WM 2026: Thomas Tuchel kritisiert Schiedsrichter nach England-Sieg gegen Mexiko scharf - Gegenwind aus England

Die englische Nationalmannschaft ist dem ersten WM-Titel seit 1966 näher gekommen: Nach dem 3:2-Sieg im Achtelfinale über Mexiko stehen die Three Lions im Viertelfinale. Trainer Thomas Tuchel musste nach der Partie trotzdem Frust loswerden. Die Leistung von Schiedsrichter Alireza Faghani sei "einfach nicht genug" gewesen. Allerdings: Seine Meinung fand selbst im englischen Lager kaum Fürsprecher.

Tuchel: "Fühlt sich fast wie ein WM-Sieg an"

Quelle: Perform

"Die Schiedsrichter sind einfach nicht gut genug, die vierten Offiziellen sind einfach nicht gut genug. Das ist das Fazit", polterte der Deutsche nach dem dramatischen 3:2-Erfolg seiner Mannschaft bei der "BBC".
Auch dank zweier zentraler Entscheidungen kam Co-Gastgeber Mexiko im eigenen Land noch einmal zurück.
Jarell Quansah sah nach einer ungestümen Aktion eine harte, aber vertretbare Rote Karte (54.).
"Der Schiedsrichter hat die Aktion während des Spiels nicht als Foul wahrgenommen, dann hat sich der VAR gemeldet und zusammen haben sie eine Entscheidung getroffen. Auf der Videoleinwand haben sie das Standbild eingeblendet. Ich hoffe wirklich, sie haben die Rote Karte nicht aufgrund eines Standbildes gegeben", sagte Tuchel.

Hart stellt sich gegen Tuchel

Kurz nach dem Platzverweis verwandelte Harry Kane zunächst einen Strafstoß zum 3:1 (60.) und verursachte wenige Minuten später einen. Auch der Elfmeterpfiff nach Sicht der Videobilder war der Kategorie "hart, aber vertretbar" zuzuordnen. Indes nicht für Tuchel.
"Ist das ein klarer und offensichtlicher Fehler beim Elfmeter? Ganz sicher nicht. Sie haben eine Situation umgekehrt, in der er nicht einmal ein Foul gepfiffen hat", schimpfte der 52-Jährige über den Anschlusstreffer zum 2:3 (69.), der die Sache für England nochmal ungemütlich machte.
Mit seiner Meinung stand der deutsche Übungsleiter aber relativ alleine da. "Der Schiedsrichter hat in allen drei Situationen die richtige Entscheidung getroffen", sagte etwa der ehemalige Nationaltorwart Joe Hart in der "BBC". Tuchel, so Hart, "liegt falsch".

Ex-Schiedsrichter Cann stellt sich hinter Faghani

Auch der ehemalige englische Schiedsrichterassistent Darren Cann konnte die Kritik an Schiedsrichter Faghani nicht nachvollziehen.
"Kane tritt dem mexikanischen Spieler leider gegen den Fuß. Es ist ein bisschen ähnlich wie bei dem Tritt von Modric, für den England im ersten Gruppenspiel einen Elfmeter bekam", erklärte der Regel-Profi. Die Rote Karte gegen Quansah sei zudem "eindeutig" gewesen.
Tuchel hingegen ärgerte sich neben den fachlichen Entscheidungen auch über die Zusammenstellung der Videoassistenten.
Alireza Faghani griff gegen Jarell Quansah mit der Roten Karte durch

Alireza Faghani griff gegen Jarell Quansah mit der Roten Karte durch

Fotocredit: Getty Images

"Bei einem Spiel wie diesem kommen drei VAR-Mitglieder aus Südamerika. Wenn diese Information stimmt, ist das einfach ...", betonte Tuchel und ließ das Ende des Satzes für Interpretationen offen.
So oder so: England steht im Viertelfinale. Auf Quansah wird Tuchel dabei verzichten müssen. Außer natürlich, es gibt eine "Causa Balogun 2.0". Aber das ist ja ohnehin ein ganz eigenes Thema ...
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Quelle: SNTV


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