzehntelfinale ist jedoch jetzt schon so gut wie fixiert (zu 99,8 Prozent sagen Statistiker), was den "Nagelsmännern" doch genügend Selbstvertrauen geben sollte, um noch den ein oder anderen Sieg einzufahren.
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Kimmich lobt Nagelsmann: "Sehr klar in der Kommunikation"
Quelle: Perform
6. Versprechung einer spannenden K.o.-Phase
Ja, das neue WM-System mit 48 Mannschaften ist gewöhnungsbedürftig. Und ja, es kommen auch sehr viele Gruppendritte ins Sechzehntelfinale. Gemessen am früheren Modus mit 24 Mannschaft blieb die Quote aber gleich (da 4 aus 6, jetzt 8 aus 12). Und: Die Vielzahl der Dritten, die die K.o.-Phase erreichen werden, machen selbige deutlich weniger vorhersehbar, ergo prickelnder.
In erster Linie, weil der Verteilschlüssel, wer denn zu welchem Gegner gelost wird, mit 495 Variablen äußert kompliziert ist. Kaum eine Nationalelf kann sich also jetzt schon eines leichten Weges in die Verästelungen des Turnierbaums sicher sein. Zum anderen bergen 16 K.o.-Spiele mehr natürlich auch die reelle Chance auf mehr Überraschungen. Man möchte fast sagen: Let's go. Auf eine spannende WM!
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Tuchel und Kane peilen starken WM-Start gegen Kroatien an
Quelle: Perform
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