Zlatan Ibrahimovic, Miroslav Klose, Max Kruse, Alex Meier, Bastian Schweinsteiger: Bald MLS?

Zlatan Ibrahimovic, Miroslav Klose, Max Kruse, Alex Meier, vielleicht sogar Bastian Schweinsteiger: Die nächste Riege an Fußball-Promis könnte bald in der US-amerikanischen Major League Soccer (MLS) zu bestaunen sein. Bei Ibrahimovic und Kruse fällt die Entscheidung wohl zwischen Amerika und England, Klose wird auch bei Bundesligaklubs gehandelt. Die MLS aber hofft auf neue Stars.

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Ein "Fußballgott"? Na, das wäre sogar für Amerika etwas Neues. Alex Meier, bei Eintracht Frankfurt mit ebendiesem Kosenamen glorifiziert, steht offenbar auf dem Sprung. Mit 33, nach dem Klassenerhalt und zwölf Jahren Frankfurt bahnt sich das Ende einer Ära an. Laut "Sport Bild" geht's für Meier möglicherweise nach China - oder in die Staaten.
Informationen zur Major Soccer League (MLS) könnte wiederum Tranquillo Barnetta liefern, von 2013 bis 2014 ein Teamkollege bei der Eintracht. "Man spürt die große Begeisterung in den Städten, es ist einfach ein komplett anderes Verhältnis hier", schwärmt der Schweizer, seit Juli 2015 bei Philadelphia Union aktiv, im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de.

Pirlo, Lampard, Gerrard, Kaká, Drogba…

Barnetta muss es wissen, er hat lange Jahre in der Bundesliga verbracht, neben Frankfurt bei Hannover 96, Bayer Leverkusen und Schalke 04. "Ich glaube schon, dass die MLS inzwischen mithalten kann, natürlich noch nicht mit der Bundesliga oder der Premier League, aber das Interesse in Europa hat sich gesteigert", sagt er.
An großen Namen mangelt's jedenfalls nicht: Andrea Pirlo, Frank Lampard, David Villa und Trainer Patrick Vieira bei New York City FC; Steven Gerrard, Robbie Keane, Ashley Cole und Giovani dos Santos bei LA Galaxy; Kaká bei Orlando City SC, Didier Drogba bei Montreal Impact, Sebastian Giovinco beim Toronto FC.
Gut möglich, dass sich die illustre Schar bald erweitert. Frankfurts Meier ist ein Kandidat, aber bei weitem nicht der einzige Promi - darunter einige Deutsche.

Zlatan Ibrahimovic: Nicht nur des Namens wegen

Zlatan himself, 34 mittlerweile, kein Star mehr - sondern Legende. Mindestens. Zuweilen gottesgleich, narzisstischer als Louis van Gaal, was nicht vielen gelingt, bei ihm okay ist. Im Gegenteil, wäre ja langweilig, wenn Ibrahimovic plötzlich normal daherkäme. "ESPN" und "Süddeutsche Zeitung" melden, dass sich der Schwede nach seinem - selbstgewählten - Ende bei Paris Saint-Germain in Verhandlungen mit LA befindet; auch Orlando wird genannt. Oder aber die Premier League, gemeinsam mit José Mourinho bei Manchester United?
"Ich würde gerne in den USA spielen, es wäre eine tolle Erfahrung", sagte Zlatan im Sommer 2015 zu "Yahoo Sports"

Miroslav Klose: Er war noch niemals in New York...

Eine Nuance demütiger als Ibrahimovic hat sich Klose in seinen vergangenen 16 Profijahren präsentiert. Bei Lazio Rom war er zwischen 2011 und 2016 an 99 Toren in 170 Pflichspielen beteiligt, jetzt verlässt er Italien, mit fast 38. Wie "Il Messaggero" berichtet, könnten es den Weltmeister in die USA ziehen, zu den New York Red Bulls oder New York City.
"Ich habe immer noch Spaß und fühle, dass ich in guter Form bin, deshalb will ich weitermachen", sagt der ewige Klose. Die Destination dürfte USA oder Bundesliga heißen, Frankfurt wird kolportiert. Als Meier-Ersatz?

Max Kruse: Eine Schlagzeile zu viel

Zehn Jahre jünger als Klose, mit einem Privatleben, das ihm offenbar die Arbeitsstelle beim VfL Wolfsburg kostet. Dorthin wechselte der Nationalspieler a.D. erst im vergangenen Sommer, für zwölf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach. Obwohl sportlich solide, fahndet Wolfsburg nun nach Käufern - am Ende war's wohl eine außersportliche Schlagzeile zu viel.
Kruses Berateragentur soll schon auf der Suche sein, wie bei Ibrahimovic könnte die Wahl zwischen England und Amerika fallen.

Bastian Schweinsteiger: Des Kaisers Worte

Zugegeben, kein akutes respektive aktuelles Gerücht, aber die Worte des Kaisers hallen nach. Als Schweinsteiger 2015 vom FC Bayern München zu ManUnited ging, in die physisch intensive Premier League, dachte Franz Beckenbauer laut nach, ob das alles so gescheit ist. "Ein Wechsel in die MLS wäre meines Erachtens sinnvoller gewesen", meinte Bayerns Ehrenpräsident.
Was nicht ist, kann noch werden, irgendwann. Im Sommer wird Schweinsteiger 32, mit der EM liegt sein mutmaßlich letztes DFB-Ziel dann hinter ihm. Und unter Uniteds potentiellem Neu-Coach Mourinho wird's nicht behaglicher.
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