WM – Mats Hummels fordert personelle Konsequenzen nach Ausscheiden gegen Paraguay: "Fußball zu sehr Leistungssport"

Mats Hummels hat nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft deutliche Kritik geäußert – und personelle Konsequenzen gefordert. "Auf Verantwortlichenseite schreit es schon irgendwie nach Konsequenzen – das kann ich nicht anders sagen", betonte der Weltmeister nach dem 3:4 i.E. gegen Paraguay. In seiner Generalkritik bezog der Hummels sowohl die Spieler als auch Julian Nagelsmann mit ein.

WM-K.o. gegen Paraguay: Hummels fordert Konsequenzen

Quelle: MagentaTV

"Wir hatten jetzt die Heim-EM, die Heim-Nations-League und dieses Turnier mit dem großen Teilnehmerfeld", blickte Hummels bei "MagentaTV" zurück und zog ein klares Fazit.
"Die Heim-EM wird mir sportlich im Nachhinein immer noch zu gut geredet. Die beiden anderen Turniere waren jeweils enttäuschend, deswegen muss das ein Thema sein – sowohl vom Bundestrainer selbst als auch vom Verband", forderte der 37-Jährige.
Zumindest Gespräche müsse es geben, so Hummels: "Dafür ist Fußball zu sehr Leistungssport."
Der ehemalige Innenverteidiger feierte 2010 sein Debüt in der Nationalmannschaft und war 2014 eine der Stützen beim letzten großen Titel der DFB-Auswahl.

Hummels: "Wir reden von einem Jahrzehnt"

2019 wurde Hummels vom damaligen Bundestrainer Joachim Löw zwischenzeitlich aussortiert. Eine ähnliche Konsequenz wünscht sich der 78-fache Nationalspieler, der 2021 in den DFB-Kader zurückkehrte, auch in der aktuellen Situation.
"Auf Spielerseite kann ich mir schon vorstellen, dass einige von sich aus zurücktreten werden", sagte Hummels und gab zu bedenken, dass es einigen Spielern trotz Chancen bei "vier, fünf, sechs Turnieren" nicht gelang, "gute Ergebnisse" zu erzielen.
"Das ist für mich kein Zufall, dass seit der EM 2016 kein einziges starkes Turnier mehr dabei war. Wir reden von einem Jahrzehnt – als Deutschland", betonte der TV-Experte.
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Quelle: Perform

2016 erreichte der damals amtierende Weltmeister das Halbfinale der Europameisterschaft. Danach gab es zweimal das Aus in der Gruppenphase (WM 2018, WM 2022), jeweils einmal im Achtelfinale (EM 2021), im Viertelfinale (EM 2024) und nun eben im Sechzehntelfinale.

Hummels' vielsagender Einschub

Gerade dadurch, dass sich mit Löw, Hansi Flick und Nagelsmann seither drei Trainer versuchten, seien auch die Spieler in der Pflicht.
"Da erwarte ich von einigen, dass sie selber sagen: 'Ich mache nicht mehr weiter'. Ich erwarte aber auch, dass der aktuelle oder eventuell der neue Bundestrainer harte Entscheidungen trifft", sagte Hummels.
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Quelle: MagentaTV

Die Worte des Weltmeisters sind unmissverständlich – und mindestens genauso vielsagend ist der Einschub des "eventuellen neuen Bundestrainers".
Plötzliche Rücktritte gab es nach dem bitteren Aus in der Nacht zu Dienstag nicht mehr, ein Haken ist an den verschiedenen Personalthemen selbstverständlich aber noch nicht.
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Quelle: Perform


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